Paul W.S. Anderson ist ein Regisseur, der schon ganz großen,
großen…Müll fabriziert hat. Es ist daher als Geniestreich zu bewerten, dass ausgerechnet
er an die eigentlich sehr filmreife Untergangs-Geschichte Pompeiis geraten ist.
Death Race oder Mortal Kombat werden nicht ausschlaggebend dafür gewesen sein,
soviel steht fest.
Mister Anderson nutzt dieses Glück nicht, sondern bleibt seiner Talentfreiheit treu. Es ist geradezu dreist, wie offensichtlich das Drehbuch bei Titanic, Gladiator und Pearl Harbor abkupfert. Gut, dafür sind vor allem die Drehbuchautoren verantwortlich, aber die Inszenierung dazu ist pure Unkreativität.
Nur ein paar Beispiele: Erinnert Ihr Euch an Jack und Rose?
Jack war der arme Kerl mit reinem Herzen, der mehr oder weniger durch Zufall
auf seine große Liebe Rose traf. Diese war dummerweise schon einem einflussreichen
Mistkerl versprochen, um die schlechte Finanzlage der Familie zu retten. Exakt
so läuft’s zwischen Milo und Cassia ab. Anderes Beispiel: Erinnert Ihr Euch an
Maximus? Der tapfere Gutmensch, dessen Familie von den Römern abgeschlachtet
wurde? Der Mann, der anschließend als Gladiator die Massen gegen Rom aufbrachte
und sich mit anderen Gladiatoren wie dem schwarzen Juba anfreundete? Ihr
erratet es: Milo und Atticus. Ich höre jetzt aber nicht auf! Erinnert Ihr Euch
an Pearl Harbor? An diese gefühlte Ewigkeit bis die Katastrophe endlich einsetzt
(hier auch an Titanic denken)? Die Geschosse aus der Luft, die einen Hafen in Bruchteil
von Sekunden dem Erdboden gleichmachten? Okay, schon etwas weiter hergeholt,
aber doch irgendwie zutreffend.
Immer wieder dieses Pferd
Neues fällt den Machern nicht ein. Es wäre ja noch zu verzeihen gewesen, wenn es den Beteiligten gelungen wäre diese Schwäche durch Spannung und Dramatik auszumerzen. Doch die Dialoge sind unterer Durchschnitt und in ihrer Abfolge teilweise richtig dumm. Emily Browning (Sucker Punch, u.a.) spielt lustlos und nervt durch ihre deutsche Synchro wie ein Dummchen. Zwischen dem Spontan-Paar Milo und Cassia entfacht zu keiner Sekunde ein Feuer, keine Leidenschaft, keine große Emotion. Stattdessen galoppiert Cassias Pferd Virtus wie ein roter Faden durch die Szenen und ist irgendwie immer da. Warum? Keine Ahnung.
Kit Harington (Game of Thrones, u.a.), Kiefer Sutherland (24, u.a.) und Co liefern zusätzlich richtig schlecht überspitze Schauspielqualität ab. Der Zuschauer wird wirklich mit magerer TV-Kost gelähmt bis es dann endlich irgendwann mal los geht. Die Spezialeffekte sind allerdings – so fair muss man sein – ordentlich. Für einen Katastrophenfilm hätte die Optik durchaus ausgereicht. Neben den Flutwellen und den Zerstörungen durch die Beben ist es vor allem der Ausbruch des Vesuvs, der Spaß macht. Leider ist das alles viel zu schnell vorbei. Milo und Cassia bekommen noch schnell eine peinlich konstruierte Möglichkeit sich im Finale zu küssen und für ihr kitschiges Ende zu sorgen, da kommt auch schon der Abspann.
Fazit: Pompeii machte in Deutschland kaum Werbung, um anschließend ausschließlich in teuren 3D-Vorstellungen zu laufen. Die letzten Fehler in einer meterlangen Liste voller Unnötigkeiten. Uninspiriert, langweilig, schlecht gespielt – dafür aber nett getrickst. Mehr Zeilen möchte ich dieser Enttäuschung jetzt aber auch nicht mehr widmen.
Mister Anderson nutzt dieses Glück nicht, sondern bleibt seiner Talentfreiheit treu. Es ist geradezu dreist, wie offensichtlich das Drehbuch bei Titanic, Gladiator und Pearl Harbor abkupfert. Gut, dafür sind vor allem die Drehbuchautoren verantwortlich, aber die Inszenierung dazu ist pure Unkreativität.
Fehlt nur noch der Eisberg...
Immer wieder dieses Pferd
Neues fällt den Machern nicht ein. Es wäre ja noch zu verzeihen gewesen, wenn es den Beteiligten gelungen wäre diese Schwäche durch Spannung und Dramatik auszumerzen. Doch die Dialoge sind unterer Durchschnitt und in ihrer Abfolge teilweise richtig dumm. Emily Browning (Sucker Punch, u.a.) spielt lustlos und nervt durch ihre deutsche Synchro wie ein Dummchen. Zwischen dem Spontan-Paar Milo und Cassia entfacht zu keiner Sekunde ein Feuer, keine Leidenschaft, keine große Emotion. Stattdessen galoppiert Cassias Pferd Virtus wie ein roter Faden durch die Szenen und ist irgendwie immer da. Warum? Keine Ahnung.
Kit Harington (Game of Thrones, u.a.), Kiefer Sutherland (24, u.a.) und Co liefern zusätzlich richtig schlecht überspitze Schauspielqualität ab. Der Zuschauer wird wirklich mit magerer TV-Kost gelähmt bis es dann endlich irgendwann mal los geht. Die Spezialeffekte sind allerdings – so fair muss man sein – ordentlich. Für einen Katastrophenfilm hätte die Optik durchaus ausgereicht. Neben den Flutwellen und den Zerstörungen durch die Beben ist es vor allem der Ausbruch des Vesuvs, der Spaß macht. Leider ist das alles viel zu schnell vorbei. Milo und Cassia bekommen noch schnell eine peinlich konstruierte Möglichkeit sich im Finale zu küssen und für ihr kitschiges Ende zu sorgen, da kommt auch schon der Abspann.
Fazit: Pompeii machte in Deutschland kaum Werbung, um anschließend ausschließlich in teuren 3D-Vorstellungen zu laufen. Die letzten Fehler in einer meterlangen Liste voller Unnötigkeiten. Uninspiriert, langweilig, schlecht gespielt – dafür aber nett getrickst. Mehr Zeilen möchte ich dieser Enttäuschung jetzt aber auch nicht mehr widmen.








