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Meine Beiträge zum Weltuntergang

Montag, 29. September 2014

Media Monday #170: Für mehr Jeff Goldblum und Chris Pratt!

Es ist wieder so weit. Zu später Stunde habe ich mich an eine neue Runde des Media Mondays gesetzt. Unter anderem verrate ich Euch dieses Mal von welchem Darsteller ich gerne wieder mehr Kinopräsenz hätte. Außerdem gibt's eine kurze Erklärung, warum The Walking Dead für mich unsterblich ist und sich Ridley Scott bei mir erst wieder Kredit erarbeiten muss.



1. Ridley Scott hat mit Prometheus und The Counselor sämtliche Sympathien bei mir verspielt, weil er mit so viel Geld, so viel Potenzial und so viel genialen Darstellern so viel Müll fabriziert hat. Ich habe mittlerweile eher Angst als Vorfreude, wenn ich an Christian Bale und Exodus denke.

2. The Tree Of Life war mir einfach zu abstrus, so dass ich den Film angestrengt und genervt abgebrochen habe.

3. Niemals könnte ich ein schlechtes Wort über The Walking Dead verlieren, schließlich darf sich eine Serie mit reihenweise guten Folgen auch mal einen Aussetzer erlauben. Ich warte jedenfalls gespannt auf die neue Staffel und weiß jetzt schon, dass ich ein Fan bleiben werde – egal, wie es weiter geht.

4. Dmitri Glukhovski hat mich schon vom (Schreib)Stil her nicht begeistern können, denn der war mit in 2033 deutlich zu nüchtern. Trotzdem würde ich einer aufwendigen Verfilmungen durchaus Chancen geben.

5. Von Jeff Goldblum hört man auch nichts mehr. Schade, schließlich zählen Filme wie Jurassic Park, Independence Day oder Die Fliege zu meinen absoluten Jugendklassikern. Wäre wirklich super ihn noch einmal in einer großen Kinorolle zu sehen – in Jurassic World wird es ja leider nicht dazu kommen, wie man so hört L Edward Norton ist auch so ein Fall – schaue gerade American History X.


6. Chris Pratt habe ich ganz frisch für mich entdeckt und muss sagen, dass ich seinen Humor sehr schätze. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er ein Großer werden kann. Ich kannte ihn bislang nur als Stimme von Emmet in Lego: The Movie oder aus Nebenrollen in Moneyball oder Zero Dark Thirty. Seine Hauptrolle in Guardians of the Galaxy meistert er jedenfalls klasse – mehr davon!  

7. Zuletzt gesehen habe ich Open Grave und das war wirklich interessant, weil der Regisseur zwar bewährte Genre-Methoden von Seuchen- und Endzeitfilmen aufgreift, sie aber mit schönen Twists und Rätseln anfüttert. Hat Spaß gemacht, von Sharlto Copley bin ich sowieso begeistert. Ja, habe gepfuscht. Hätte hier schreiben sollen, was ich zuletzt gelesen habe. Kann mich aber nicht mehr erinnern.

Sonntag, 28. September 2014

Filmtipp: Open Grave - über Leichen gehen und nichts mehr wissen

Stellt Euch vor Ihr wacht mitten im Nirgendwo in einer Grube auf, könnt Euch an nichts mehr erinnern und unter Euch liegen Hunderte von Leichen. So ergeht es John, der außer seinem Namen nichts mehr zu wissen scheint. Eine asiatische Fremde befreit ihn und bringt in zu einer entlegenen Hütte, in der er auf eine Gruppe Menschen trifft, die wie er unter Gedächtnisverlust leiden. Niemand traut dem anderen, obwohl die eigentliche Katastrophe außerhalb der Hütte stattfindet.

Regisseur Gonzalo López-Gallego kann meiner Meinung nach ein Großer seines Fachs werden, denn schon sein Found Footage Schocker Apollo 18 gefiel mir außerordentlich gut. Noch dazu wurde mit Sharlto Copley (District 9, Elysium, u.a.) ein echter Senkrechtstarter aus dem Science Fiction und Mysterybereich mit der Hauptrolle beschenkt. Beide haben ihre Hausaufgaben gemacht. Noch dazu kommt eine wirklich gelungene Kameraführung, begleitet von atmosphärischen Locations. Es wurde vermieden auf epische Musik oder Gewaltexzesse zu setzen – vielmehr ist es ein dichter Thriller zum Miträtseln.

Jeder gegen jeden gegen...?

Ein Großteil der Spannung wird dadurch aufgebaut, dass Johns Begleiter genauso wie er selbst Geheimnisse zu haben scheinen, die nicht mal ihnen selbst bewusst sind. Jede Menge gegenseitiges Misstrauen treffen hier auf eine Gefahr von außen, die den Figuren ebenfalls ein Rätsel ist. In den Nebenrollen treten Thomas Kretschmann (King Kong, Der Pianist, u.a.), Josie Ho (Contagion, Street Fighter, u.a.), Joseph Morgan (Alexander, Krieg der Götter, u.a.), Erin Richards (Gotham, The Quiet Ones, u.a.) und Max Wrottesley (Hugo Cabret, Captain Phillips, u.a.) in Erscheinung, die allesamt eine ordentliche Leistung abliefern.

© Universum Film
Hin und wieder verläuft Open Grave ein bisschen schleppend und die Story kann sich von typischen Nervmitteln à la „jeder geht alleine irgendwo hin“ nicht ganz loslösen. Das bedeutet, dass die eine oder andere unlogische Aktion der Figuren – manche würden es „dumm“ nennen – nicht vermieden werden kann. Und wo wir gerade dabei sind zu meckern: an die Stimme von Thomas Kretschmann werde ich mich wohl nie gewöhnen. In der Videothek werdet Ihr den Film wohl meistens in der Horror-Ecke finden, daher möchte ich Euch gleich von vornherein warnen: Open Grave ist kein Horrorfilm!

Was ist Open Graves denn nun?

Es ist ein Mix aus The Walking Dead, The Crazies und dank des großartigen Sounds und Scores auch 28 Days Later. Dagegen spricht aber, dass es sich hier nicht um einen reinen Zombiefilm dreht. Er könnte ebenso mit Lost, Carriers, Buried oder The Last Seven verglichen werden. Dank der Story und der Auflösung, die ich hier nicht verraten möchte, ist es schwierig ihn in eine Schublade zu stecken. Genau das hebt Open Grave dann schließlich auch ab von herkömmlicher Videotheken-Ware.

Fazit: Trotz ein paar Längen und nicht immer logischen Unternehmungen der Figuren inszeniert Gonzalo López-Gallego einen dichten, spannenden Mystery-Endzeit-Was-auch-immer-Thriller, der den Zuschauer rätseln und mitfiebern lässt. Abgesehen vom trashigen Titel, der hier aber passt, ist Open Grave technisch gesehen ein solider Streifen, der durch einen super Score besticht. Empfehlenswert!


Freitag, 26. September 2014

TView: Kokainsüchtiger Comic-Affe kämpft gegen Nazis

Hallo Zusammen,

meine TView für diese Woche enthält einen bunten Mix aus allem Möglichen, es dürfte für jeden etwas dabei sein. Eine Gemeinsamkeit haben aber alle meine vorgeschlagenen Filme: "Groß". Ein großer Affe, ein Mann, der groß im Geschäft ist, eine große Schlacht und eine große Wendung. Lest weiter und findet heraus, was Euch dieses Wochenende im TV erwartet - viel Spaß :)

Äffchen allein in NY

Das Wochenende beginnt mit einem Klassiker: Peter Jacksons King Kong am Freitag, 20:15 Uhr auf RTL II. Eine Empfehlung für jeden, selbst wenn der Film schon gesehen wurde. Er ist einfach unterhaltsam! Mein Vater hat ihn sich letztes Jahr auf Englisch angesehen … und er kann kein Englisch^^ So viel dazu ;) Bringt aber Zeit mit, der Film dauert bis Mitternacht.

Wie Breaking Bad, nur ganz anders

Das schließe ich aus der Filmbeschreibung^^ RTL II zeigt Blow mit Johnny Depp am Samstag um 22:40 Uhr. Ob es ein Muss-Film ist, kann ich noch nicht sagen, ich habe ihn selbst noch nicht gesehen. Die Bewertungen auf zelluloid.de lesen sich aber ziemlich gut, also warum nicht ;)

Comic-Helden zusammen in NY...

...sieht man in Marvel’s The Avengers am Sonntag um 20:15 Uhr auf RTL. Ich muss zu meiner Schande gestehen, ich habe diesen Film noch nicht gesehen. Und ja, auch die anderen Marvel-Filme habe ich mir noch nicht angeschaut. Aber das wird sich mit diesem Sonntag ändern, versprochen ;)

Von Hass und seinen Folgen

Das Wochenende endet mit einem modernen Klassiker. Und dieser hat es wirklich in sich. Einer der besten Filme, die ich kenne. Definitiv ein Muss für jeden Filmbegeisterten. Definitiv ein Film, der gesehen werden sollte. Auch in Schulen. Auf den Inhalt will ich nicht eingehen, denn ich möchte nicht mit meiner Beschreibung etwas vorwegnehmen und so riskieren, dass Ihr euch diesen Film nicht anschaut. Die Rede ist von American History X mit Edward Norton (Fight Club, Roter Drache, u.a.) und Edward Furlong - zu sehen am Sonntag, 23:05 Uhr auf ProSieben.


© New Line Cinema

Samstag, 20. September 2014

Filmtipp: Sin City: A Dame To Kill For - sexy, düster & brutal - ohne Wow-Effekt

Endlich, endlich, endlich! Sin City zählt zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Grafisch ein Meisterwerk, das zeitlos, schwarz und atmosphärisch ist. Je näher Sin City: A Dame To Kill For rückte, desto mehr musste ich mir ins Bewusstsein rufen, dass der große Wow-Effekt in Sachen Stil und Optik nun wohl nicht mehr auftreten würde. Bestenfalls der Spaß am Bewährten. Und was soll ich Euch sagen, es ist exakt so gekommen.
 

Wer ist nicht mehr dabei? „Dwight McCarthy” wird dieses Mal nicht von Clive Owen gespielt, sondern von Josh Brolin (Planet Terror, Gangster Squad, u.a.). Dwight musste sich in der Zeit zwischen A Dame To Kill For und The Big Fat Kill einigen Gesichts-OP’s unterziehen, was in Sin City bereits erwähnt wurde. Brolin spielt nun den originalen Dwight. Nach dem tragischen Tod von Michael Clarke Duncan hat Dennis Haysbert (24, Jarhead, u.a.) dessen Rolle als junger Manute gut übernommen. Hier wird u.a. geklärt, wie Manute zu seinem Goldauge kommt. Die „tödliche kleine Miho“ wird dieses Mal verkörpert von Jaime Chung (Hangover 2, SuckerPunch, u.a.). Devon Aoki hatte schlichtweg keine Zeit. Ebenfalls nicht mehr mit an Bord sind Nick Stahl, Benicio del Toro, Brittany Murphy (auch tot), Elijah Wood, Michael Madsen und Josh Hartnett. Schade, denn die Figuren von del Toro, Hartnett oder Wood hätten mit Sicherheit noch ein paar Background Stories auf Lager gehabt. Last but not least hat Quentin Tarantino dieses Mal keine Rolle als Gast-Regisseur eingenommen.

Wer ist neu im Team Sin City? Neben Josh Brolin, Jaime Chung und Dennis Haysbert spielen vor allem Eva Green (Casino Royale, Perfect Sense, u.a.) als „Ava Lord“ und Joseph Gordon-Levitt (Inception, The Dark Knight Rises, u.a.) als „Johnny“ zentrale Rollen im zweiten Teil. Kauzige Kurzauftritte gibt es zudem von Juno Temple und Ray Liotta in flagranti sowie von Christopher Lloyd, Lady Gaga und Christopher Meloni. Fans des ersten Teils wird es aber beruhigen die vertrauten Gesichter (und Körper) von Jessica Alba, Rosario Dawson, Micky Rourke, Bruce Willis und Powers Boothe zu sehen. Insgesamt ist die Mischung an Köpfen und Charakteren auch dieses Mal wieder super gelungen.

Ja, was denn nun?

In den USA ist der zweite Teil an den Kinokassen brutal gefloppt. Ich habe mich davon nicht beeindrucken lassen, weil die Jungs und Mädels da drüben auch Teil 1 zuerst keine Chance geben wollten. Doch tatsächlich gehen die Meinungen über A Dame To Kill For auch hierzulande weit auseinander. Auf moviepilot geben die Kritiker dem Film nur eine unterdurchschnittliche 4.8, die Community dagegen eine 6.8. 74% Prozent gibt's von zelluloid.de-Usern, 75% von cinema.de. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.


© Splendid Film GmbH


Anstatt sich völlig neu zu erfinden ist Regisseur Robert Rodriguez (Machete, Desperado, u.a.) seinem Erfolgskonzept treu geblieben. Wieder liefert er drei interessante Geschichten begleitet von Monologen, gefilmt im Film-Noir-Stil der Comics von Frank Miller. Wieder ist jede von ihnen gefüllt mit Hoffungslosigkeit, Wut, Gewalt, Gier, Arroganz, Erotik und Sarkasmus. Und wieder sind die selbstzerstörerischen Seelen das, wovon die Handlung lebt. Über die Effekte darf auch in 3D gestaunt, über den einen oder anderen Gag geschmunzelt werden. Josh Brolin nimmt man Dwight anfangs nur schwer ab, je mehr sich der Film dem Ende nähert, desto einfacher wird es aber. Eva Green lebt ihre ganze Goth-Erotik aus, ohne dabei ihrer Figur die völlige Dämonin im Leib glaubhaft zu verleihen. Das schaffen nur die roten Lippen und die giftgrünen Augen.

Oh, Johnny! Marv und Nancy in Bestform

Sympathieträger sind Micky Rourke als Marv - dem mit Just Another Saturday Night eine eigene Story geschenkt wurde - und Jessica Alba als Stripperin Nancy. Während sich Marv gewohnt belustigt am Ableben anderer durch die Story tötet, macht gerade Nancys Wandlung zur Kampfamazone die Sache spannend. Ihre Figur verkraftet den Tod von Hartigen (Bruce Willis) nicht und droht körperlich wie seelisch daran zu zerbrechen. Ihr Fluchtplan: Rache. Leider wird Alba hier zu wenig Leinwandzeit gegeben, mal abgsehen vom zig mal halbnackt auf der Bühne tanzen. Trotzdem machen diese beiden Spaß. Überraschend cool bringt sich die Figur „Johnny“ ins Spiel. Johnny ist ein überheblicher Spieler, der zwar einen Plan zu haben scheint, vor lauter Ignoranz gegenüber der Realität in BasSin City aber daran zerbricht. Kein Held, sondern die perfekt überbrachte Selbstüberschätzung - und genau diesen Typen spielt Joseph Gordon-Levitt hervorragend.

Fazit: Sin City: A Dame To Kill For bietet drei im Vergleich zu Teil 1 schwächer erzählte Geschichten. Die Effekte sind dagegen wieder einmal grandios, allerdings keine Überraschung mehr. Ausgerechnet die Hauptfiguren Ava und Dwight sind halbherzig inszeniert worden, was altbewährte Mitstreiter und kleinere Nebenschauplätze locker auffangen. Wären A Dame To Kill For und The Big Fat Kill nicht zwei, sondern ein Sin-City-Film – ich wäre noch immer begeistert und euphorisch. Ich bin und bleibe ein Fan von BaSin City und würde mir auch Teil 2 wieder anschauen. Übrigens auch einen Dritten!


Montag, 15. September 2014

Media Monday #168: Ein Held meiner Jugend und wovor ich mich in Filmen ekel

Hallo zusammen! Nach kleinerer Verschnaufpause habe ich mich nun wieder sieben Fragen gestellt. Wer schon immer wissen wollte, wer zu den Helden meiner Kindheit gehörte und wovor ich mich wie ein kleines Mädchen ekel in Filmen, der darf sich meine Antworten gerne durchlesen :) Auf geht's zum Media Monday, in die 168. Runde!


1. Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs und Watchmen waren mir persönlich deutlich zu langatmig. Ist einfach so.

2. Fragwürdige Moral ist so ziemlich eines der spannendsten Themen, die mich als Filmstoff interessieren. Sei es Rache und Selbstjustiz wie in Prisoners, Auge um Auge oder Gesetz der Rache oder aber der Überlebenstrieb, wie beispielsweise in Endzeit-Szenarien. Selbst in Beim Leben meiner Schwester muss über das Handeln der Mutter diskutiert werden. Wenn ein Film das schafft, ohne selbst eine eindeutige Position zu beziehen, dann ist das einfach interessant. Oder satirisch wie im Falle der Inglorious Basterds.

3. Teenager-Vampir-Werwolf-Was-weiß-ich-SciFi-Romanzen würde ich schon aus Prinzip nicht schauen/lesen, denn erstens bin ich kein Teenager mehr und zweitens sind mir entweder die Darsteller oder die Macher schlichtweg zu mies. Im Falle Twilight traf beides zu. Jep, wieder geschafft Twilight im Media Monday zu dissen, wooha!

4. Will man mir so richtigen Ekel verursachen in einem Film, gibt es nichts effektiveres als Insekten, denn diese krabbelnden, schleichenden Mistviecher finde ich selbst im Zoo oder im Wald abartig. Zeig mir hundert rollende Köpfe, gespaltene Därme oder erbrochenes Blut – alles in Ordnung. Aber bei Gewürm, Larven und Insekten hört’s einfach auf. Pfui, Spinne!

5. Helden der Kindheit: Für mich wird es nie eine/n bessere/n Police Officer geben als John McClane, schließlich überlebt der Mann praktisch alles ohne dabei einen lockeren Spruch zu vergessen. Schade, dass Stirb Langsam 5 so schwach war, aber insgesamt gehören Filme mit Bruce Willis seitdem nach wie vor zum Pflichtprogramm. Egal ob Armageddon, Lucky#Slevin, Sin City, 16 Blocks, Das 5. Element, Das Tribunal oder die großartigen Twelve Monkeys und Pulp Fiction.

6. Warum gibt es eigentlich nicht mehr Romane, die sich mit postapokalyptischen oder naturkatastrophalen Themen beschäftigen, ohne dabei gleich zu Trash zu verfallen oder langweiliges Standards abzuliefern? Sind die Themen so zu Massenware verkommen, dass sich niemand mehr traut richtig viel in eine solche Geschichte zu investieren? Ich habe seit Der Schwarm, Der Übergang oder Metro kein solches Werk mehr gefunden. Wer Tipps hat, gerne her damit!

7. Zuletzt gesehen habe ich Sabotage und das war überraschend okay, weil Schwarzenegger endlich mal wieder auf die Kacke haut, ohne dabei in Selbstironie zu verfallen. Klar, jede Menge derbe Sprüche muss man schon über sich ergehen lassen, aber es gibt einen netten Twist und viele Gesichter in ungewohnten Rollen, wie z.B. Mireille Enos, Sam Worthington oder Joe Manganiello. Geballert wird zwar auch, doch Sabotage ist mehr Thriller als Actioner und das gefiel mir.

Beide beim Media Monday #168 dabei: Arnie und McClane

Freitag, 12. September 2014

TView: Das Non-Film Wochenende

Hallo Zusammen,

das „Sommerloch“ ist vorbei  und mit ihm hat sich anscheinend auch das gute Fernsehprogramm verabschiedet. Während wir diesen Sommer phänomenale Filme wie Avatar, Hangover, District 9, oder Gesetz der Rache (bei diesem Film habe ich immer das starke Bedürfnis dem Protagonisten applaudieren zu wollen, so gut ist der Film) genießen konnten, ist das Fernsehprogramm jetzt geradezu trostlos. Nun gut, dafür haben die ganzen Serien und Shows wieder angefangen und an denen bediene ich mich jetzt für diese TView ;)

Non-Happy-Endings

Lieblingsserie? Eindeutig: Lost! Zweitliebste Serie? Breaking Bad! Und wer die Serie noch nicht gesehen hat, auf RTL Nitro läuft am Freitag und Samstag, 12.09.2014 - 13.09.2014, jeweils um 20:15 Uhr einen Breaking Bad-Marathon bis etwa fünf Uhr morgens. Gezeigt werden die ersten beiden Staffeln und zwei Folgen von Staffel drei. Ich habe die Serie in meiner Zeit in England kennen und lieben gelernt. Einfach jeder sprach darüber. Findet heraus warum ;)

Stefan kriegt Schläge

Wer für Samstag-Abend eine Alternative sucht, findet sie auf Prosieben um 20:15 Uhr mit „Schlag den Raab“. Im Jackpot sind diesmal zwei Millionen Euro. Jedes Mal hochspannend und witzig, also warum nicht ;)

Sonntags-Trash

Für mich persönlich ist einfach nichts dabei diesen Sonntag. Das einzige was mich halbwegs geködert hat, ist diese Filmbeschreibung:
„Wissenschaftler wollen Godzilla mithilfe eines schwarzen Lochs ausschalten. Doch das Experiment misslingt, denn eine Alien-Libelle fliegt durch das Loch und legt ihre Larven auf der Erde ab. Als diese schlüpfen, versorgen sie ihre Königin so gut, dass sie zum Rieseninsekt Megaguirus heranwächst.“


Wer darin auch so viel Potenzial wie ich sieht, darf sich um 18:05 Uhr auf Tele 5 (wo sonst^^) auf „Godzilla vs. Megaguirus“ freuen;)

Dienstag, 9. September 2014

Apokalypse in Düsseldorf: Zombies überrennen die Rheinpromenade

Es ist einer der schöneren Düsseldorfer Sonntage. Beim Gang von der Heinrich-Heine-Allee durch die Bolker Straße blinzeln Sonnenstrahlen durch die Gassen, viele Menschen sind auf den Beinen, quatschen, lachen. Man könnte fast behaupten, dass bis aufs strahlende Rheinlandwetter alles normal ist. Doch zwischen den Touristen und Stammgästen sitzen vereinzelt Personen mit hässlichen, blutverschmierten Fratzen und zerfetzten Klamotten. Ein paar Menschen schauen sich verdutzt um, andere schmunzeln. In der Masse fallen die seltsamen Gestalten trotzdem kaum auf. Noch nicht.

Je näher ich dem Burgplatz komme, desto mehr von ihnen tauchen auf und schlendern Richtung Schlossturm. Ich folge, denn dort wo sie hin marschieren will auch ich hin. Unter dem Motto Düss Hell Dorf sollte exakt dort an den Rheintreppen ein Aufmarsch der Zombies stattfinden. Und tatsächlich sind die zahlreichen, untoten Körper in der Überzahl. Abgesehen von ihrem drastischen Aussehen verhalten sie sich aber normal, essen Pommes, trinken Bier, unterhalten sich mit Passanten und lassen sich fotografieren. Irgendwie nicht sehr „tot“ das alles

Dann plötzlich schallen Sirenen durch die sonnige Idylle. Ein Raunen geht durch die Menge. Die Zombies legen ihre Menschlichkeit ab, lassen alles stehen und liegen, beenden die Gespräche und bewegen sich von den Rheintreppen in genau die Richtung, aus der das Geheule der Sirenen kommt. Schreie sind zu hören, ein grunzendes Grölen überdeckt den Alltagstrouble. Ich mische mich unter die gefühlt hundert Fotografen und Touristen, die ein paar Bilder des Spektakels einfangen wollen. Ein "Leitzombie" brüllt durchs Megafon wie ein betrunkener Hooligan und weist seinen Mitstreitern den Weg.

Dawn of the Dead am Rhein

Und so schlürfen über 1000 untote Horrorgestalten los über die sonnige Rheinpromenade. Ständig sind irgendwo schreiende Mädchen, weinende Kleinkinder und brüllende Untote zu hören. Ein großer Spaß. Irgendwie. Die Aufmerksamkeit ist der lauten Masse jedenfalls sicher. Ich laufe die Rheintreppen hinauf und versuche die auf der Rheinpromenade wandernden Zombies auf dem oberen Parallelweg zu überholen, um sie später abzufangen. Immer wieder halte ich am Gemäuer, schaue runter und fotografiere. Einige Zombies reagieren auf Schaulustige wie mich und laufen gegen die Wand, greifen mit ihren Armen nach oben bis das Megafon des Leitzombies sie wieder zu sich lockt. Ein typisches Rudelverhalten. Machen Zombies so etwas überhaupt?


Ein Rentnerpärchen starrt von der Mauer auf die seltsamen Gestalten herab und versteht die Welt nicht mehr. „Gegen was demonstrieren die denn? Das erschließt sich mir nicht“, sagt eine alte Dame. „Die demonstrieren nicht, das sind einfach nur Zombies“, antwortet ein Fotograf. Und er hat Recht. Viele Zombies, verschiedene Zombies. Zombies im Rollstuhl, schwangere Zombies, Zombies mit Zombie-Retriever, in Masken, Strapsen, Kleidern oder Seuchenschutzanzügen. Ein buntes Treiben. Eine riesige Wand voll blutverschmierter Gesichter. Und eben diese Wand rollt nun auf einen Open Air-Salsa-Kurs zu.

Zombies sind nicht sehr Salsa-affin

Ich bin froh die Truppe von oben zu filmen, so bietet sich mir ein fantastisches Schauspiel. Der DJ des Salsakurses warnt noch seine Tänzer: „So, liebe Leute, nur damit sich keiner erschrickt. Rechts sehen wir jetzt eine Horde Zombies auf uns zu kommen. Lasst uns doch ein bisschen Platz machen.“ Ein paar Tänzerinnen verstecken sich direkt. Andere staunen einfach nur. Über das Megafon schallt es tierische Geräusche und irgendetwas mit „Macht Platz ihr Hippies“. Einige tanzen einfach weiter und lassen sich nicht beirren. Doch nur Sekunden später ist die Tanzfläche bedeckt von grölenden Zombies. Dort wo gerade noch Hüften geschwungen wurden schleifen nun Knöchel. Ein super Bild.



Wenig später schafft es die gesamte Gruppe die Treppen hinauf und wandert nun auf den Alten Hafen und die Rheinstraße zu. Ein paar Jogger und Fahrradfahrer meckern gerade noch über die Leute, die die Wege versperren. Dann entdecken sie, was da auf sie zu kommt und bremsen hastig. Ich beschließe mich dieses Mal in etwa auf der Höhe der Alten Bastion näher an die Gestalten heranzuwagen. Einige reagieren sofort und springen auf mich zu, andere schlendern wie tot vorbei. Ich bekomme noch ein weiteres Mal richtig gute Bilder und folge den Zombies anschließend noch bis zur Uerige Brauerei. Dann trennen sich unsere Wege.

Der Zombiewalk war meiner Meinung nach ein voller Erfolg, weil viele der maskierten Wanderer so engagiert bei der Sache waren. Allein die staunenden Bilder der ahnungslosen Passanten und Salsatänzer waren es wert, sich dieses Spektakel mal aus der Nähe angesehen zu haben. Und es hätten vielleicht noch viel mehr Zombies werden können. Leider fand gleichzeitig noch ein Zombie-Run an der Galopprennbahn in Neuss statt – der ein oder andere Zombie hätte wahrscheinlich gerne an beiden Events teilgenommen.

Weitere Bilder vom Zombiewalk in Düsseldorf gibt’s HIER.