Samstag, 15. November 2014

Nicolas Cage is back: Warum seine Namen besser sind als sein Ruf

Nicolas Cage gehört zu meinen absoluten Lieblingsschauspielern. Das wird sich niemals ändern. Mir ist egal, ob ihn viele Filmkenner fallen lassen und aufgeben. Mir ist egal, dass er schon viermal durch gleich mehrere Rollen für die Goldene Himbeere nominiert wurde. Fakt ist: Bekommen hat er keine. Dafür aber einen Oscar, einen Golden Globe und eine Goldene Kamera. Und jetzt kehrt er heimlich, still und leise zurück. Ich freue mich darauf!

Nicolas Cage auf einem Bierkasten (r.)
Nicholas Kim Coppola wollte nie durch den Namen seines berühmten Onkels bekannt werden, Regisseur Francis Ford Coppola. Er strich das „C“ im Vornamen, ließ das „Kim“ ganz weg und gab sich den Nachnamen seiner Lieblings Marvel Figur Luke Cage. Umso treffender ist es, dass es ausgerechnet seine Filmcharaktere es sind, deren Namen ich immer im Kopf behalte. Da hätten wir zum Beispiel „Castor Troy“ (oder auch „Sean Archer“). Face Off - das Duell mit John Travolta gehört für mich zu den besten Actionfilmen der 90er.

Egal ob im seichten Abenteuerfilm mit Witz, oder im knallharten Kampf gegen Schwerkriminelle -  „Benjamin Franklin Gates“ hat mich auf der Jagd nach dem Vermächtnis der Tempelritter genauso unterhalten, wie der knallharte Ex-Soldat „Cameron Poe“, der in Con Air Verbrecher-Größen wie John Malkovich fast im Alleingang ausschaltet. Als „Yuri Orlov“ verpasste uns der Lord of War einen brilliant zynischen Exkurs in weltweiter Waffenwirtschaft, während er zusammen mit Sean Connery als Dr. Goodspeed dem Terrorismus auf The Rock die Stirn bot. Last but not least sein denkwürdiger Kurzauftritt als „Big Daddy“ in Kick-Ass.

Schlechte Rollen ja, aber schlecht gespielt? Selten.

Gemerkt? Ich habe hierbei nicht einmal Leaving Las Vegas, Adaption oder Stadt der Engel aufgezählt. Die Filme, für die er seine Preise und Nominierungen kassierte. Oder weitere Knaller wie 8MM und Spiel auf Zeit. Cage ist vielseitig und so viel besser, als ihn viele sehen wollen. Nein, seine Rollenwahl war nicht immer geschickt. Es war viel Schrott dabei. Sehr viel Schrott, der sich eine Zeit lang häufte. Von Knowing und Next über Ghost Rider und Bangkok Dangerous bis hin zu Drive Angry und Duell der Magier. Doch es war nicht immer Cage, der schwächelte. Es waren die Drehbücher, die Regisseure, die Mitstreiter. Deshalb war es auch nur eine Frage der Zeit bis Cage bei seiner nicht gerade wählerischen Rollensuche wieder Treffer landen würde.

In Pakt der Rache und Tokarev tauchte Cage jeweils in die (Liam Neeson und Gerard Butler sei Dank) angesagten Entführungs- und Rachefilme mit offener Moralfrage ein. In Stolen fuhr er damit fort. Alles keine Oberhammer, aber eben auch kein Schund. Anders beim düsteren Thriller Frozen Ground, wo er auf eine erfrischend gut spielende Vanessa Hudgens trifft und den ebenfalls aus der Versenkung gestiegenen John Cusack jagt. Ein super Film mit richtig bitterer Atmosphäre.

Und jetzt das:

Mittlerweile ist Joe in unseren Videotheken und Mediamärkten erhältlich. Die Kritiker überwerfen sich bereits mit Lob für Cage, es seine „beste Leistung seit vielen vielen Jahren“. Selbstredend, dass ich mir den Streifen schnellstmöglich besorgte. Und ich wurde tatsächlich nicht enttäuscht. Das Drama erzählt davon wie Ex-Sträfling Joe Ransom Vatergefühle für einen 15-Jährigen entwickelt und sich dabei jede Menge Ärger einhandelt. Meine Review folgt, aber eines kann ich Euch verraten: Cage rockt!



Frank or Francis soll ein Episodenfilm mit Musical-Touch werden, der vom Hollywood zur Zeit der Internet-Epoche erzählt. Jack Black zieht als Filmblogger ständig über einen Star (Steve Carrell) her, dessen beste Tage vorbei sind. Nicolas Cage spielt in diesem Filmchen den verwahrlosten Comedian „The Emcee“. Mit dabei sind außerdem Jacki Weaver, Kevin Kline und Elizabeth Banks. Könnte richtig cool werden, bei diesen Namen!

In Dying of the Light spielt ein ergrauter Nicolas Cage den CIA-Agenten Evan Lake, der kurz vor seinem letzten Fall an Alzheimer erkrankt. Er beschließt dennoch, den Fall lösen zu wollen. Seine Krankheit stellt sich ihm dabei mehr als einmal in den Weg. Auch in diesem Fall vermuten einige Kritiker, dass Cage langsam aber sicher wieder Boden gut macht auf der Schauspielbühne. Ich behaupte ja nach wie vor, dass er das nie nötig hatte. Aber was soll's, ich würde ihm die positive Publicity gönnen;)



 Ich werde mir jeden dieser Filme ansehen. Nicolas Cage hat sich bereits einen Namen gemacht. Und er hat vielen Namen Kultstatus verliehen. Ich bin gespannt ob „Joe Ranson“, „Evan Lake“ und „The Emcee“ auch dazu gehören werden.

2 Kommentare:

  1. Fantastisch. Ich kann dir nur sooo sehr zustimmen!
    Ich finde ihn auch noch immer furchtbar toll und verfolge seine Filme weiterhin.
    So viele meiner Lieblingsfilme von früher (z.B. Stadt der Engel und Leaving Las Vegas) sind in meinen Augen grandios und er hat uns bewiesen, dass er ein fantastischer Schauspieler ist!

    Toller Blog, hast mein Abo!
    Schau doch mal bei mir vorbei, ich blogge auch unter anderem über Serien und Filme
    Liebe Grüße
    Cat :)

    http://vatikanischekameen.blogspot.de/

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  2. Ich hoffe wir haben noch viele Filme mit ihm, die wir rezensieren können :)
    Gratulation zum Blogstart, schön übersichtlich, nett geschrieben!
    Auch eine tolle Idee mit dem Blogtitel

    Liebe Grüße,
    Micha

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