Dane DeHaan ist ein aufgehender Stern in der Filmbranche. Zuletzt hatte er Auftritte in
Lincoln, The Place Beyond The Pines und The Amazing Spiderman 2: Rise of
Electro. Woher der Karriereschub? Die Antwort lautet Chronicle – Wozu
bist Du fähig?, dem wohl besten Found-Footage-Movie der vergangenen Jahre. Es
war vor allem die innovative Story, die frischen Kamerafahrten und Effekte und
eben DeHaans Leistungen, die den Film zur Genre-Perle aufsteigen ließen. Nun
bahnt sich mit Afflicted ein Film an, der einen ähnlichen Weg geht. Und doch
scheint er völlig anders zu sein.
Derek Lee und Cliff Prowse sind Regisseur und
Hauptdarsteller in einem, selbst ihre Figuren im Film heißen Derek Lee und
Cliff Prowse, was ein wenig an Katie und Micah aus Paranormal Activity
erinnert. Ihre Leistungen in Afflicted werden jedenfalls von Insidern und
Kritikern hochgelobt, was im Found-Footage-Genre eher unüblich bei
Schauspielerin ist – Dane DeHaan ausgenommen.
Samstag, 26. April 2014
Afflicted - Ein One Night Stand in Paris und seine Folgen
Chronicle goes Horror
Zur Story: Software-Entwickler Cliff und sein Freund Derek
wollen ihre Weltreise filmisch dokumentieren und auf Cliffs erfolgreichem Blog
unter dem Seriennamen „Ends of Earth“ veröffentlichen. Schon bei der ersten
Station in Paris geht etwas schief. Derek hat einen One Night Stand mit einer
geheimnisvollen Französin (Baya Rehaz, Blau ist eine warme Farbe, u.a.) und
wird von seinem Kumpel anschließend niedergeschlagen im Hotelzimmer
aufgefunden. Nach dieser Attacke verändert sich Derek, was beide zuerst auf
dessen unheilbare zAVM zurückführen. Doch dann entwickelt Derek übernatürliche
Stärken, Durst auf Menschenblut und ein hohes Gewaltpotenzial. Klingt wie eine Mischung aus dem Buch Der Übergang und Chronicle.
Found Footage mal anders
Afflicted wurde das erste Mal am 9. September 2013 auf dem
Toronto International Film Festival gezeigt, wo er gleich ausgezeichnet wurde
als Bester kanadischer Debütfilm. Auf dem Fantastic Fest in Austin, Texas,
sahnte der Streifen Preise für die beste Regie, das beste Drehbuch und den
besten Horrorfilm ab. Im Netz loben Filmkritiker vor allem die beeindruckende
Filmtechnik und die Effekte, wobei auch Lee und Prowse gut wegkommen. Ich
denke, dass dreieinhalb Jahre Drehzeit eine Menge Holz sind für einen
Found-Footage-Film, der 85 Minuten dauert. Und der Trailer zeigt die Szenen
chronologisch rückwärts, mit einigen Szenen aus der Ego-Perspektive, was mich noch neugieriger macht. Es stecken also
tatsächlich ein Gedanke und Arbeit hinter Afflicted und ich kann nur hoffen,
dass es endlich auch bald ein Startdatum für Deutschland geben wird.
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