Brüste. Blut. Biber. Die Inhalte des neuen Trash-Sterns Zombiber
sind schnell zusammengefasst. Dachte ich. Doch das Leben ist ja bekanntlich wie
eine Schachtel Pralinen und so musste ich feststellen, dass ich mich geirrt
habe. Brüste, Blut und Biber gibt es en masse, keine Frage – aber der Film ist
doch ein ganzes Stück besser als ich dachte. Nein, ich bin geschockt!
Geschockt, weil ich den Film einfach loben muss.
Worum geht es überhaupt? Jenn hat mit ihrem Freund Sam, der sie auf einer Party betrogen hat, Schluss gemacht. Nun möchte sie mit ihren beiden Freundinnen Zoe und Mary in einer abgelegenen Ferienhütte am
See den Kopf wieder frei kriegen. Keine Handys, kein Internet, keine Männer. Dummerweise tauchen Sam und seine Freunde dort unangekündigt auf, was Jenns dauerscharfe Freundinnen aber gar nicht so übel finden. Zu Konflikten
kommt es trotzdem. Zwar nicht mit den Jungs, dafür aber mit untoten Seebewohnern,
deren Nest zuvor mit einer giftigen Substanz besprüht wurde.
Du denkst du hast alles gesehen, dann kommt Zombiber. Doch
in der Masse der geldgeilen Trash-Produktionen ist dieser kleine Festival-Hit
hier tatsächlich eine Überraschung. Er ist die pure Selbstironie schlechthin
und versucht gar nicht erst mehr zu sein. Lässt man sich auf den Klamauk ein ist
er besser als manche Hollywood-Komödie. Mich hatte der Film jedenfalls schon
beim blutigen Hirsch-Intro.
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| Es gibt schlimmere Momente zu sterben. Aus Biberblickwinkel jedenfalls. © Splendid |
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Anders als zum Beispiel bei Sharknado, den ich aber
ebenfalls klasse finde, wurden die CGI-Effekte hier auf ein Minimum
zurückgeschraubt. Die amokkrabbelnden Plüschviecher sehen richtig schön retro
aus und verpassen dem Film einen nostalgischen 70er-Look. Es gibt jede Menge
abgedrehte Biber-Moments und was soll ich sagen…selbst die Schauspieler und die
deutsche Synchronisation erscheinen professioneller als befürchtet. Nix davon
ist oscarreif, keine Frage, aber man merkt eben doch, dass hier bewusst
parodiert und überspitzt wird. Nur halt ab 16.
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Spoiler: Der Hund heißt "Gosling" und stirbt - klasse! :D
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Wie gerade schon erwähnt machen die Darsteller ihre
reduzierten Aufgaben absolut witzig und gut. Vor allem Cortney Palm als dauerscharfe
Zoe mit Anti-Einstellung zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Okay, auch die
Männerblicke. Irgendwie hat die Dame einen Hang zur Nacktheit (Sushi Girl, Silent Night, u.a.), aber auch ihren humoristischen Part erledigen
sie und ihre Kollegen mit Bravur. Noch dazu gibt’s ein paar wenigstens halbbekannte
Gesichter: Rex Linn (Cliffhanger, Django Unchained, u.a.) als Redneck
Smyth, Comedian Bill Burr als abgelenkter Autofahrer Joseph und Brent Briscoe
aus The Green Mile und Mulholland Drive.
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| "Bombombombombombombom..." © Splendid |
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Woran der Zuschauer merkt, dass Zombiber eben doch ambitionierter ist, als gedacht? Am Mehrwert,
der ganzen Machart drumherum. So gefielen mir schon die Fake-Poster, die
passend zu den Oscar-Verleihungen veröffentlicht wurden (siehe unten). Das
James-Bond-ähnliche Intro und der saukomische Biber-Swing-Song im Abspann
verpassten mir ebenfalls ein dickes Grinsen im Gesicht. Und als Sahnehäubchen werden
uns anschließend auch noch Outtakes gezeigt. Sorry, aber so geht Unterhaltung.
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Fazit
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Fazit
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Den abgeneigten Kultur-Cineasten sei gesagt, es ist
definitiv der wichtigste, tiefgehenste Film des Zombiber-Genres! Ehrlich jetzt,
mit der richtigen Erwartungshaltung macht dieser selbstironische
Tierhorrorschinken einfach nur Spaß. Wer derben, flachen Humor aushält und sich
mit effektlosen Killerbibern anfreunden kann, der wird am Ende noch mit einer
kleinen Überraschung belohnt. Großartig!
Hier noch schnell die versprochenen Plakate früherer Biberwerke:
Beaverican Hustle:
Beavher:
Beaverity:












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