Stellt Euch vor ein Mensch, der Euch am Herzen liegt, erkrankt an einem
Virus. Binnen weniger Stunden lässt es ihn zu einem tollwütigen Freak
mutieren. Es gibt ein Gegenmittel, welches per Injektion täglich
gespritzt werden muss, um die Mutation zu verhindern. Stellt Euch vor,
die Gesellschaft spaltet sich aus Angst vor dem Virus und beginnt die
Infizierten auszugrenzen. Und jetzt stellt Euch vor, die Rationen des
Mittels werden knapp und die Forschung hat Probleme Nachschub zu
produzieren.
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Neue alte Idee
Die Produzenten von [REC] und Sleep Tight haben das bewährte Z-Infektions-Thema genommen und es in einen gesellschaftskritischen Kontext gemixt, der mich irrerweise irgendwie an Dallas Buyers Club erinnert. Jedenfalls in den Momenten, in denen die Kranken gemoppt oder überfallen werden. Sooo richtig neu, ist die Idee aber eigentlich nicht. Beispiel: Nebendarsteller Shawn Doyle hat schon einmal in einem Film mitgespielt, namens Die Verstoßenen – Am Rande der Apokalypse. Dort ging es um ein Virus, dass die Menschen schnell altern lässt. Das Gegenmittel dafür muss täglich eingenommen werden und wird von einem Konzern kontrolliert. Es entsteht der Eindruck, als habe man Trendzombies a lá 28 Days Later nur angefügt. Schlechter macht das den Film aber nicht, denn:
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Wie lange und für welchen Preis halten beste Freundschaften und ab wann fühlen sich Menschen zur Unmoral berechtigt, nur um das eigene Leben oder eines ihrer Liebsten einem Unbekannten vorzuziehen? Dass diese Fragen in einer Zombiewelt gestellt werden, in denen die erste Epidemiewelle überstanden wurde, macht das alles noch interessanter. Hier werden die Infizierten von den Gesunden versteckt, nicht umgekehrt.
Fazit: Das Cover erinnert an Dummblockbuster wie I, Frankenstein und der deutsche Nebentitel Weder Zombies noch Menschen ist mal wieder zum Vergessen. Dabei ist dieser Film hier soviel besser! Meine Lieblingsfrage „Was wäre wenn?“ wird hier in jedem Fall aufgeworfen und das Infizierten-Thema mal von einer anderen Perspektive beleuchtet. Endlich mal wieder ein „Zombie“-Film, der sich und die Thematik ernst nimmt und nicht nur auf dem Trash-Kult rumeiert. Dank der guten Schauspieler und der wirklich zur Story passenden Machart ist The Returned in meinen Augen jeden Filmtipp wert. Allerdings eher für Freunde von Filmen wie Retreat oder Carriers.
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