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Meine Beiträge zum Weltuntergang

Freitag, 31. Oktober 2014

Filmtipp: Pride - Lesben und Schwule gegen das Thatcher-Regime

Vor einiger Zeit habe ich zusammen mit Cansu Kinokarten gewonnen für eine Vorpremiere der englischen Komödie Pride. Ich muss gestehen, so richtig auf dem Schirm hatte ich den Film nicht. Also habe ich ein wenig recherchiert. Auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2014 gewann Pride bereits die Auszeichnung Queer Palm Award und Regisseur Matthew Warchus kannte man zuvor eher durch Inszenierungen von Musicals und Theater-Stücken. Das alles klang also nicht gerade nach Blockbuster und Actionsexkomödie. Und doch war es ein Film, der sich wirklich gelohnt hat.

Worum geht es überhaupt? Wir schreiben das Jahr 1984. Die britische Regierung beschließt Zechen zu schließen und zu privatisieren. Viele Existenzen sind bedroht, die von der Thatcher-Regierung unterdrückten Arbeiter eines kleinen walisischen Dorfes gehen in den Streik. Parallel erkennt eine Protestgruppe für Schwulen- und Lesbenrechte in London, dass sich ihre Situation der Lage der Bergarbeiter sehr ähnelt. Anführer Mark gründet die L.G.S.M. (Lesbians and Gays Support the Miners) und schmiedet einen Plan. Sie sammeln Geld für die Minenarbeiter, fahren nach Wales und treffen dort nicht nur auf Dankbarkeit.

Lockere Stimmung - im Film und im Kino

Tatsächlich hat die Geschichte einen historischen Hintergrund, was sie noch ein Stück interessanter macht. Zum Glück verbeißt sich der Streifen aber nicht in gewollter Tiefsinnigkeit und Geschichtssentimentalität, sondern erzählt frisch, frech und bissig. Das ist zum einen seinen Darstellern zu verdanken, wie zum Beispiel Jessica Gunning, Faye Marsay oder meinem Mitlieblingsbriten Bill Nighy, den ich persönlich schon in Per Anhalter Durch die Galaxis, Hot Fuzz, Shaun of the Dead und Radio Rock Revolution klasse fand. Ihnen merkt man den Spaß am Set an und so schaffen sie die Balance aus Gesellschaftskritik und Sozialkomödie ganz ganz locker.

Ehrlich, witzig, respektvoll

Hauptdarsteller Ben Schnetzer spielt den motivierten und engagierten Anführer Mark, der im Gegensatz zu wirklich allen anderen ein überraschend steif und humorfrei daher kommt. Das scheint aber gewollt so. Den liebenswerten Helfercharakter, der vergisst sich selbst im Leben zu orientieren, kauft man ihm jedenfalls von der ersten Minute an ab. Insgesamt sitzt vielleicht nicht jeder Witz, doch alles in allem können sowohl Klein und Groß als auch Jung und Alt hier ihren Spaß haben.

© BBC Films/Pathé
Für mich ganz positiv an dieser Sache ist, dass dann, wenn der Film seinen inhaltlichen Ausgangspunkt in den Vordergrund schiebt, er diesen auch ernst nimmt. Trotz vieler Lacher bleibt dadurch die große Unterdrückung von Minderheiten und Arbeitern unter Margaret Thatcher deutlich sichtbar und spürbar. Auch der Respekt gegenüber Homosexuellen wird hier deutlich. Mit sehr viel Selbstironie und Seitenhieben auf sonst so gewaltsam eingestreute Klischees. Es würde mich jedenfalls wundern, wenn sich Schwule und Lesben durch dieses Filmchen diskriminiert fühlen würden.

Fazit: Pride erfindet die Good-Feel-Komödie nicht neu, macht dafür aber vieles richtig. Die charmanten Figuren erinnern mit viel Respekt und Selbstironie an eine eigentlich sehr beschämende Zeit. Das Ende mag ein bisschen vorhersehbar und dick aufgetragen sein, doch insgesamt kann ich Euch diesen Film für einen netten Kinoabend nur empfehlen. Wie der Zufall so will habe ich sogar Tickets für Euch ;) Siehe unten!




Schnell noch Freikarten sichern!

Wir verlosen 2x 2 Freikarten für eine reguläre Vorstellung von Pride in allen deutschen Kinos. Alles was ihr tun müsst ist Euch so schnell wie möglich über Facebook bei uns melden - wer am schnellsten zur Stelle ist, der gewinnt!


Gültig sind die Freikarten bis zum 25. Dezember diesen Jahres, Pride läuft aber schon ab dem 30. Oktober, also Beeilung und viel Erfolg!

 

TView: All-in-one-day-Samstag

Hallo ihr Lieben,

der Nichts-Los-Samstag war letzte Woche. Diese Woche sieht alles wieder ganz anders aus. So anders, dass Euch meine TView tatsächlich fast nur Sendungen vom  1. November 2014 empfiehlt.

Raab schlägt den Rest

Ich starte mit der TV-Empfehlung, die wahrscheinlich die meisten Einschaltquoten bringen wird. Stefan Raab fordert wieder einen Kandidaten heraus, um 20:15 Uhr auf ProSieben. Im Jackpot diesmal: Drei Millionen Euro! Es ist, wie es ist… und zwar unterhaltend und einen ganzen Abend füllend. Aus diesem Grund sind meine weiteren TV-Empfehlungen eigentlich nur Alternativen zu dieser Show, denn sie haben alle dieselbe Sendezeit ;)

++Update++Schlag den Raab entfällt - der Herr hat einen grippalen Infekt+++

Waste Allocation Load Lifter - Earth Class

Oder kurz: Wall-E!!!
Definitiv mein Highlight diese Woche.  Der Film zeigt ein Endzeitszenario in einer fernen Zukunft. Der Protagonist Wall-E, bestraft mit einer undankbaren Sisyphusarbeit, versucht verzweifelt seinem trostlosen und einsamen Dasein zu entfliehen, in dem seiner großen Liebe Eve hinterherreist. Der Film ist einer der besten Kinderfilme, die ich kenne. Er hat eine klare, wenn auch zynische Botschaft, die aber nicht belehrend vermittelt wird, sondern durch Heldentaten vorgelebt. Wall-E um 20:15 Uhr auf dem Disney Channel.

Catfight!

Zwei beste Freundinnen wagen es am selben Tag zu heiraten. Anne Hathaway und Kate Hudson zeigen uns in Bride Wars um 20:15 Uhr auf Vox, wie sie mit so einem Problem umgehen würden. Gemäß dem Spruch: „Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde“ wird kein Sabotage-Versuch ungenutzt gelassen, um die Hochzeit der anderen zu ruinieren. Wer eine Komödie á la Die Schadenfreundinnen sucht, ist mit diesem Film bestens bedient J

Micha ist witzig

Also Michael Mittermeier ;) * Und neben Dieter Nuhr, einer meiner liebsten Comedians. Ich habe seinen Auftritt 2013 in London gesehen und kann nur sagen… auch auf Englisch ist er sehr lustig J Morgen um 22:30 Uhr ist seine Show Burnout auf RTL zusehen. Auch als Werbeblock-Überbrücker ist er bestimmt prima geeignet ;)

© 20th Century Fox
Der Sonntagsretter…

…ist Pi. Piscine Patel ist Schiffsbrüchiger und hat 227 Tage auf See mit einem Tiger überlebt. Ihr findet das unglaubwürdig? Pi irgendwie auch. Trotzdem hat er seine Gründe, warum er diese „bessere Geschichte“ bevorzugt. Mehr erfährt ihr in Life of Pi: Schiffsbruch mit Tiger am Sonntag, um 20:15 Uhr auf ProSieben.

*Anmerkung Micha: Ich bin auch lustig, manchmal ;)

Freitag, 24. Oktober 2014

TView: 21 Zombies are walking to the Lord

Hi Leute,

wie schon meine letzte TView, beinhaltet auch diese einen wahren Genre-Mix. Und sie glänzt mit Schauspielern wie Jonah Hill (Wolf of Wall Street, Moneyball, u.a.), Woody Harrelson (Zombieland, Die Tribute von Panem, u.a.), Emma Stone (The Help, Einfach zu haben, u.a.), Nicolas Cage, Jared Leto und God damn it Bill Fucking Murray!!

Nicht die Serie, sondern der Film...

...ist gemeint mit 21 Jump Street. Zwei Polizeibeamte werden in ihre alte High School versetzt um undercover zu ermitteln, wer die gefährliche Droge OVS herstellt. Wer Jonah Hill kennt, der weiß, dass dies nicht wirklich sachgemäß und vulgär-frei abläuft. Ob sie bei ihrer etwas anderen Untersuchung Erfolg haben? Heute um 20:15 Uhr gibt's die Auflösung auf ProSieben.

Channing Tatum könnt Ihr übrigens auch am Sonntag in Magic Mike sehen… oder ihr seht euch einfach einen richtig guten Film an. Mehr dazu erfährt ihr unten.

Im Land der Zombies...

...ist man am Freitag, 24. Oktober 2014 um 22:30 Uhr auf ProSieben.
Ich bin ein Schisser… denn ich habe tatsächlich Angst bekommen bei diesem Film, obwohl er eine Komödie ist. Aber das ist doch auch ein gutes Zeichen oder? Anscheinend sahen die Zombies doch ziemlich erschreckend aus und waren nicht solche "Schönheiten" wie in I Am Legend.
Nichtsdestotrotz ist Zombieland ein genialer Film, mit genialem Cast und einer sehr “unterschwelligen“ Werbung für kleine Kuchen mit Cremefüllung ;)

© AMC

Der Nichts-Los-Samstag

Am Samstag läuft nichts. Also für mich läuft nichts Gutes. Dennoch, zu Ehren von Michas liebster Serie und dem Fokus dieses Bolgs…könnt Ihr Euch auch den nicht enden wollenden The Walking Dead Marathon anschauen, welchen RTL2 schon seit Anfang dieser Woche ausstrahlt. Ab dem 27. Oktober wird vierte Staffel ausgestrahlt! Bis dahin gibt es die dritte Staffel am Samstag um 23:00 Uhr auf RTL2. Außerdem würde ohne Walking Dead ein Verb in meiner super coolen Überschrift fehlen ;)

Nicht nur der Lord of War...

...ist Nicholas Kim Coppola. Er ist auch Cameron Poe in Con Air. Er ist Seth in Stadt der Engel. Er ist Big Daddy in Kick Ass und diesen Sonntag ist er Juri Orlov in Lord of War. Von Juri habe ich gelernt, dass jeder zwölfte Mensch eine Schusswaffe besitzt. Wenn ihr sehen möchtet, wie er versucht die anderen elf zu versorgen, dann schaltet am Sonntag um 20:15 Uhr ein auf RTL2.


Montag, 13. Oktober 2014

Media Monday #172: Joker Schminke, Hexenhorror & Bock auf Interstellar

Es ist mal wieder Media Monday Zeit! Dieses Mal habe ich zu später Stunde erklärt, warum das Blair Witch Projekt die Bezeichnung "Horrorfilm" wirklich verdient, warum Twilight zum Fürchten war und auf welchen Film ich mich dieses Jahr noch besonders freue. Außerdem mit dabei: Heath Ledgers Make Up, eine wahnsinnig gute Buchverfilmung mit Ben Affleck und ein Mord in den französischen Alpen. Viel Spaß!


1. Einer der genialsten Kriminalfälle wurde meiner Meinung nach noch nicht verfilmt und zwar geht es bei dieser Sache um einen Familienmord in den französischen Alpen. Erst berichteten die Medien weltweit davon, dann verschwand der Fall urplötzlich von der Bildfläche. Ich selbst habe perverserweise schon an einem ersten Skript gesessen, es dann auch Zeitmangel aber verworfen.

2. Heath Ledger hatte wirklich ein bahnbrechendes Kostüm/Make-up in The Dark Knight, denn neben seiner grandiosen Leistung war es doch gerade sein Erscheinungsbild, welches den Joker zu einer modernen Kultfigur hat werden lassen. Ich sehe jedenfalls keine Poster und Shirts auf denen Jack Nicholsons Joker zu sehen ist. Obwohl auch seine Interpretation klasse war.

3. Das Blair Witch Projekt hat die Bezeichnung Horrorfilm wirklich verdient, denn der Film bringt viele Eigenschaften dafür mit. Da hätten wir verschiedene Ängste: Verlaufen im Wald, bedrohliche Geräusche, Einsamkeit, Dunkelheit, gegenseitiges Misstrauen, Verfolgungswahn, etc. etc. – dazu die viral vorgegaukelte Realität und die Handkameraaufnahmen. Alles schon sehr gut inszeniert, auch wenn das viele Gegner des Found Footage nicht gerne hören werden.

4. Wohingegen die Twilight-Saga aus ganz anderen Gründen zum Fürchten war, weil wirklich nicht kein einziger Darsteller in diesen Filmen auch nur ansatzweise Leistung erbrachte. Von Kamerafahrten über Effekte bis zu beschissenem Score und stumpfen Dialogen wurde hier wirklich nichts gut gemacht. Zum Fürchten ist der Erfolg, der bewies, dass Hype ausreicht um Kasse zu machen.

5. Auf Interstellar von Christopher Nolan bin ich schon wahnsinnig gespannt, denn Inception zählt zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Wenn dann auch noch Personen wie Matthew McConaughey und Jessica Chastain dabei sind kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Das dachte ich bei Ridley Scotts Prometheus mit Rapace und Fassbender zwar auch, doch die Hoffnung stirbt zuletzt.

6. 2 Broke Girls ist eine dieser typischen Serien, die von der Beliebtheit einer Darstellerin getragen wird. Obwohl der Humor so dermaßen schlecht ist wird die Serie angeschaut. Ich kann und werde niemals etwas lustig finden an diesem Mist.


7. Zuletzt gesehen habe ich Gone Girl und das war eine richtig gute Entscheidung, weil mich der Film fassungslos begeistert hat. Rosamund Pike spielt grandios, der Sound geht unter die Haut, die Kameraführung ist phänomenal und…acht lest meine komplette Meinung HIER J Ich kann Euch den Kinogang nur wärmstens empfehlen!

Samstag, 11. Oktober 2014

Filmtipp: WER - Das Biest in Dir - Ein Film wie Vollmond - zum Heulen

Der Werwolf ist ein so schön schauriges Element der Geschichte von Horrorlegenden. Leider hat es meiner Meinung nach bislang noch niemand geschafft diese Kreatur in die heutige Zeit zu transportieren und ihr neues Leben einzuhauchen. Ähnlich wie bei der Kreatur von Dr. Frankenstein in The Frankenstein Theory wurde nun versucht die Legende vor Handkameras laufen zu lassen. Das Ergebnis heißt WER – Das Biest in Dir und scheitert trotz wissenschaftlichen Ansätzen an seinem schwachen Drehbuch.

Im französischen Lyon wird eine Familie beim Sternenbeobachten von „etwas“ angegriffen. Dabei werden Hund, Vater und auch der kleine Sohn regelrecht zerfleischt. Kurz nachdem die Mutter ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus erliegt wird ein geistig verwirrter Mann namens Talan festgenommen. Der unter einer Hypertrichosis ähnlichen Krankheit leidende Rumäne passt zu den Beschreibungen der Toten und wird von den Behörden verhaftet. Die Beweise gegen ihn sind alles andere als sicher und so macht sich ein Verteidiger-Team um Anwältin Kate Moore auf, dessen Fall zu untersuchen.

Viele Chancen bleiben ungenutzt

Vor allem die wissenschaftlichen, geschichtlichen und rechtlichen Aspekte finde ich interessant und ich bin überzeugt davon, dass aus diesem Film ein echter Geheimtipp hätte werden können. In Der Exorzismus von Emily Rose wurden zum Beispiel Glauben und Gesetz gegeneinander aufgestellt. In diesem Fall finden sich Anlehnungen an Frankreichs Bestie des Gévaudan wieder, die bereits durch Pakt der Wölfe zu Ruhm gelang. Auch die Wolfsmensch-Krankheit wird verarbeitet. Straßburg und Köln werden kurz erwähnt – auch dort gab es früher Werwolf-Geschichten. Alles ganz nett, wie ich finde, wenn auch ohne richtigen Zusammenhang. Ich hätte zum Beispiel auch mit einem tollwütigen Psychopathen gut leben können, bei einer passenden, undurchsichtigen Erzählweise jedenfalls.

© Ascot Elite Home Entertainment
Leider kratzen die Macher bei WER an allen Ecken und Kanten nur an der Oberfläche. Auch die teils eingestreuten Mockumentaries und Handkamera-Aufnahmen wirken eher deplatziert. Warum wurde nicht komplett so gedreht? Optisch sieht das alles nämlich ganz cool aus und vor allem die erste Hälfte des Films ist spannend inszeniert. Brian Scott O’Connor macht als mysteriöser Wolfsmensch-Verdächtiger einen durchaus interessanten Eindruck. Doch je näher der Weg Richtung Finale führt desto unlogischer handeln die Figuren, desto dümmer werden die Dialoge und desto halbherziger erscheinen die Effekte. Das Blut ist beispielsweise dramatisch mies getrickst. Und das fällt auf, weil es dann doch ganz schön blutig zu geht in einigen Szenen.

© Ascot Elite Home Entertainment
Serienfreunde werden A.J. Cook (Criminal Minds), Sebastian Roche (Supernatural) und Vik Sahay (Chuck) erkennen, doch leider weiß keiner von ihnen richtig zu gefallen. Das Drehbuch stürzt trotz großer Ziele regelrecht in stereotypische Charaktere, Geschehnisse und Szenen ab. Da nützt es auch nichts, dass auf dem Cover zum gefühlt 100. Mal „Von den Produzenten von Paranormal Activity und Insidious“ steht. Wenn das in 10 Jahren noch immer erwähnt wird, sollten sich die Herren vielleicht hinterfragen. Und der Nebentitel "Das Biest in Dir" ist ebenfalls so richtig kreativ. Ist ja nicht so, als würde es nicht schon Ginger Snaps - Das Biest in Dir geben.

Fazit: Underworld, Wolfman, Twilight, Van Helsing, Vampire Diaries, True Blood – das sind die Filme und Serien, die mir zuerst einfallen, wenn ich an „aktuelle“ Werwolf-Filme denke. Das ist deprimierend. Gemessen an diesem Sc-Fi-Teenie-Murks ist WER – Das Biest in Dir gar nicht so übel. Nicht daran gemessen ist er allerdings belanglos. Ich werde wohl den Kritikern folgen und mir endlich When Animals Dream aus Dänemark anschauen. Vielleicht gibt es noch Hoffnung für das Vieh. Dieser Film hier geht jedenfalls vor die Hunde.

Freitag, 10. Oktober 2014

Filmtipp: Afflicted - starker Vampirfilm im Handkamera-Stil

Vor einiger Zeit habe ich mit großer Vorfreude auf Afflicted hingewiesen. Damals hatte ich noch ein wenig Hoffnung, dass der Film es auch in die deutschen Kinos schafft, schließlich konnte er auf Festivals kleinere Erfolge verbuchen. Als ich vor ein paar Wochen in der Videothek stand, fiel er mir dann plötzlich unter „Neuheiten“ direkt vor die Linse. Keine Sekunde gezögert habe ich mir den neuesten Found Footage Schocker ausgeliehen und wurde nicht enttäuscht.

HIER erfahrt Ihr alle generellen Infos zum Film. Starten wir deshalb gleich mit der Bewertung. Schon zu Beginn kann ich festhalten, dass es kein Fehler der beiden Regisseure Derek Lee und Cliff Prowse war, sich selbst auch als Hauptdarsteller zu inszenieren. Während Derek etwas verhaltener spielt, sammelt vor allem Cliff zu Beginn Sympathiepunkte als fürsorglicher Freund mit lockeren Sprüchen. Dereks ruhigere Gangart liegt am Hirnaneurysma, dass bei ihm diagnostiziert wurde und weshalb er die Weltreise mit seinem Freund überhaupt antritt. Hier gefallen mir die von vornherein kritischen Umstände, die auf Probleme hindeuten. Dazu aber später mehr.

Todkrank nach Paris - untot wieder raus

Afflicted bedient mit dem Handkamerastil nicht nur ein gängiges Genre, Dereks und Cliffs Blog „Ends of Earth“ trifft ebenfalls den Nerv der Netz-Zeit. So wird ein passender Grundstein dafür gelegt, warum die beiden Travelblogger so ziemlich alles auf ihrer Reise aufnehmen. Dass Dereks One Night Stand mit der Französin Audrey (Baya Rehaz, Blau ist eine warme Farbe, u.a.) in Paris schief läuft und er sich seit einem Schlag auf den Hinterkopf seltsam verhält bemerken die Follower der beiden Blogger erst etwas später so richtig. Der Leidtragende, der wirklich alles mitbekommt, ist Cliff. Eingebunden wird die Netzgemeinde erst, als Derek anfängt übernatürliche Stärken zu entwickeln.

© Sony Pictures Home Entertainment
Mir gefällt vor allem die Charakterentwicklung von Cliff, der recht schnell begreift, dass es seinem Freund nicht gut geht und mit dem Gedanken spielt alles abzubrechen. Abgesehen davon, dass Derek diesen Vorschlag sowieso ununterbrochen ablehnt, erwischt der Zuschauer Cliff dabei, wie er hin und wieder so fasziniert von Dereks plötzlichen Stärken ist, dass er die Sorgen vergisst und begeistert mitfilmt anstatt Angst zu bekommen. Das ändert sich schlagartig, als Derek nichts mehr isst, fast verbrennt und Durst auf frisches Menschenblut entwickelt.

© Sony Pictures Home Entertainment
Afflicted wurde das erste Mal am 9. September 2013 auf dem Toronto International Film Festival gezeigt, wo er gleich ausgezeichnet wurde als Bester kanadischer Debütfilm. Und das meiner Meinung nach völlig zurecht. Die Darsteller und die Effekte sind für einen unbekannten Found Footage Film beachtlich gut. Auch die Locations sind schlüssig und passend zum Gesamtkontext. Einziger Kritikpunkt ist dann am Ende – das Ende. Dort wollten die beiden Regisseure dann doch zu viel und rutschen leicht in horrortypische Cliffhanger ab, die nicht nötig gewesen wären.

Fazit: Afflicted ist mit Sicherheit einer der ambitioniertesten und besten Handkamerafilme der vergangenen Jahre. Wer sich auf das Kameragewackel einlassen kann, der wird hier den ganzen Film über bestens unterhalten. Es bleibt durchgehend spannend. Hin und wieder ein paar nette Lacher und Blut fließt auch noch ;) Kleiner Höhepunkt sind die Go-Pro-Aufnahmen.


Dienstag, 7. Oktober 2014

Filmtipp: Gone Girl demonstriert Ehe-Terror - düster, bissig, oscarverdächtig!

Intro: Seine Hände streichen durch ihr Haar, sie blickt ihn an. Er stellt sich vor wie es wäre ihr den Schädel einzuschlagen und fragt: „Was haben wir uns angetan?“ Wenn ein Film zu Ende ist und das Publikum mit einem spürbar mulmigen Gefühl den Saal verlässt, dann war der Film entweder enttäuschend oder aber aufwühlend. David Fincher (Fight Club, Sieben, u.a.) hat mit Gone Girl einen Thriller geschaffen, der definitiv im Gedächtnis bleibt und meiner Meinung nach der bislang beste Film des Jahres 2014 ist. Wenn es für dieses Meisterwerk keine Preise gibt, dann weiß ich auch nicht mehr weiter.

Viel darf einfach nicht verraten werden, ich versuche Euch trotzdem kurz den Handlungsrahmen zu erläutern: An ihrem fünften Hochzeitstag verschwindet Amy Dunne spurlos. Ehemann Nick alarmiert Polizei und Medien. Ein Fehler, denn lange kann er die Fassade, seine Ehe mit Amy sei glücklich gewesen, nicht aufrecht halten. Die Notizen seiner Ehefrau und sein seltsames Verhalten lassen ihn nach und nach zum Tatverdächtigen mutieren. Leute, lasst Euch nicht vom nichtssagenden Titel abschrecken und guckt diesen Film einfach! Er ist so viel besser als alle Turtles, Sex Tapes und Draculas dieser Welt.

Gone Girl – Das perfekte Opfer wurde 2012 das zweiterfolgreichste Buch hinter Fifty Shades of Grey. Zum Glück durfte Autorin Gillian Flynn selbst das Drehbuch zur Verfilmung schreiben. Ich habe das Buch zwar nicht gelesen – noch nicht – aber wenn man Kommentaren und Kritikern glauben darf, dann hat sie gewisse intensivere Filmszenen der Story hinzugedichtet. Auf David Fincher zugeschnitten möchte man meinen. Mich jedenfalls stört das keineswegs, denn ich wurde die vollen zweieinhalb Stunden bestens unterhalten.

Erschreckend. Gut. Rosamund Pike.

Es ist eine Schande, dass Rosamund Pike (The World’s End, Stolz und Vorurteil, u.a.) mehr oder weniger nur die 6. Oder 7. Wahl war. Jedenfalls fielen lange vor ihr Namen wie Natalie Portman, Jessica Chastain, Charlize Theron, Emily Blunt, Abbie Cornish, Olivia Wilde und Julianne Hough. Vor allem Portman, Chastain und Blunt schätze ich sehr, aber sie hätten es niemals so hinbekommen wie Pike. Sie reißt einen mit und spielt ihre „Amazing Amy“ so intensiv, dass es beängstigend und faszinierend zugleich ist. Wenn diese Frau keine Oscar-Nominierung erhält, wer denn bitte dann?

© 20th Century Fox
Auch Ben Affleck spielt elektrisierend. Gegen diese emotionale Rosamund Pike kommt er nicht an, trotzdem macht seine charmante, aber irgendwie seelenlose und nüchterne Figur neugierig und sorgt für die nötigen Fragezeichen über den Zuschauerköpfen. In den Nebenrollen gefallen mir vor allem die noch weitestgehend unbekannten Gesichter. Da wären zum Beispiel Patrick Fugit und Kim Dickens (Hollow Man, The Blind Side, u.a.) als hoch interessantes Ermittler-Duo sowie Tyler Perry als zynischer Star-Anwalt und Carrie Coon als Nicks treue Schwester. Super Dialoge, die den Film gut begleiten. Schon in meiner Monats-Preview habe ich Gone Girl auf Platz 1 gesetzt und damit habe ich (schulterklopf!) absolut richtig gelegen.

Großes Kino aller Beteiligten

Bei weiteren Nebenrollen muss ich schon sagen, dass die Auswahl schlitzohrig ist. Neil Patrick Harris dürfte alleine durch seinen Erfolg als Barney Stinson in How I Met Your Mother weitere Zuschauer in die Kinos locken. Er macht seine Sache als Amys zwielichtiger Schulfreund auch wirklich gut, leider stellt sich den ganzen Film über trotzdem nicht das Gefühl ein, man sehe noch immer Barney vor sich. Vielleicht liegt es an der deutschen Synchronisation. Für die Männer/Fashionwelt wurde zudem Model Emily Ratajkowski engagiert, die den meisten als Nackedei in Robin Thickes „Blurred Lines“ bekannt sein dürfte. Auch hier darf sie kurz blankziehen.

„Team Fincher“ sollte noch viele Filme zusammen machen. Warum „Team Fincher“? Da wäre zum einen Jeff Cronenweth (auch bei Fight Club), dessen Kameraarbeit schon in Verblendung und The Social Network oscarnominiert wurde. Auch dieses Mal hält er brutal nah auf Gesichter und dann drauf, wenn andere lieber wegschauen. Die perfekten Schnitte stammen vom zweifachen Oscargewinner Kirk Baxter (ebenfalls Verblendung und The Social Network), der zudem noch für Derseltsame Fall des Benjamin Button nominiert war. Das ganz große Plus ist dieses Mal aber der Score von Nine Inch Nails Mastermind Trent Reznor. Gerade in den „heftigen“ Augenblicken durchbohrt sein wummernder Sound die Nerven. Gänsehaut pur!

© 20th Century Fox
Es tut mir leid, ich kann Euch keine Szenen-Beispiele nennen, weil ich Euch einfach nichts verraten möchte. Ich kann Euch sagen, dass der Film nicht ganz unblutig ist und einige Momente nichts für Zuschauer mit schwachen Nerven sind. Auf der anderen Seite gelingt es Fincher kleine Happen Medien- und Vorstadtsatire mit einfließen zu lassen, ohne, dass sie störend zum depressiven Gesamtkontext wirken. Wer Fincher-Werke wie Sieben, Verblendung oder Alien³ kennt, der wird am ehesten wissen, was ich meine.

Fazit: Gone Girl ist ein depressiver, atmosphärisch dichter und bitterböser Thriller, der die Zuschauer (vor allem Pärchen) mit einem faden Beigeschmack aus dem Kinosaal entlässt. Weit heftiger als nur ein Beziehungsdrama. Ich bin völlig begeistert! Rosamund Pike ist schlichtweg fantastisch in ihrer Rolle und auch Ben Affleck überzeugt mich voll und ganz. Technisch wird hier alles richtig gemacht, der Score geht unter die Haut. Wer auf viele üble Überraschungen, Zynismus und düstere Optik steht, dem kann ich den Film nur wärmstens empfehlen. Und auch sonst jedem!


Montag, 6. Oktober 2014

Filmtipp: Katakomben - ganz viel Chaos, vor allem beim Drehbuch

Diesen Filmtipp schulde ich Euch noch, aber besser spät als nie. Katakomben gehörte für mich zu den Handkamera-Tipps des Jahres. Der Trailer ist durchaus vielversprechend, die Location lädt zum Gruseln ein. Regisseur John Erick Dowdle konnte bereits mit Devil und dem [REC]-Remake Quarantäne erste kleine Erfolge verbuchen. Wer mehr über ihn und die Darsteller erfahren möchte, für den lohnt sich eventuell ein Klick auf HIER.

Nun zum Film. Tatsächlich startet Katakomben erstaunlich schnell mit Tempo und liefert gleich in den ersten Minuten super Gruselmomente ab. Während der Einführung der Hauptfiguren bremst sich alles aber wieder ein bisschen aus, dank lockerer Sprüche und langweiligen Hintergrund-Stories. Nichts desto trotz schafft der Film zu Beginn Neugierde zu wecken auf das, was da kommen mag. Bei mir persönlich war das zum Beispiel so, als das seltsame Mädchen die Forscher-Truppe mit ihren Blicken verfolgt, während sie den Club verlässt. Es wird schon viel richtig gemacht am Anfang.

Ohne spoilern zu wollen muss ich allerdings andeuten, dass nicht alle Anspielungen und geheimnisvollen Momente später noch aufgelöst werden, geschweige denn erwähnt werden. Spannung kommt trotzdem auf, allein wegen des Standortes. Die Pariser Steinbrüche, welche ab 1785 aufgrund des mangelnden Platzes auf oberirdischen Friedhöfen zu Massengräbern umfunktioniert wurden, machen alles schön eng, schön dunkel, schön schaurig. Erst recht, als vermisste Personen dort auftauchen und Dinge verschwinden.

Viele Rätsel, keine Lösung

Da gibt es zum Beispiel einen gruseligen Chor, ein brennendes Auto, geisterhafte Gestalten und ganz nebenbei auch den vielleicht stärksten Aspekt, die Klaustrophobie. Mir persönlich missfällt dabei, dass sich das Team noch viel tiefer in unbekannte Höhlen wagt und die Katakomben damit eigentlich nur zum Ausgangspunkt degradiert werden. Es ist im Prinzip mehr The Decent als Grave Encounters. Jedenfalls anfangs. Das wäre vielleicht auch gar nicht überraschend, denn der Originaltitel des Film heißt As Above, So Below, was zu Deutsch in etwa „Wie oben, so unten“ bedeutet. Und im ganzen Zusammenhang mit dem Film und seiner Geschichte ergibt das viel mehr Sinn als Katakomben.
Zum Ende hin wird zwar klar, dass Alchemie und die damit einhergehende Symbolik eine zentrale Rolle spielen, doch je weiter sich die Figuren hinab begeben desto undurchsichtiger und abstruser entwickelt sich die ganze Geschichte. Am Ende – das muss ich schon so hart sagen – rast der Streifen im Endspurt an die Wand.

© Universal Pictures

Fazit: Katakomben hat meine Erwartungen nicht erfüllt. Die waren dieses Mal allerdings auch sehr hoch. Grund für das insgesamt schwächere Fazit sind die chaotischen Finalergüsse des Drehbuchs, denn bis zu einer ganzen Weile kann sich der Film durchaus sehen lassen. Auch die Darsteller sind für einen Found Footage Film gar nicht mal so übel. Anders formuliert: Kürzt ihn um 20 Minuten, tauft ihn um und er ist gar nicht so schlecht.


Donnerstag, 2. Oktober 2014

Titelkrampf: Vampirschwestern, Knödel und brennende Büsche

„Das Perfekte Opfer“, „Spur der Vergeltung“, „Recht oder Ehre“ – wow! Diese Titel klingen so schön 80er und so schön Deutsch. Tatsächlich sind es aber nur Nebentitel, die für uns Anti-Anglis einfach parat stehen müssen. Wer schaut sich schon Filme an, die einfach nur Gone Girl, The Salvation oder Der Richter heißen? Und wie viele Teenager würden sich wohl The Giver anschauen, wenn wir ihn für uns nicht noch schnell auf den Namen „Hüter der Erinnerung“ getauft hätten? Hach ja, über die Sinnhaftigkeit von Nebentiteln – gibt es überhaupt einen Sinn? – könnte ich stundenlang philosophieren. Kommen wir lieber zu meinen vier Titelkrämpfen des Oktobers 2014, die allesamt noch viel mehr können…oder auch nicht:

Mir ist egal ob irgendein Buchautor irgendein Buch veröffentlicht hat, welches exakt diesen Namen trägt. Mir ist auch egal, ob es demnach gerechtfertigt ist diesen Titel auch für den Film zu übernehmen. Winterkartoffelknödel klingt schlichtweg dämlich. Nicht witzig, nein. Dämlich. Keinohrhasenzweiohrkükendämlich. Oder ich muss ernsthaft an meinem Humor basteln.

Vampirschwestern 2 – Fledermäuse im Bauch. Gott. Okay, es ist ein Mädchenfilm und ja, meinetwegen macht aus dem Quatsch einen zweiten Teil. War ja ein relativ großer Erfolg an der Kasse und Vampire ziehen bei Teenies wie Snickers bei fetten Kindern. Aber diesen Nebentitel nehmen Herbert Grönemeyer und ich Euch übel. Und Olli P. Ich auf jeden Fall. Es sei denn, daraus macht man noch einen richtigen Indie-Schocker.

Und schwupps, wer hätte das gedacht? Schon wieder kriegen wir Vampire vor die Brille geknallt. Zugegeben soll diese Komödie hier gar nicht so mies sein. Aber warum musste der schöne Originaltitel What We Do In The Shadows umbenannt werden? Und warum zum Geier in 5 Zimmer Küche Sarg??? Hat der Chef gelacht und sich keiner getraut zu widersprechen? Man man man…Demnächst mach ich einen Werwolf-Streifen und nenne ihn "1 Zwinger Nachtruhe Haustiere erlaubt".

Es gibt eine UK-Serie namens The Inbetweeners, die ich nicht kenne. Aber sie war erfolgreich. Und auch die erste Verfilmung ließ auf der Insel die Kassen klingeln. Ich kann nicht beurteilen, ob der Humor eher so Charlie-Sheen-mäßig ist, oder gut. Ich weiß nur, dass sowohl die Serie als auch der Film bei uns Sex on the Beach heißen. Vielleicht habe ich sie deshalb von vornherein abgelehnt. Ja, in der Sache habe ich manchmal Vorurteile. Übrigens auch bei Teil 2, The Inbetweeners 2. Oder wie der Deutsche sagt: Sex on the Beach 2 – Down Under brennt der Busch…. …… …. …. …. ….Boom!


Mittwoch, 1. Oktober 2014

Vorfreude: Oktober 2014 mit Gone Girl, Western und Gruselpuppen

Nein, entgegen aller Erwartungen haben es die Zombiber, die uns Ende Oktober vor die Leinwand gesetzt werden nicht in meine Top 5 geschafft. Seit Piranha 3D traue ich Trash-Produktionen, die ins Kino kommen, nicht mehr über den Weg. Auch Denzel Washingtons hundertste „Cool Guy“-Rolle in The Equalizer haut mich nicht mehr von den Socken. Und das obwohl Chloe Grace Moretz mitspielt, die ich sehr schätze. Spannender finde ich dagegen Maze Runner oder den deutschen Fantasy-Horror Der Samurai. Trotzdem gibt es fünf andere Filme, die mich im Oktober mehr interessieren:

Platz 5

Eigentlich bin ich kein Freund von Western, doch seit Die Jagd trete ich jedem Film mit Bond-Bösewicht Mads Mikkelsen aufgeschlossener gegenüber. Am 9. Oktober nimmt dieser in The Salvation Rache an den Mördern seiner Familie. Eine typische Western-Story, aber aus britisch-dänischem Hause. Und Eva Green (Perfect Sense, Casino Royale, u.a.) soll angeblich richtig gut spielen.


Platz 4

Luke Evans ist mir spätestens seit Der Hobbit – SmaugsEinöde ein Begriff, wobei ich ihn schon in No One Lives ganz cool fand. Der Trailer zu Dracula Untold, der schon 2. Oktober ins Kino kommt, ist recht spannend. Ich erhoffe mir allerdings, dass es nicht nur ein reines Effektfeuerwerk wird, sondern auch ein bisschen Liebe zu den alten Dracula-Filmen ausstrahlt.


Platz 3

The Conjuring wurde 2013 groß angekündigt. Eine gruselige Puppe auf dem Plakat machte den Streifen noch interessanter. Das Ergebnis war ein „okayer“ Gruselfilm ohne großen Auftritt der besagten Puppe, obwohl sie den größten Gruselfaktor ausmachte. Im Spin-Off gilt ihr nun die ganze Aufmerksamkeit – Annabelle kommt am 9.10. in unsere Kinosäle.


Platz 2

Mit Oscar-Anwärtern ist es wie mit Weihnachtsgebäck – die ersten Produkte tauchen schon im September auf. Ich gebe diesem klassischen Gerichts- und Familiendrama, welches am 16. Oktober erscheint, dennoch eine Chance. Der Cast von Der Richter – Recht oder Ehre ist mit Robert Downey Jr., Robert Duvall, Billy Bob Thornton, Vera Famiga und Vincent D’Onofrio schlichtweg überragend besetzt.


Platz 1


Das Buch habe ich nicht gelesen, aber die Trailer zu Gone Girl sind sehr vielversprechend inszeniert. David Fincher (Verblendung, Fight Club, u.a.) ist ein super Regisseur und ja, auch gegen Neu-Batman Ben Affleck habe ich persönlich gar nichts. Dieser Thriller - mit Barney Stin…, sorry, Neil Patrick Harris in einer Nebenrolle – könnte eine große Überraschung werden. Allen Beteiligten traue ich das durchaus zu.