Samstag, 29. März 2014

Storm Hunters: Im Sommer wird's stürmisch

Steven Quale hatte mal eine Minirolle als Arbeiter auf der Titanic, 1997. Er war auch zuständig für die Effekte in Avatar und den Schnitt der Special Edition von The Abyss. Als Regisseur kennt man ihn nur von Final Destination 5. Der Trailer zu seinem neuen Film Storm Hunters, englischer Originaltitel Into The Storm, hat mich allerdings umgehauen.


Interessante Darsteller, alte Geschichte

Am 21. August startet der Found Footage Film von Warner Bros in den deutschen Kinos, unter anderen mit dabei sind Sarah Wayne Callies aus der Serie The Walking Dead, Matt Walsh aus Ted und Richard Armitage aus der Filmreihe Der Hobbit. Hauptsächlich geht es darum, wie weit professionelle Sturmjäger und Amateurfilmer gehen, um Bilder von ihrer „Beute“ zu bekommen. Die Story klingt allerdings eher halbspannend. Die Kleinstadt Silverton wird von mehreren Tornados dem Erdboden gleichgemacht, doch – Überraschung! – das waren nur die Vorboten einer weitaus größeren Katastrophe.

Trotzdem muss ich sagen, dass der erste Trailer auf einen spannenden Katastrophenfilm im Handkamera-Modus hoffen lässt. Gerade die Flughafen-Sequenz am Ende lässt einen staunen, auch wenn sie an die Zerstörungswut eines Roland Emmerich erinnert. Ich frage mich im Moment noch, ob es tatsächlich ausschließlich Found-Footage-Aufnahmen sein werden, weil ich mir das schwer vorstellen kann. Auf der anderen Seite wurde ich schon beim grandiosen Cloverfield eines Besseren belehrt. Mal schauen, was uns die Macher bis zur Veröffentlichung noch an Infomaterial liefern werden.

Der deutsche Trailer:


Weitere Sturm-Filmtipps: 

The Day After Tomorrow war zwar der Anfang des völligen Realitätsverlustes von Regisseur Roland Emmerich, es war aber auch die Geburtsstunde von Jake Gyllenhaal im Mainstream-Kino. Für die fantastischen visuellen Effekte gab es 2005 sogar einen BAFTA Award. Ich persönlich finde den Film als Naturkatastrophenfilm gut. Stürme kommen allerdings nur zu Beginn vor, später geht es eher um eisige Kälte.

Wolfgang Petersen präsentierte 2000
Der Sturm. Die Sachbuchverfilmung von Sebastian Jungers The Perfect Storm erzählt die wahre Geschichte des Fischerbootes „Andrea Gail“. George Clooney, Mark Wahlberg, Diane Lane, William Fichtner und jede Menge weitere bekannte Gesichter liefern sich ein Kampf mit dem Wetter auf hoher See. Auch hier gab es den BAFTA Award für visuelle Effekte 2001, es folgten Oscar-Nominierungen für Ton und Spezialeffekte. 


Helen Hunt, Bill Paxton und Philip Seymour Hoffman gegen den Twister. 1996 erhielt Jan de Bonts Tornado-Film ebenfalls den BAFTA Award für visuelle Effekte und ebenfalls Oscar-Nominierungen für Bild und Ton. Aber es reichte auch für die Goldene Himbeere als schlechtester Film mit Einnahmen über 100 Millionen Dollar. Das Drehbuch schrieb übrigens Michael Crichton, u.a. bekannt für sein Drehbuch zu Jurassic Park.


Sharknado
ist ein Meisterwerk von Anthony Ferrante aus dem Jahre 2013. Die komplexe Erzählstruktur, gekoppelt an sehr tiefgehende Charakterentwicklungen haben diesem auf visuell sehr auf hohem Niveau liegenden Streifen zu einem Kult…ach was rede ich da. Dieser Bockmist ist selbst für eine bewusst schlechtproduzierte Geschichte die reinste Zuschauervergewaltigung. Haie in einem Tornado, so dämlich, dass es fast wieder genial ist: Meine Kritik gibt’s übrigens HIER.

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