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Montag, 6. April 2015

Der Filmtipp: 50 Shades of Grey – Eine ehrliche Betrachtung in Wort und Schrift

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit den langersehnten Schockbuster 50 Shades of Grey anzuschauen. Was wurde nicht alles über die vermeintlich erotischste Bestsellerverfilmung aller Zeiten geschrieben und gesprochen. Ob der Kritiker nun will, oder nicht, die rekordverdächtigen Verkaufszahlen manifestieren den Streifen mit Dakota Johnson so oder so in den Büchern der Filmgeschichte. Was ich dazu zu sagen habe und mit welchen Worten der Film es verdient beschrieben zu werden seht ihr hier:

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© Universal Pictures 
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Fazit:
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So, bis zum nächsten Mal!

Sonntag, 22. März 2015

Der Filmtipp: Rache oder Helden der Selbstjustiz, Teil 2: John Wick - Tötungsmaschine Keanu Reeves rächt Hündchen, Auto und Frauchen

Es gab Zeiten, da dachte ich Keanu Reeves (Speed, Matrix, u.a.) wird seinen Ruf als "Neo" niemals wieder los. Dank einer kleinen Actioner-Perle namens John Wick könnte sich das nun ändern. Als Titelfigur ballert sich Ne…, sorry, Keanu durch eine Horde debiler Mafiosi und avanciert dabei zum Schrecken, der die Nacht durchflattert für so ziemlich jeden Kriminellen, der ihm im Weg steht. Nur ein Tipp vorab…wenn man sein Matrix-Image ablegen will, dann doch bitte nicht mit einem Mann-gegen-Mann-Showdown im Regen. Ich darf sehr bitten, Mr. Anderson…

Worum geht es überhaupt? Um eine tickende Zeitbombe. Um Profi-Ex-Killer John Wick, der den Tod seiner Frau verarbeiten muss. Um auszusteigen schwört er sich den todbringenden Mann in sich zu unterdrücken und ein friedliches Leben zu beginnen. Als Starthilfe dient ihm das letzte Geschenk seiner Frau, ein Welpe. Die Ruhe findet ein schnelles Ende als der Welpe bei einem Überfall stirbt und sich der Täter mit Wicks Mustang aus dem Staubt macht. Wick erfährt seinen Namen. Es ist der Sohn des russischen Mafiabosses Viggo Tarasov. Dieser weiß, dass ein schlafender Riese geweckt wurde und investiert in Schutzmaßnahmen.

Den kenne ich doch,...?!

Dass John Wick ambitionierter ist, als viele Genre-Kollegen bemerkt man gleich an mehreren Ecken. Bis in die kleinste Nebenrolle ist der Film besetzt mit bekannten Gesichtern. Willem Dafoe (Grand Budapest Hotel, The Hunter, u.a.), Bridget Moynahan (I, Robot, Lord of War, u.a.), Michael Nyquist (Verblendung, Mission Impossible: Phantom Protokoll, u.a.), Jason Isaacs (Der Patriot, u.a.), Ian McShane (Fall 39, Hercules, u.a.), Lance Reddick (Lost, White House Down, u.a.), John Leguizamo (Kick-Ass 2, Romeo & Julia, u.a.),…die Liste ist lang und großartig.

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In dieser Szene ballert Wick wirklich alle über den Haufen.
© Studiocanal
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Doch es sind nicht nur Namen, die den Unterschied machen. Jede Kampfszene ist rasant und fast schon theater-like durchchoreografiert, was zusammen mit Wicks robuster Konsequenz sehr unterhaltend ist. Jedenfalls, wenn man auf diese Sorte Action steht. Rau und dreckig geht anders. Deshalb würde ich ihn auch nicht mit Bryan Mills‘ Kompromisslosigkeit aus Taken vergleichen. John Wick ist stilsicher, poliert, in kontraststarke Farbfilter getaucht und wird begleitet von einem wirklich coolen Score inkl. Songs von Tyler Bates, Marilyn Manson und The Castle Vania.

Hinzu kommen ein paar echt nette Ideen, wie zum Beispiel die Bar bzw. das Hotel für pendelnde Auftragskiller, die innerhalb dieser Wände einem Friedenskodex unterliegen. Oder die Putzkolonne, die ohne zu fragen antanzt, sobald Mr. Wick mal wieder seinem Geschäft nachgegangen ist. Dank einer echt tollen Kameraarbeit bekommen wir von dem ganzen Spaß jedes Mal exakt die richtigen Blicke auf das Geschehen.

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Status: Auto weg, Hund tot, Gangster in Lebensgefahr
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Ob Absicht oder nicht, John Wick braucht diesen ganzen Stil-Schnick-Schnack dringend. Für einen ernsthaften Rachefilm mit eventueller Moraldiskussion und halbwegs „guten“ Gegenspielern ist die Story schlichtweg zu doof. Von der ersten Minute an wird uns Wick als das Grauen in Person gezeigt, da reichen ein totes Hündchen und ein gestohlener Mustang aus, um das Abschlachten einer gesamten Mafia-Familie zu billigen? Ist das Kerlchen jetzt hypersensibel oder einfach der rote Knopf, den man nie drücken sollte?

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In dieser Szene ballert Wick wirklich alle über den Haufen. 
© Studiocanal
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Dadurch, dass aber die ganzen technischen Spielereien eingebaut wurden, die Darsteller Overacting betreiben und hin und wieder Schmunzler dabei sind versteckt der Film seine Schwächen gekonnt und steht als kultiger Actioner in der Gunst vieler Filmkritiker. Ich akzeptiere das auch so, denn es gibt genügend Streifen aus dem Genre, die ihr dumpfes Drehbuch nicht verstecken konnten und bestenfalls als Durchschnitt und Massenware endeten.

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Fazit:
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John Wick ist ultrarasant, zu keiner Zeit langweilig und gespickt mit kleinen Details und Feinheiten, die ihn von der Genre-Masse abheben. Vor allem optisch und choreografisch überzeugt der Streifen auf ganzer Linie. Kein Wunder, dass Keanu Reeves Lust auf den Film hatte. Dazu dann noch klasse Sounds und ich bin zufrieden. Da stört es auch nicht, wenn die Handlung auf einer Drehbuch-Idee basiert, die irgendwie viel zu einfach und stupide ist. By the way, stand da wirklich gerade Eva Longoria unter den Namen der Produzenten?

In diesem Trailer ballert Wick wirklich alle über den Haufen.
© Studiocanal


Meine letzten drei Filmkritiken:

Zombiber
V/H/S: Viral
The Equalizer

Dienstag, 17. März 2015

Der Filmtipp: Zombiber - Bissige Biber und blutige Brüste - Trotzdem viel viel besser als gedacht! Trash-Spaß vom feinsten!

Brüste. Blut. Biber. Die Inhalte des neuen Trash-Sterns Zombiber sind schnell zusammengefasst. Dachte ich. Doch das Leben ist ja bekanntlich wie eine Schachtel Pralinen und so musste ich feststellen, dass ich mich geirrt habe. Brüste, Blut und Biber gibt es en masse, keine Frage – aber der Film ist doch ein ganzes Stück besser als ich dachte. Nein, ich bin geschockt! Geschockt, weil ich den Film einfach loben muss.

Worum geht es überhaupt? Jenn hat mit ihrem Freund Sam, der sie auf einer Party betrogen hat, Schluss gemacht. Nun möchte sie mit ihren beiden Freundinnen Zoe und Mary in einer abgelegenen Ferienhütte am See den Kopf wieder frei kriegen. Keine Handys, kein Internet, keine Männer. Dummerweise tauchen Sam und seine Freunde dort unangekündigt auf, was Jenns dauerscharfe Freundinnen aber gar nicht so übel finden. Zu Konflikten kommt es trotzdem. Zwar nicht mit den Jungs, dafür aber mit untoten Seebewohnern, deren Nest zuvor mit einer giftigen Substanz besprüht wurde.

Du denkst du hast alles gesehen, dann kommt Zombiber. Doch in der Masse der geldgeilen Trash-Produktionen ist dieser kleine Festival-Hit hier tatsächlich eine Überraschung. Er ist die pure Selbstironie schlechthin und versucht gar nicht erst mehr zu sein. Lässt man sich auf den Klamauk ein ist er besser als manche Hollywood-Komödie. Mich hatte der Film jedenfalls schon beim blutigen Hirsch-Intro.

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Es gibt schlimmere Momente zu sterben. Aus Biberblickwinkel jedenfalls.
© Splendid
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Anders als zum Beispiel bei Sharknado, den ich aber ebenfalls klasse finde, wurden die CGI-Effekte hier auf ein Minimum zurückgeschraubt. Die amokkrabbelnden Plüschviecher sehen richtig schön retro aus und verpassen dem Film einen nostalgischen 70er-Look. Es gibt jede Menge abgedrehte Biber-Moments und was soll ich sagen…selbst die Schauspieler und die deutsche Synchronisation erscheinen professioneller als befürchtet. Nix davon ist oscarreif, keine Frage, aber man merkt eben doch, dass hier bewusst parodiert und überspitzt wird. Nur halt ab 16.

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Spoiler: Der Hund heißt "Gosling" und stirbt - klasse! :D
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Wie gerade schon erwähnt machen die Darsteller ihre reduzierten Aufgaben absolut witzig und gut. Vor allem Cortney Palm als dauerscharfe Zoe mit Anti-Einstellung zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Okay, auch die Männerblicke. Irgendwie hat die Dame einen Hang zur Nacktheit (Sushi Girl, Silent Night, u.a.), aber auch ihren humoristischen Part erledigen sie und ihre Kollegen mit Bravur. Noch dazu gibt’s ein paar wenigstens halbbekannte Gesichter: Rex Linn (Cliffhanger, Django Unchained, u.a.) als Redneck Smyth, Comedian Bill Burr als abgelenkter Autofahrer Joseph und Brent Briscoe aus The Green Mile und Mulholland Drive.

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"Bombombombombombombom..."
© Splendid
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Woran der Zuschauer merkt, dass Zombiber eben doch ambitionierter ist, als gedacht? Am Mehrwert, der ganzen Machart drumherum. So gefielen mir schon die Fake-Poster, die passend zu den Oscar-Verleihungen veröffentlicht wurden (siehe unten). Das James-Bond-ähnliche Intro und der saukomische Biber-Swing-Song im Abspann verpassten mir ebenfalls ein dickes Grinsen im Gesicht. Und als Sahnehäubchen werden uns anschließend auch noch Outtakes gezeigt. Sorry, aber so geht Unterhaltung.

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Fazit
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Den abgeneigten Kultur-Cineasten sei gesagt, es ist definitiv der wichtigste, tiefgehenste Film des Zombiber-Genres! Ehrlich jetzt, mit der richtigen Erwartungshaltung macht dieser selbstironische Tierhorrorschinken einfach nur Spaß. Wer derben, flachen Humor aushält und sich mit effektlosen Killerbibern anfreunden kann, der wird am Ende noch mit einer kleinen Überraschung belohnt. Großartig!


Hier noch schnell die versprochenen Plakate früherer Biberwerke:

Beaverican Hustle:

Beavher:

Beaverity:

Sonntag, 15. März 2015

Der Filmtipp: V/H/S: Viral - peinlicher Youtube-Abschluss ohne Seele und Grusel, dafür aber zum Fremdschämen

Wer sich im Bereich „Found Footage“ ein wenig auskennt, der weiß, dass neben großen Kassenschlagern wie BlairWitch Project oder ParanormalActivity auch ein kleiner Kultfilm namens V/H/S in der Liga der Genre-Lieblinge mitspielt. Und obwohl Handkamerafilme und Sequels oft umstritten sind, schaffte es der zweite Teil sogar zu noch besseren Kritiken. Nun sollte die Reihe mit V/H/S: Viral beendet ruhmreich werden. Ein Ende, dass ich so nicht erwartet habe.

Worum geht es überhaupt? (An dieser Stelle schreibe ich immer eine kleine Inhaltsangabe, in diesem Fall ist das aber kaum möglich…) Puh, ja, worum geht es?... Ich verrate nicht zu viel, wenn ich berichte, dass der Film wieder eine Basis-Geschichte zeigt, die von kleineren, unabhängigen Horror-Episoden unterbrochen und begleitet wird. Wir sehen einen Teenager, der ein Star im Internet werden will und dies auch wird, allerdings auf eine ungewollte Art und Weise. Und dann sind da die kurzen Episoden von Magiern, Parallelwelten und mexikanischem Satanskult…

Mockumentary Wannabe

Du magst Kameragewackel nicht? Du hasst offene Enden? Du kannst Laiendarsteller nicht ab und verlangst zu sehen, was passiert? Dann bist Du eventuell nicht gemacht für das Genre. V/H/S: Viral schafft es allerdings sogar diejenigen abzuschrecken, die damit keine Probleme haben. Leute wie mich, die diese Stilmittel sogar stark finden. Der Film verkauft sich ganz dreist als Found-Footage-Streifen, macht aber gerade in Sachen Methodik alles falsch, was man falsch machen kann.

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Durchschnittlicher "Hipster-50-Shades-of-Gay-Blutiger-Sack-DVD-Abend"
© Drop-Out Cinema
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In der Magier-Episode, gespickt mit herrlich mies synchronisierten Interviews, verkauft Regisseur Gregg Bishop (Dance of the Dead, u.a.) sein Publikum für dumm und streut immer wieder normale Kameraaufnahmen ein. Das Handkamera-Flair verfällt schon nach wenigen Sekunden. In der Internet-Grundstory sehen wir das Gegenteil, negativ auf die Spitze getrieben. Das Flackern und Wackeln wirkt dermaßen penetrant und völlig fehl am Platz, dass ich schon nach 10 Minuten abbrechen wollte. Viel zu offensichtlich, dass die vermeintlichen Bild- und Tonprobleme anschließend digital nachgebessert wurden. Danke, Praktikant!

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Völlig / Hirnrissige / Sch***e
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Die Schnittfolge und die Erzählstrukturen sind drehbuchtechnisch eine große Katastrophe. Nur mal ein Beispiel: Ursprünglich hätte Regisseur Todd Lincoln (The Apparition, u.a.) noch eine vierte Episode auf Lager gehabt, die wurde aber kurz vor US-Start einfach mal gekickt. Hat es der Story geschadet? Fehlt jetzt irgendwas? Nö. Da waren schon vorher keine Zusammenhänge bemerkbar.

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Haben kein Bock mehr: Monrose. Egal, die Episode gibt's im Film eh nicht.
© Drop-Out Cinema
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Die anderen beiden Episoden der Regisseure Nacho Vigalondo (Extraterrestrial, u.a.), Justin Benson und Aaron Moorhead (Resolution, Spring, u.a.) passen etwas besser ins Gesamtkonzept. Sie sind bizarr und wirr, erinnern an die Sekte aus V/H/S-S oder die Dämonin aus Teil 1 und versuchen wenigstens am Genre-Stil festzuhalten. Aber auch hier killen Zeitlupen-Einlagen irgendwann die Authentizität. Das nostalgische VHS-Gefühl der ersten beiden Teile ist ohnehin getötet worden. Es lebe Youtube, es lebe Go-Pro, juhu…

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Fazit:

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Wer V/H/S mochte und V/H/S-S vielleicht sogar noch etwas besser fand, der wird diesen Film hier hassen. Er ist nichts weiter als völlig chaotische Geldmacherei, inszeniert von Amateuren, die gegen jeden Filmstudenten alt aussehen. Grusel will zu keiner Sekunde aufkommen, bestenfalls unfreiwillige Komik. Unterhalten kann das schon, insgesamt sind die neuen Episoden und vor allem die Basic-Story mit ihrer Möchtegern-Auflösung aber nur blutleer und peinlich.


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Sonntag, 8. März 2015

Der Filmtipp: Rache oder Helden der Selbstjustiz, Teil 1: The Equalizer - Denzel Washingtons lahme One Man Show

Hi Freunde,

in den kommenden Tagen möchte ich Euch drei Filme näher bringen, die allesamt ähnliche Geschichten, Typen und Strukturen vorweisen. The Equalizer aus 2014, Taken 3 und John Wick. Ihr seht, es geht um heldenhafte Rächer, die mit der Moralfrage spielen. Gemeinsam haben sie, dass sie eine gewisse Fanbase besitzen und teils sehr unterschiedliche Kritiken einsammeln. Fangen wir mal an mit The Equalizer.

Worum geht es überhaupt? Robert McCall ist ein ehemaliger Agent mit Tötungstalent im Ruhestand. Zwar hat sich der introvertierte Mann in Boston zurückgezogen, doch der gläubige Christ ist ein Verfechter absoluter Gerechtigkeit und tritt hin und wieder noch für diejenigen ein, die sich selbst nicht helfen können. Im Falle der jungen Prostituierten Teri fällt Robert komplett in alte Muster zurück. Als seine junge Gesprächspartnerin aus dem seinem Stammlokal schließlich Ärger mit der russischen Mafia bekommt und verletzt wird startet er einen Rachefeldzug gegen jeden, der mit der Tat in Verbindung steht.

Mit Training Day feierten Denzel Washington (Flight, Inside Man, u.a.) und Regisseur Antoine Fuqua (King Arthur, Olympus Has Fallen, u.a.) einen der größten Erfolge ihrer jeweiligen Karrieren. Für die Adaptierung der Erfolgsserie aus den 80ern starteten sie nun eine weitere Zusammenarbeit, die mit großem Tamtam angekündigt wurde. Das Resultat ist eher enttäuschend. Denzel Washington liefert nichts weiter ab, als eine weitere „Too-Cool-For-School“-Figur. Zwar versteckt das Drehbuch diese Unkreativität hinter erzwungenen Moralfragen, spirituellem Bockmist-Gefasel und Möchtegern-Tiefe, doch mehr ist da einfach nicht. Dazu dann noch Leon Bodens typische Denzel-Synchro und man hat blitzschnell das Gefühl alles schon zig mal gesehen zu haben. 

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"Aber Vooorsicht, it's cool, man!"
© Sony Pictures
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Und da haben wir auch gleich das Problem. Mangelnde Ideen, fehlende Tiefe und starre Dialoge können heutzutage trotzdem abgefeiert und verblendet werden. Optisch ist der Film nämlich ganz nett geworden. Für mich persönlich etwas zu stilisiert, ich stehe da eher auf’s Grobe, Dreck, Grau und raue Authentizität. Nicht diese Kontraststärke, ständige Zeitlupen und alles in schön bunt und knallig. Dazu dann ein Score, der die durchchoreografierte Action im Gangsterstyle begleitet. Und selbst wenn man sich darauf einlässt, dann machen Filme wie John Wick das noch eine Spur besser. 

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"Du spielst so 'nen Russen, der aussieht wie ein tätowierter Latino. Also den Bösen."
© Sony Pictures
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Bei Filmen über Selbstjustiz hätte ich mich gefreut, wenn der Gesetzeskonflikt (oder wenigstens das Gewissen) noch irgendwie angesprochen würden. Dem ist hier aber nicht so, dem Zuschauer wird gar nicht die Möglichkeit gegeben die Taten von Baumarktkiller Robert in Frage zu stellen. Ein Moviepilot-User beschrieb die ganze Sache passend mit folgenden Worten: 

„Denzel Washington ist Batman, Robin Hood und Mutter Theresa in einer Person. Dazu steht er gerne mysteriös in dunklen Ecken oder meuchelt sich ultrastylisch in Zeitlupe, im Regen durch russische Mafiaschergen.“

Die angebliche Gewaltorgie stelle ich hier allerdings auch nicht fest. Nicht falsch verstehen, ein Film ist nicht besser, nur weil’s mehr Blut und Action gibt. Aber so gar nichts bei The Equalizer schockt, überrascht und oder hebt sich sonst wo ab aus der Genre-Masse. Generell wollte bei mir über die gesamte Filmlänge nicht großartig Spannung aufkommen. Darüber hinaus hätte ich mich gefreut, wenn Chloe Grace Moretz (Let Me In, Kick-Ass, u.a.) etwas mehr Screentime erhalten hätte. Oder, wenn sie diese belanglose Rolle erst gar nicht angenommen hätte.

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Fazit:
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Kein Thriller, kein Gangsterkult, kein Drama - irgendwas dazwischen. Für einen netten DVD-Abend reicht das aber alles aus, keine Frage. Es ist ein solider Actionfilm, der von der Machart her ganz interessant aussieht. Aber etwas Besonderes kann ich absolut nicht erkennen. Er ist ein Sandkorn im Meer und nicht wirklich spannend. Und das ist schade, wenn man in Filmen wie Flight oder Training Day sieht, wozu Denzel Washington eigentlich im Stande wäre.


Sonntag, 1. März 2015

Der Filmtipp: American Sniper - Sieg Kyle! Die große Lüge jetzt auch als Propaganda-Filmchen mit Hollywood-Liebling und tollen Poster-Sprüchen

U.S.A! U.S.A! U.S…Oh, sorry. Hi Buddies! Kennt ihr Eddie Ray Routh? Eddie ist 27 Jahre alt und Ex-Soldat. Er wurde vor kurzem im US-Bundesstaat Texas zu lebenslanger Haft ohne Chancen auf Bewährung verurteilt. Wegen Mord. Vor rund zwei Jahren erschoss er Chad Littlefield und Chris Kyle. Eddies Problem, keiner kannte ihn. Sein Opfer Chris Kyle war (und ist) dummerweise ein amerikanischer Held. Ein ehemaliger Navy Seal, bekannt als „Legend“. Wir kennen ihn als American Sniper.

Chris Kyle tötete in seinen Irak-Einsätzen 255 Menschen, 160 davon verifiziert. US-Militärrekord. Bradley Cooper (Silver Linings, Serena, u.a.) verkörpert den gefeierten Nationalhelden nun in der Verfilmung seines Buches „American Sniper: The Autobiography of the Most Lethal Sniper in U.S. Military History“. Es geht um den Scharfschützen Chris Kyle, seine Einsätze im Irak und seine Probleme in der Heimat damit abzuschließen. Das Werk wurde sechsmal für den Oscar nominiert und gilt als finanziell erfolgreichster Kriegsfilm Amerikas. Er spaltet die Meinungslager, wie kein zweiter Film. Und er ist schlecht. 

Wie bereits erwähnt wird Kyle vom moppeligen „Mr. Nice Guy“ Bradley Cooper als Inbegriff amerikanischer Ehrenbürger inszeniert. Ein texanischer Cowboy, der von seiner streng-christlich erzogenen Familie einen Beschützerinstinkt verpasst bekam. Nach einem Attentat auf zwei US-Botschaften in Ostafrika 1998 lässt er sich aus Pflichtgefühl zum Navy Seal rekrutieren. Was für ein Kerl. Sein Weg wird schnell und nicht gerade realistisch abgespult. Schwupps ist er bei den Seals. Mit 30 Jahren. Schwupps findet er noch schnell seine spätere Ehefrau, die Seals hasst, mit Alk und Charme aber sofort anbeißt. Schwupps kommt die Hochzeit. Schwupps kommt der Irak. Dazu noch schnell ein paar Bedenken, weil der kleine Bruder mit muss (nach ihm kräht später aber kein Hahn mehr).

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"Clint, ich kann das so nicht sagen! Was? Ja ist ja gut."
© Warner Bros.
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Die Sichtweise des Films ist so beschränkt, wie das Fernrohr eines Sniper-Gewehrs. Und das ist pure Absicht, dazu später mehr. Kyles Ausbildung wird als hart angeschnitten, aber durch lockere Sprüche verharmlost. Kaum im Irak, „dem neuen Wilden Westen im alten Mittleren Osten“, wird schnell klar, dass alles was Amerika dort tut, gerechtfertigt ist. Kyle macht von Beginn an keine Fehler. Nicht einen! Jeder Schuss rettet Leben. Dieser These verleiht Clint Eastwood absolute Berechtigung durch Irakis („Wilde“) als das personifizierte Böse: Den Kollaborateur, „das Arschloch“, „den Schlächter“ und Mustafa, Kyles für den Film erfundenes, arabisches Pendant.

Im Buch schrieb unser Held „Es war meine Aufgabe, zu schießen und ich bereue es nicht. Meine Schüsse haben Amerikanern das Leben gerettet“, und ergänzte: „Ich bedauere nur, nicht noch mehr Feinde erschossen zu haben.“ Damit er ein Held bleibt wurde das Zitat für den Film schnell mal umgeschrieben. Dort wird Kyle folgendes sagen: „Ich bin bereit vor meinen Schöpfer zu treten und mich für jeden tödlichen Schuss zu verantworten. Was mich verfolgt sind all die, die ich nicht retten konnte.“ Ist das nicht rührend?

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American Liar
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Kyle bleibt im Film trotz Heldenstatus immer bescheiden. Was dort nicht mal erwähnt wird: In Wirklichkeit holte der Mann aus seinem Ruhm 1,6 Millionen verkaufte Biografie-Exemplare, eine TV-Dokusoap und Bronzestatuen in der Heimat. Was auch nicht auftaucht sind Kyles nachgewiesene Lügen. Die zwei Autoräuber, die er in Texas mal erwischt haben soll existierten nie, ebenso die 30 Plünderer in New Orleans, nach Hurrikan „Katrina“, die er vom Dach aus abgeschossen haben will. Die bekannteste Lüge: Kyle will Ex-Wrestler und Ex-Gouverneur Jesse Ventura in einer Kneipe k. o. geschlagen haben, als Strafe für negative Statements über die US-Truppen. Für diese Lüge erhielt Ventura vom Gericht 1,9 Millionen Dollar Schadensersatz. Übrigens wusstet ihr, dass ursprünglich Steven Spielberg den Film drehen sollte? Er wollte auch die arabische Seite mehr beleuchten. Das lehnten die Studios ab und nannten als Argument zu hohe Kosten. Spielberg stieg aus.

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„Who wants to send a message to al-Quaida?“
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Der Spiegel schreibt Coopers Darstellung von Kyle sei „besonders und zugleich beunruhigend“. Seth Rogen twitterte, der Film erinnere ihn an Nazi-Propaganda. Tatsächlich erinnert mich die konstant einseitige Perspektive an den fiktiven Nazi-Streifen „Der Stolz der Nation“ aus Quentin Tarantinos Inglorious Basterds. Dort ballert Deutschlands bester Schütze Fredrik Zoller (Daniel Brühl) den Gegner im Alleingang ab, von einem umzingelten Wachturm aus. Tarantino verarscht dort weltklasse, was Filme wie American Sniper oder auch Herz aus Stahl stumpf wie Brot tatsächlich abliefern. Einziger Unterschied, die Navy Seals schaffen das sogar während eines Sandsturms. Unbeschadet. Rechtspopulisten wie Sarah Palin sind begeistert.

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Gott. Land. Familie. Hooyah!
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Waffenfreund Eastwood gaukelt uns vor, sein Film zeige auch die negativen Seiten. Zum Beispiel als Kyles Bruder völlig verstört in den Flieger steigt und nach Hause will. Doch irgendwie wirkt es trotzdem so, als sei es ein Zeichen von Schwäche. Auch Kyles Probleme den Krieg in der Heimat zu verarbeiten werden nur angeschnitten durch Klischees, wie Traumata durch Gewehrgeräusche, oder Aggression. Wie er es am Ende schafft? Natürlich von selbst. Er hilft Veteranen, natürlich durch Tipps am Schießstand, ihr Selbstwertgefühl zu erneuern („Fühlt sich an, als hätte ich meine Eier wieder.“). Würg. Ernsthafte Herangehensweise an das vielleicht interessanteste Thema der ganze Sache? Null.

American Mobile. Ständig erreichbar. Zum Schwangertarif.
© Warner Bros. Pictures Germany

Inhaltlicher Bullshit wird hier durch gute Kamerafahrten und einen wirklich soliden Score wenigstens technisch noch aufgefangen. Sienna Miller wird als immerheulende Frau chronisch unterfordert. Bradley Cooper schafft es nur in wenigen Momenten echte Emotionen zu vermitteln. Auch aus neutraler Sicht ist der Film nur Durchschnitt und vier von sechs Oscar-Nominierungen ein echter Witz, wenn man bedenkt, dass Ralph Fiennes, Jake Gyllenhaal und Co. nicht mal bedacht wurden. Bei 60 Millionen Dollar Budget hätte man wenigstens ein echtes Baby zeigen können und nicht nur eine Puppe. Kein Witz! Der Trailer war gut. Joa. Der hat mir gefallen.

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Fazit:
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Versuchen wir mal für einen Moment der Wahrheit ins Auge zu sehen: Chris Kyle war ein Auftragskiller, kein Held. American Sniper ist pure Blendung. Eine republikanische Ideologie, verpackt in einem langatmigen Popcorn-Movie, in dem bärtige Vaterfiguren Kinder erschießen und trotzdem mit Flagge und Trompete beerdigt werden. Auf technischem Level durchaus sehenswert, doch die Erzählweise ist grober Unfug.


Übrigens: Dass Eddie Ray Routh - der Täter - unter posttraumatischer Belastungsstörung aus dem Irak-Krieg leide, kaufte die Jury ihm so nicht ab. Seiner paranoiden Störung sei vielmehr durch Alkohol und Drogen eine Psychose erwachsen. Über die Entscheidung des Strafmaßes wurde im selben Zeitraum verhandelt, in dem American Sniper in den Kinos anlief. Rouths Anwalt Warren St. John fragte damals den Hollywood-Reporter: „Kann es einen fairen Prozess geben?“




Montag, 23. Februar 2015

Oscars 2015: Birdman, Grand Budapest Hotel & Whiplash räumen ab, Eddie Redmayne & Julianne Moore "best actors" - alle Gewinner & Verlierer

Die 87. Verleihung der Oscars ist vorbei. Die großen Gewinner des Abends heißen Birdman und Grand Budapest Hotel, dicht gefolgt von Whiplash. Im Vergleich dazu ist American Sniper mit einem Preis abgestürzt. Sein Debüt als Gastgeber der Academy Awards gab Neil Patrick Harris (How I Met Your Mother, Gone Girl, u.a.) mit einer für mich überraschend durchschnittlichen Performance. Ein nettes Musical-Intro und eine gelungene Whiplash/Birdman-Einlage konnten die insgesamt eher lahmen Gags nicht verbergen.

Generell war die Oscarnacht dieses Mal schwer zu genießen. Was hatten wir nicht alles... wir hatten einen Bildausfall gleich bei der ersten Bekanntgabe...jede Menge Werbung (Ich habe jedenfalls jetzt schon keine Lust mehr auf PosterXXL.de, Gotham oder Johannes Oerding), miese Auftritte von Adam Levine, Rita Ora und Lady Gaga...generell eine sehr lahme Atmo.

In Erinnerung blieb mir Terrence Howard, der eigentlich nur drei Filme ansagen sollte und dabei schon Luft schnappen musste. Was war das? Zweiter Strange-Moment: Ich zitiere einen Moviepilot-Tweet: "We live in the most incarcerated country in the world." - John Legend feat. unangenehmstes Einzellachen im Publikum aller Zeiten."

Zu meinen persönlichen Aha-Momenten zählten u.a.: Patrica Arquettes Rede für die Gleichberechtigung und Gleichbezahlung der Frau in den Vereinigten Staaten, Neil Patrick Harris' Birdman-Whiplash-Einlage, die polnische Danksagung mit Überlänge, eine mit den Tränen kämpfende Meryl Streep beim Ansagen des In Memoriam und eine einzige Überraschung bei den Preisvergaben: Julianne Moore. Schön wie sie und Eddie Redmayne sich darüber freuen konnten.

© ABC/AMPAS



Bester Film

American Sniper
Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit
Boyhood
Die Entdeckung der Unendlichkeit
Grand Budapest Hotel
The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben
Selma
Whiplash

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Beste Regie

Grand Budapest Hotel (Wes Anderson)
Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit (Alejandro Gonzalez Inarritu)
Boyhood (Richard Linklater)
Foxcatcher (Bennett Miller)
 The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben (Morten Tyldum)

Danke Alejandro, für einen besonderen Film! © 20th Centruy Fox


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Bester Hauptdarsteller

Foxcatcher (Steve Carell)
American Sniper (Bradley Cooper)
The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben (Benedict Cumberbatch)
Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit (Michael Keaton)
Die Entdeckung der Unendlichkeit (Eddie Redmayne)

Bin sicher, dass er das verdient hat. Glückwunsch! © Universal Pictures


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Beste Hauptdarstellerin

Zwei Tage, eine Nacht (Marion Cotillard)
Die Entdeckung der Unendlichkeit (Felicity Jones)
Still Alice (Julianne Moore)
Gone Girl - das perfekte Opfer (Rosamund Pike)
Der große Trip - Wild (Reese Witherspoon)

Überraschung gelungen! Glückwunsch! © BSMStudio / polyband


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Bester Nebendarsteller

Der Richter - Recht oder Ehre (Robert Duvall)
Boyhood (Ethan Hawke)
Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit (Edward Norton)
Foxcatcher (Mark Ruffalo)
Whiplash (J. K. Simmons)

Gratulation, J.K. Simmons! © Sony Pictures Releasing GmbH


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Beste Nebendarstellerin

Boyhood (Patricia Arquette)
Der große Trip - Wild (Laura Dern)
The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben (Keira Knightley)
Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit (Emma Stone)
Into The Woods (Meryl Streep)

Wo ist Mama? Sie hat gewonnen! © Universal 


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Bestes Originaldrehbuch

Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit (Alejandro G. Inarritu, Nicolas Giacobone, Alexander Dinelaris, Jr. & Armando Bo)
Boyhood (Richard Linklater)
Foxcatcher (E. Max Frye, Dan Futterman)
Grand Budapest Hotel (Wes Anderson, Hugo Guinnes)
Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis (Dan Gilroy)

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Bestes adaptiertes Drehbuch

American Sniper (Jason Hall)
Die Entdeckung der Unendlichkeit (Anthony McCarten)
The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben (Graham Moore)
Inherent Vice - Natürliche Mängel (Paul Thomas Anderson)
Whiplash (Damien Chazelle)

"Yeah, wir haben einen!" Glückwunsch! © SquareOne Entertainment


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Bester Animationsfilm

Baymax - Riesiges Robowabohu (Don Hall, Chris Williams, Roy Conli)
Die Boxtrolls (Anthony Stacchi, Graham Annable, Travis Knight)
Drachenzähmen leicht gemacht 2 (Dean DeBlois, Bonnie Arnold)
Die Legende der Prinzessin Kaguya (Isao Takahata, Yoshiaki Nishimura)
Song of the Sea (Tomm Moore, Paul Young)

"Everything is awes...oh."..Na gut, Glückwunsch. © Disney

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Bester animierter Kurzfilm

The Bigger Picture (Daisy Jacobs, Christopher Hees)
The Dam Keeper (Robert Kondo, Dice Tsutsumi)
Liebe geht durch den Magen (Patrick Osborne, Kristina Reed)
Me and my Moulton (Torill Kove)
A Single Life (Joris Oprins)


Bester fremdsprachiger Film: Ida

Glückwunsch, Polen! © Opus Film


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Bester Kurzfilm

Aya (Oded Binnun, Mihal Brezis)
Boogaloo and Graham (Michael Lennox, Ronan Blaney)
Butter Lamp (Hu Wei, Julien Feret)
Parvaneh (Talkhon Hamzavi, Stefan Eichenberger)
The Phone Call (Mat Kirkby, James Lucas)

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Bestes Szenenbild

Grand Budapest Hotel (Adam Stockhausen, Anna Pinnock)
The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben (Maria Djurkovic, Tatiana Macdonald)
Interstellar (Nathan Crowley, Gary Fettis)
Into The Woods (Dennis Gassner, Anna Pinnock)
Mr. Turner - Meister des Lichts (Suzie Davies, Charlotte Watts)

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Beste Kamera

Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit (Emmanuel Lubezki)
Grand Budapest Hotel (Robert Yeoman)
Ida (Lukasz Zal, Ryszard Lenczewski)
Mr. Turner - Meister des Lichts (Dick Pope)
Unbroken (Roger Deakins)

Ohne Konkurrenz, Glückwunsch! © 20th Centruy Fox


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Bestes Kostümdesign

Grand Budapest Hotel (Milena Canonero)
Inherent Vice - Natürliche Mängel (Mark Bridges)
Into The Woods (Colleen Atwood)
Maleficent - Die dunkle Fee (Anna B. Sheppard, Jane Clive)
Mr. Turner - Meister des Lichts (Jacqueline Durran)

Glückwunsch, Milena Canonero! © 20th Century Fox


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Bester Dokumentarfilm

Citizenfour (Laura Poitras, Mathilde Bonnefoy, Dirk Wilutzky)
Finding Vivian Maier (John Maloof, Charlie Siskel)
Last Days in Vietnam (Rory Kennedy, Keven McAlester)
Das Salz der Erde (Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado, David Rosier)
Virunga (Orlando von Einsiedel, Joanna Natasegara)

Muss ich noch gucken, Glückwunsch! © Praxis Films


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Bester Dokumentar-Kurzfilm

Crisis Hotline: Veterans Press 1 (Ellen Goosenberg Kent, Dana Perry)
Joanna (Aneta Kopacz)
Our Curse (Tomasz Sliwinski, Maciej Slesicki)
The Reaper (Gabriel Serra Arguello)
White Earth (J. Christian Jensen)

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Bester Schnitt

American Sniper (Joel Cox, Gary D. Roach)
Boyhood (Sandra Adair)
Grand Budapest Hotel (Barney Pilling)
The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben (William Goldenberg)
Whiplash (Tom Cross)

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Bestes Make-up und beste Frisuren

Foxcatcher (Bill Corso, Dennis Liddiard)
Grand Budapest Hotel (Frances Hannon, Mark Coullier)
Guardians of the Galaxy (Elizabeth Yianni-Georgiou, David White)

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Beste Filmmusik

Die Entdeckung der Unendlichkeit (Johann Johannsson)
Grand Budapest Hotel (Alexandre Desplat)
The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben (Alexandre Desplat)
Interstellar (Hans Zimmer)
Mr. Turner - Meister des Lichts (Gary Yershon)

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Bester Filmsong

The Lego Movie (Everything is Awesome, by Shawn Patterson)
Selma (Glory, by John Stephens und Lonnie Lynn)
Beyond The Lights (Grateful, by Diane Warren)
Glen Campbell: I'll be Me (I'm Not Gonna Miss You, by Glen Campbell und Julian Raymond)
Can A Song Save Your Life? (Lost Stars, by Gregg Alexander und Danielle Brisebois)

Legen..wait for it..d. Glückwunsch! © Studiocanal / Atsushi Nishijima


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Bester Ton

American Sniper (John Reitz, Gregg Rudloff, Walt Martin)
Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit (Jon Taylor, Frank A. Montano, Thomas Varga)
Interstellar (Gary A. Rizzo, Gregg Landaker, Mark Weingarten)
Unbroken (Jon Taylor, Frank A. Montano, David Lee)
Whiplash (Craig Mann, Ben Wilkins, Thomas Curley)

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Bester Tonschnitt

American Sniper (Alan Robert Murray, Bub Asman)
Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit (Martin Hernandez, Aaron Glascock)
Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (Brent Burge, Jason Canovas)
Interstellar (Richard King)
Unbroken (Becky Sullivan, Andrew DeCristofaro)

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Beste visuelle Effekte

Guardians of the Galaxy (Stephane Ceretti, Nicolas Aithadi, Jonathan Fawkner, Paul Corbould)
Interstellar (Paul Franklin, Andrew Lockley, Ian Hunter, Scott Fisher)
Planet der Affen: Revolution (Joe Letteri, Dan Lemmon, Daniel Barrett, Erik Winquist)
Captain America: Return of the First Avenger (Dan DeLeeuw, Russell Earl, Bryan Grill, Dan Sudick)
X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (Richard Stammers, Lou Pecora, Tim Crosbie, Cameron Waldbauer)

Haben sich die nassen Hosen gelohnt, Glückwunsch! © Warner Bros.

Freitag, 20. Februar 2015

Der Filmtipp: Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit - ein grandioser Schrei nach Liebe... und Oscars!

Die Oscars 2015 klopfen an die Tür. Aus diesem Grund möchte ich Euch zum Wochenende den Film empfehlen, dem ich in jeder Kategorie die Daumen drücke, in der er nominiert ist. Die Rede ist von Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit. Michael Keaton (Jackie Brown, White Noise, u.a.) spielt aus vielerlei Hinsicht die Rolle seines Lebens in einer Dramödie, die es so noch nie gab. Sie ist nichts für zwischendurch, kein Popcorn-Kino und ihre neun Nominierungen die unfreiwillige Selbstironie schlechthin.

Worum geht es überhaupt? Früher gefeierter Hauptdarsteller der Blockbusterreihe „Birdman“. Heute Ehekrise, Finanzprobleme, keine Aufträge mehr. Auf verzweifelter Jagd nach Anerkennung und Aufmerksamkeit inszeniert Riggan Thomson eine Broadway-Adaption von Raymond Carvers „What We Talk About When We Talk About Love“. Bis zur Premiere muss Riggan sich allerdings zig Problemen stellen. Sein engagierter Star-Act ist eine wirre Diva, seine Tochter und Produktionsassistentin ist drogenabhängig, Kritiker verurteilen sein Vorhaben und ganz nebenbei quält ihn eine Stimme im Kopf, die ihm sagt, er solle lieber den 4. Teil von „Birdman“ drehen.

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Viel Theater, wenig Schnitte
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Allein aus technischer Sicht liefert Regisseur Alejandro González Iñárritu (Babel, 21 Gramm, u.a.) ein Machwerk par excellence ab. Wir beobachten und verfolgen im Grunde nichts weiter als Riggan Thomsons Vorbereitungen auf die Premiere seines Broadway-Stücks. Kameramann Emmanuel Lubezki schickt die Kamera dynamisch durch jeden Flur, jedes Büro, jede Bühne. Meistens einen Protagonisten verfolgend. Und ganz wichtig: Ohne Schnitt und Pause. Jedenfalls über Dreiviertel des Films und aus Sicht des Zuschauers, denn der digitale Schnitt ist für ihn unsichtbar. Die Liebe steckt hier im Detail. Zu Beginn wundern wir uns über die seltsam musikalische Untermalung von Drums, die mal leiser im Hintergrund erklingen, mal penetrant laut scheinen. Irgendwann sehen wir: Vor dem Theater spielt ein Straßenmusiker unaufhörlich Jazz-Drums. Stand Riggan mal am Fenster hörten wir diese lauter, stand er zwei Flure weiter weg, hörten wir den Drummer nur im Hintergrund. Klasse! Es gibt so viele dieser Tricks und Spielereien…machen wir mit den Darstellern weiter.

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Abgefuckt, kaputt, verzweifelt. Menschen im Business.
© Fox Searchlight Pictures | 20th Centruy Fox
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Birdman ist eine Mischung aus Theater, Kino und dem echten Leben. Und er erzählt Anekdoten aus Michael Keatons reellem Werdegang. Das ist kein Scherz. Wer sich ein wenig mit Kino auskennt weiß, Keatons größte Rollen waren Batman und Batmans Rückkehr in den 90ern. Danach verschwand er fast von der Bildfläche. Keaton spielt sich hier also in Teilen selbst - und das selbstironisch, ehrlich und intensiv. Begleitet wird er dabei von einem genialen Edward Norton, einer herrlich ironischen Naomi Watts, dem abgespeckten Zach Galifianikis und Emma Stone, die endlich mal zeigt was sie wirklich kann. Nein, hier ist wirklich keine Rolle fehlbesetzt oder halbherzig geschrieben.

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Die Bedeutung von Liebe und innerer Zufriedenheit
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In Birdman geht es um den Wunsch geliebt zu werden bzw. um Riggans Interpretation dessen. Seine Ex-Frau stellt später folgerichtig fest, dass er diesen Wunsch mit dem Wunsch nach Bewunderung und Anerkennung verwechselt. Das wiederum passt zu dem Zitat, welches uns vor dem Film serviert wird und es ist auch kein Zufall, dass Riggans Theaterstück „What We Talk About When We Talk About Love“ heißt. Er ist eine verlorene Seele, die nach und nach dem Wahn verfällt. Äußert sich Riggans Schizophrenie anfangs noch durch eine bloße Stimme im Kopf (Vogel = Birdman) und Halluzinationen von telekinetischen Superkräften, wird sein Alter Ego später sichtbar und treibt ihn bis auf die Dächer New Yorks.
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Seine Darsteller muss man sich erziehen.
© Fox Searchlight
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Und dann ist da dieses Ende, mit dem viele Zuschauer ihre Probleme haben werden. Sagen wir mal so, es lässt unglaublich viel Raum für Interpretationen. Ich ziehe mich geschickt aus der Affäre, vermeide es Euch hier zu spoilern und verweise auf die Interpretation meines Filmblog-Kollegen Ma-Go Filmtipps. Mit seinen Gedanken zum Finale kann ich mich komplett anfreunden und meinen Frieden damit machen.

Fazit:

Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit ist mehr Arthouse als Mainstream. Anders formuliert: RTL-Fans finden den bestimmt langweilig. Er verpasst dem Popcorn-Kino immer wieder Seitenhiebe. Umso ironischer ist es, dass Michael Keatons Comeback in Hollywood so abgefeiert wird und der Film neunmal für die Oscars nominiert wurde. Verdient hat er es alle mal. Will heißen: Vielleicht haben wir bereits jetzt schon den besten Film des Jahres gesehen. Ich bin jedenfalls begeistert!


Mittwoch, 18. Februar 2015

Der Filmtipp Award 2014: Kein Leo, kein Lego - Dallas Buyers Club räumt ab, Wolf of Wall Street bester Film! - Alle Sieger auf einen Blick

Hallo liebe Filmfreunde,

die Oscar-Verleihung 2015 steht vor der Tür. Der #derFilmtippAward 2014 ist sogar noch ein bisschen „schneller“! Endlich kann ich Euch alle Sieger vorstellen und meinen Senf dazu geben. Vorher möchte ich mich allerdings bei allen Filmbloggern bedanken, die als Jury-Mitglieder dabei waren. Es hat großen Spaß gemacht und ich habe bereits viel Feedback erhalten, mit dem ich definitiv beim #derFilmtippAward 2015 arbeiten werde. 

Ich bedanke mich bei: Sonja Hartl, Bianca Wegener, Gina Dieu Armstark, Cansu Erdogan, Marco Mewes, Matthias Grunewald, Stefan Rybkowski, Manuel Jäger, Christian Hoja, Florian Erbach, Wulf Bengsch und Thomas Nemcik.

Nun aber kein Warten mehr. Kommen wir zur Siegerehrung!

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Titelkrampf 2014

  •  Sex on the Beach - Down Under brennt der Busch (Original: The Inbetweeners 2)
  •  Gott, verhüte! (The Priest's Children)
  •  Einmal Hans mit scharfer Soße
  •  Die Schadenfreundinnen - Drei sind zwei zuviel (The Other Woman)
  •  Ein Schotte macht noch keinen Sommer (What We Did On Our Holiday)
Irgendwo zwischen pubertärer Peinlichkeit und aufmerksamkeitsgeiler Unkreavitität pendelt sich dieser fragwürdige Filmtitel ein. Gratuliert man an dieser Stelle überhaupt? Es ist ein "knapper" Sieg, denn mit nur ganz wenig Punkten dahinter wählte die Jury Die Schadenfreundinnen - Drei sind zwei zuviel auf Rang zwei.

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Bestes Filmposter 2014

Ganz ehrlich? So richtig verstanden habe ich den Psychotrip mit Jake Gyllenhaal noch immer nicht. Faszinierend war er aber auf jeden Fall. Nicht weniger strange, dafür aber mit einer tollen Optik und schnittigen Atmosphäre ist das Filmposter dazu. Nach Jury-Punkten ein deutlicher Sieg vor Godzilla.
Sieger-Plakat: Enemy - Rhombus Media

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Bestes Filmzitat 2014

  •   "Verkaufen Sie mir diesen Stift." (Wolf of Wall Street)
  •   "Ich würde niemanden bitten etwas zu tun, das ich nicht selbst tun würde." (Nightcrawler)
  •   "Absolute Ehrlichkeit ist weder die diplomatischste noch die sicherste Art der Kommunikation im Umgang mit emotionalen Lebewesen." (Interstellar)
  •   "Ich arbeite nur in Schwarz! Und manchmal in ganz, ganz dunklem Grau!" (The Lego Movie)
  •   "Ich bin Groot." (Guardians of the Galaxy)
  •   "Worum es allgemein geht? Ich hab sowas von keine Ahnung. Ich meine keiner von uns weiß das. Wir alle improvisieren. Das Gute ist doch, dass Du das spürst. Und das musst Du Dir bewahren." (Boyhood)*
  •   "Was haben wir uns angetan?" (Gone Girl)
Wenig sagen bringt's manchmal einfach auf den Punkt. Für mich keine große Überraschung, in der Deutlichkeit des Vorsprungs aber doch ehrenwert. Die Guardians of the Galaxy sind ein kleiner Kultfilm im Marvel-Universum. "Ich bin Groot." ist so etwas wie das "Hasta la vista, Baby" des Streifens.

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Bester Filmmoment 2014

Und hier haben wir ihn, den ersten Preis, der an The Wolf of Wall Street geht. Keine Frage, diese Szene ist jetzt schon Kult! Nicht nur, weil sie zwei grandiose Darsteller und einen super wirren Dialog besitzt. Sie beinhaltet auch den Fakt, dass McConaughey Leo den Oscar 2014 wegschnappt und ihm hier auch noch Tipps für den Erfolg gibt. "Mh mh mh...mh...mh...mh..." 



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Bester Trailer 2014
Das war mal so richtig knapp! Gone Girl und Godzilla liegen hier punktgleich an der Spitze, da überholen die Guardians of the Galaxy beide Trailer am Ende mit einem einzigen Zähler mehr. Die Jury war regelrecht "Hooked on a Feeling" :)



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Bester Found Footage Film 2014

Mit Afflicted hat ein Handkamerafilm gewonnen, der bereits Preise erhalten hat und dennoch kaum mediale Aufmerksamkeit erlangte. Das ist Schade, denn er ist weitaus mehr, als nur weiterer Vampir-Trash. Wer Filme wie The Bay oder Chronicle kennt, der weiß: Man sollte Handkamerafilme nicht direkt verurteilen, sonst verpasst man etwas.


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Bester Endzeit Film 2014


Ich fand Robert Pattinson in The Rover grandios. Doch persönlich habe ich hier für The Returned gestimmt. Umso überraschter bin ich, dass der Endzeit-Roadtrip in Australien so deutlich vor allen anderen Mitstreitern gewonnen hat. Immerhin war mit Planet der Affen: Revolution ein wirklicher Promi unter den Nominierten!


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Beste(s) Maske/Make-Up 2014


Ein Sieg auf ganzer Linie und mit sehr sehr deutlichem Vorsprung: Dallas Buyers Club. Mal ehrlich, die Jungs sahen aber auch erschreckend aus, Jared Leto noch heftiger als McConaughey. Da hatte der dicke Christian Bale keine Chance;)




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Beste Ausstattung 2014


Völlig verdient gewinnt hier die zu jeder Minute märchenhaft detaillierte Kulisse des Grand Budapest Hotel. Vielleicht die größte Stärke des Films von Wes Anderson! Übrigens: Ridley Scotts Bibelkostüme haben in der Jury-Bewertung nicht einen einzigen Punkt erhalten. Sei es drum, Glückwunsch ans Hotel!

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Bestes Drehbuch 2014

Ein weiterer Sieg mit enormen Vorsprung für das Aids-Drama mit Matthew McConaughey. War Gone Girl zu durcheinander? Interstellar zu schwierig? Boyhood zu unspektakulär? Es wäre nicht fair so zu urteilen, denn die Geschichte des Siegers ist einfach rund, dramatisch und wirklich mit dem Blick für jede perfekte Stimmungslage verfasst worden.



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Beste Effekte 2014


Wow! Im Finish ein Sieg mit nur einem Punkt Vorsprung vor IMAX-Killer Interstellar. Planet der Affen: Revolution liefert nahezu perfektes Bildmaterial ab und dank Andy Serkis und Co eine Horde Affen, die optisch und bewegungstechnisch ihren Vorbildern sehr nahe kommt. Ich habe gestaunt und bin noch immer begeistert.



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Bester Sound 2014


Ich gestehe, ich bin hier anderer Meinung. Hans Zimmers Orgel-Epos ist aber gigantisch, keine Frage. Meine persönlichen Favoriten waren hier jedoch die düsteren Elektroklänge von Trent Reznor und Kollegen. Unsere Jury sah das anders und das ist gut so. Zimmer gewann übrigens nur mit einem Punkt vor Tyler Bates, der aktuell einen fantastischen Score zu John Wick komponiert hat.



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Beste Kamera Arbeit 2014


Schwupps! Und schon wieder geht der Preis ins All. Wenn Interstellar durch etwas zu begeistern weiß, ohne, dass man die Story komplett geschnallt hat, dann sind das die spektakulären Kamerafahrten. Ich weine noch immer Krokodilstränen, dass ich mir den Spaß nicht im IMAX angesehen habe. Einen Punkt dahinter: Gone Girl.


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Beste Regie 2014

Für seine knallbunte und bitterböse Gesellschaftssatire hat die #derFilmtippAward-Jury Martin Scorsese absolut berechtigt die Krone aufgesetzt. Der Mann kann einfach Geschichten erzählen - meistens mit Leonardo DiCaprio. Ein Sieg mit krass deutlichem Vorsprung vor allen anderen. Und es waren immerhin Promis wie David Fincher und Newcomer wie Jean-Marc Vallee dabei.



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Beste(r) Newcomer(in) 2014


Yeah, das freut mich! Carrie ist der heimliche Sympathieträger in David Finchers Beziehungsthriller und ich finde es klasse, dass die Jury das bei solch starker Konkurrenz auch so sieht. Mit nur einem Punkt dahinter geht die Silbermedaille beispielsweise an Toni Revolori, dessen Figur ebenfalls enorm Spaß macht.



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Bester Nebendarsteller 2014


Meiner Meinung nach war das hier von der Qualität her eine ganz ganz enge Kiste. Nach Punkten hat Jared Leto hier allerdings alle anderen Nominierten mal so richtig abgehängt. Seine Leistung in Dallas Buyers Club ist einfach phänomenal und mit Sicherheit wird sie immer zu seinen besten zählen. Ganz großes Kino! Und das sage ich nicht gern als 30-Sec-To-Mars-Anti :)



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Beste Nebendarstellerin 2014


Bei den Oscars 2015 ist Patricia Arquette für mich nach wie vor im Favoritenkreis. Im Vergleich mit der Vorjahressiegerin Lupita N'Yongo hatte sie bei unserer Jury aber keine Chancen. Ein ganz klarer Sieg für die Newcomerin aus 12 Years a Slave. 2015 sehen wir sie übrigens in keiner geringeren Blockbuster-Produktion als Star Wars Episode VII - Das Erwachen der Macht.



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Bester Hauptdarsteller 2014


Leonardo DiC...oh, nein. Doch nicht! Ich gestehe, etwas überrascht bin ich schon, da Leo ja irgendwie Sieger der Herzen aller Filmfreunde ist. Doch unsere Jury bleibt hart. Auch sie verpasst ihm tatsächlich nur Silber. Oscar-Gewinner Matthew McConaughey platziert sich auch hier vor ihm, damit ist Dallas Buyers Club schon jetzt einer unserer großen Gewinnerfilme 2014.



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Beste Hauptdarstellerin 2014


Ohne wenn und aber und mit ganz ganz großem Vorsprung geht der Preis in dieser Kategorie an unsere Amazing F*+ing Amy Rosamund Pike! Meine Meinung dazu: brilliante Leistung und fast ohne Konkurrenz. Alle Ladies, die bei den Oscars 2015 antreten sind allerdings super - nur lief keiner ihrer Filme schon 2014 bei uns im Kino. Glück gehabt, Amy! Äh, Rosamund;) 



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Bester Film 2014

Die meisten Preise gingen an Dallas Buyers Club, doch zum besten Werk hat unsere Jury den Wolf of Wall Street gekürt. Und wir reden hier nicht von einer knappen Entscheidung. Der Film mit Leonardo DiCaprio und Jonah Hill holt punktetechnisch die Bestmarke des Jahres und das in der Königsdisziplin! Alle Achtung! Ich bin jetzt schon gespannt, wer das Rennen im kommenden Jahr machen wird.


--- Die Jury ---


Sonja Hartl von Zeilenkino - Interview

Gina Dieu Armstark von Passion Of Arts - Interview

Bianca Wegener und Marco Mewes von Duoscope - Interview

Mathias Grunewald von MyOFB

Stefan Rybkowski von Equilibirum - Interview

Manuel Jäger von Krittiq - Interview

Christian Hoja von Cellurizon - Interview

Florian Erbach von Filmverliebt - Interview

Wulf Bengsch von Medienjournal - Interview


Alle Nominierten und Sieger auf einen Blick:

Gone Girl: IIIII IIII
Godzilla: IIIII III
Boyhood: IIIII III
Nightcrawler: IIIII III
Dallas Buyers Club.: IIIII II
Wolf of Wall Street: IIIII II
Stereo: IIIII I
Guardians of the Galaxy: IIIII
Interstellar: IIIII
Exodus: IIIII
Grand Budapest Hotel: IIII
12 Years a Slave: IIII
American Hustle: IIII
Pride: III
Planet der Affen: Revolution: III
The Lego Movie: III
The Returned: II
Transcendence: II
The Rover: II
WER: II
Afflicted: II
Sin City 2: A Dame To Kill For: I
Bad Neighbors: I
No Turning Back: I
Joe: I
Das erstaunliche Leben des Walter Mitty: I
X-Men: Zukunft ist Vergangenheit : I
Open Grave: I
The Purge 2: Anarchy: I
The Frankenstein Theory: I
The Tunnel: I
Paranormal Activity: Die Gezeichneten: I
Der Hobbit 3 - Die Schlacht der fünf Heere: I
Sharknado 2: The Second One: I
Enemy: I
The Drop: I
Grand Piano: I
Katakomben: I