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Mittwoch, 21. Januar 2015

Interview: Eine App für Filmkritiken! Manuel Jaeger über die Ideen und Ziele von krittiq - "Menschen weltweit über ihren Geschmack verbinden"

Überraschung! Heute gibt's gleich zwei Interviews. In diesem hier spreche ich mit Manuel Jaeger, einem weiteren Mitglied der #derFilmtippAward-Jury. Manuel ist allerdings kein Filmblogger, sondern Mitentwickler der App krittiq, über die Filmfreunde - der Titel spoilert's - Kritiken verfassen und mit anderen teilen und diskutieren können. Ich hab sie, ich mag sie und empfehle sie Euch gerne weiter. Jetzt aber erst mal zum Frage-Antwort-Spielchen.

"Am wichtigsten ist mir jedoch, dass man
nach einem Film viele offene Fragen in seinem Kopf hat
"

Micha: Hi Manuel, erst einmal dankeschön dafür, dass Du in unserer kleinen Jury-Runde dabei bist. Dabei, oh Schreck, bist Du gar kein Filmblogger. Erzähl doch mal kurz, wer Du stattdessen bist und weshalb Du trotzdem Filmtipps auf Lager hast.

Manuel: Hallo Micha! Erstmal vielen lieben Dank für die Einladung zu dem Interview und die Teilnahme an der Jury-Runde. Du hast Recht, ich bin kein Filmblogger, aber trotzdem schon lange ein großer Film- und Serienfan. Filmtipps sind also folglich schon immer ein wichtiger Bestandteil meines Lebens gewesen. Um gute Filmtipps zu bekommen, vertraue ich meistens auf die Empfehlungen von Freunden. Vor 1.5 Jahren ist mir jedoch aufgefallen, dass es recht schwierig ist, den Filmkonsum meiner Freunde aktiv zu verfolgen. Aus diesem Grund habe ich zusammen mit zwei Entwicklern die App ‚krittiq‘ entwickelt, wo man sich aktiv mit Freunden über Empfehlungen austauschen kann.

Micha: Mit Eurer App krittiq habt ihr quasi ein kleines Facebook/Instagram-Dingens für Filmkritiker geschaffen. Mir persönlich gefällt die ganze Geschichte jetzt schon, aber wo stecken Eure Ziele?

Manuel: Wir glauben fest daran, dass Menschen sich gerne über Filme und Serien austauschen. Unser Ziel ist es mit krittiq eine Plattform zu schaffen, wo wir Menschen weltweit über ihren Geschmack verbinden. Aktuell gibt es krittiq nur in Deutschland, aber wir werden das ganze bald auch international ausrollen.

Optisch hübscher als Jack O'Connell auf diesem Bild von Unbroken: krittiq

Micha: Bei mir findet man ja alles und wirklich jede Filmkritik *räusper* Warum brauche ich dann noch krittiq?

Manuel: Da ich selbst mal eine Zeit lang als Blogger unterwegs war, weiß ich, wie viel Arbeit dahinter steckt. Ich glaube aber auch, dass es noch jede Menge Menschen gibt, die auch gerne ihre Meinung über ihren Lieblingsfilm oder Lieblingsserie kundtun würden. Mit krittiq geben wir den Leuten ein einfaches Tool an die Hand, womit sie das tun können.

Micha: Ich weiß, dass Du eifrig dabei bist selbst krittiqs zu schreiben. Wie muss ein Film gestrickt sein, um Dir zu gefallen? Hast Du bestimmte Lieblings-Genre?

Manuel: Das kommt bei mir immer auf meine Stimmung und Situation an. Allgemein mag ich aber gute Thriller sehr gerne, von denen es leider viel zu wenige gibt. Am wichtigsten ist mir jedoch, dass man nach einem Film viele offene Fragen in seinem Kopf hat. Also quasi Filme die zum Nachdenken anregen.

zu den Nominierten des "Der Filmtipp Awards":
"Ich hätte die Liste nicht besser zusammenstellen können."


Micha: Die Nominiertenliste vom #derFilmtippAward ist nun abgeschlossen. Das bedeutet, es kommen keine weiteren Filme mehr hinzu. Fehlen in Deinen Augen bestimmte Filme, die eine Nominierung verdient gehabt hätten?

Manuel: Ich habe jetzt die Liste gesehen und ich hätte sie nicht besser zusammenstellen können :).

Micha: Filmblogs und krittiq – passt das zusammen, oder rede ich hier gerade mit der Konkurrenz?

Manuel: Nein, wir sind keine Konkurrenz. Wir bieten ‚professionellen‘ Filmbloggern nur einen weiteren Kanal an, ihre Kritiken einer Filmcommunity zuzuspielen.

Micha: 2015 ist gestartet. Auf welche Filme freust Du Dich besonders?

Manuel: Da fallen mir spontan Taken 3, James Bond - Spectre und Unbroken ein. Aber da wird sicher der ein oder andere noch dazu kommen.


Micha: Ich danke Dir für das Interview und wünsche Euch mit krittiq weiterhin viel viel Erfolg!

Interview: Bianca und Marco von Duoscope über Bloggen zu zweit und das Besondere an Filmen: "Ursprünglich sah unser Konzept mehr Konflikt vor."

Sie ist gelernte Schauspielerin, er ist studierter Kulturwissenschaftler. Endlich habe ich es geschafft und kann Euch mein Interview mit Duoscope liefern. Bianca und Marco zählen definitiv zu meinen Filmblog-Favoriten. Umso mehr freue ich mich, dass sie ebenfalls in der Jury für den #derFilmtippAward sitzen. Viel Spaß also mit unserem längeren Gespräch unter Filmliebhabern, dass ich mit den beiden - ganz ihrem Stil entsprechend - in Dialogform geführt habe.
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Am Set von Ant-Man und LOST: Marco und Bianca von Duoscope
Spaß, natürlich nicht. Die beiden aber sind echt!
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Micha: Moin Bianca, moin Marco! Ich freue mich, dass ihr mit an Bord seid.

Duoscope: Dankeschön! Wir freuen uns auch. Tolle Aktion übrigens, du hast eine herrlich bunte Jury zusammengerufen. Wir sind gespannt, was am Ende rauskommt.

Micha: Es ist Tradition, also mache ich bei Euch keine Ausnahme – erzählt doch mal was über Duoscope. Woher zum Beispiel der Name? Bei „Duo“ habe ich ja eine Vermutung. ;)

Marco: Ja, das „Duo“ war etwas zu kurz gedacht. Wir Zwei bleiben auf der ganzen Arbeit alleine hängen.

Bianca: Und es ist wirklich viel Arbeit! Sobald wir noch jemanden dazunehmen, müssten wir den Namen ändern.

Marco:  Japp. Wir können nicht mal einen Praktikanten ausbeuten. Heute würde ich uns vermutlich „Die Wilde 13“ nennen. Dann hätten wir viel Luft nach oben, falls uns mal die Puste ausgeht!

Bianca: Aber du hast recht, wir wollten einen Namen, der ausdrückt, dass wir zu zweit sind. Und dann sollte es was mit Optik zu tun haben.


Marco: Wegen Filmblog und so!


Bianca: „Duoscope“ bezeichnet ein Gerät, mit dem man ein Objekt aus zwei Richtungen betrachten kann.

Marco: Wie in Mikroskop, Teleskop und so.


Bianca: Das passte recht gut zu dem, was wir uns vorgestellt haben.


Marco: „1000 Meilen Film“ wäre allerdings auch ein toller Name gewesen – und hätte das Personalproblem gelöst!


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"Bill Paxton ist bis heute eine große Liebe von mir"
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Micha: Ich habe zuletzt Euer hochinteressantes Portrait über Mel Gibson gelesen, ein Held meiner Kindheit. Welche Schauspieler zählen für Euch zwei zu den Helden Eurer Filmjugend?

Bianca:
Dankeschön! Das Porträt hat Spaß gebracht und war uns wichtig. Eine wirklich dramatische Persönlichkeit! Unglaublich, aber ich stand damals auf Noah Hathaway als DIE UNENDLICHE GESCHICHTE lief – allerdings ist das sehr frühe Filmjugend. Später kam dann Tom Cruise dazu. Und Winona Ryder und Christian Slater fand ich sensationell! Jeder Film ein Mega-Muss! Und dann, wieder etwas später, stießen noch Brad Pitt hinzu und Leonardo DiCaprio hinzu, die beiden liebe ich heute noch! Und natürlich waren Ethan Hawke und Robert Sean Leonard auch mit dabei, wobei ich Letzteren dann doch aus den Augen verloren habe. Und das sind ja nur die zeitgenössischen Helden, ich hätte da ja noch all die Stars aus den 50er und 60er Jahren in Petto! J
Marco: 
Du willst ja HOUSE, M.D. nicht gucken! Da isser dann gelandet, dein Robert Sean Leonard! Meine Filmjugend begann ja schon recht früh, und damals gab es keine Auswahl. Einen Videorekorder hatten wir erst, als ich etwa Vierzehn war, also bin ich fernsehgeprägt. Ich erinnere mich, dass jeden Sonntagvormittag ein GODZILLA-Film lief, und jeden Sonntagabend ein JAMES BOND. Die anderen Tage kamen gefühlt nur deutsche Schlager- und Paukerfilme im Fernsehen. Meine ersten Helden waren also Godzilla, Sean Connery und Hansi Kraus! Als Videotheken aufkamen, wurde Michael Dudikoff mein großes Vorbild! Ich habe diese ganze AMERICAN NINJA Erfolgswelle mit voller Wucht miterlebt – wir haben auf dem Rasen vorm Haus wilde Kampfszenen veranstaltet! Und Bill Paxton ist bis heute eine große Liebe von mir – mit 13 hab ich ALIENS das erste Mal gesehen, seitdem find ich den Kerl cool und freue mich immer wie ein Kind, wenn er mal in einem Film auftaucht! Da fehlt mir jede Objektivität!!
Bianca:
Ach, an die Zeit in den 70er und 80er Jahren denke ich echt gern zurück. Drei bis fünf Fernsehsender und noch kein Videorekorder – da gab es kein Überangebot, kein wildes Zappen. Da wurde das eine Abendprogramm geguckt, das es eben gab und ich hab mich immer riesig drauf gefreut! Edelwestern am Samstagabend, klassische Krimis am Freitag. Man musste sich notgedrungen viel intensiver mit den einzelnen Filmen auseinandersetzen und konnte nicht sofort zum nächsten springen. Das hat sich mittlerweile sehr verändert. Ich glaube, damals habe ich meine Liebe zum Film entdeckt.

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"Wir sind wie„Die Ärzte“:
Zwei grundverschiedene Typen, die dennoch auf einer Wellenlänge liegen."
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Micha: Zu Marcos Lieblingsbüchern 2013 gehören World War Z und Gone Girl. Beides grandiose Bücher mit durchdachtem Unterhaltungswert. Ich hoffe seit Jahren auf eine Verfilmung von Der Schwarm – was würdet ihr gerne mal auf der Leinwand sehen?

Marco:
„A Song of Ice and Fire“ begeistert ja mittlerweile zurecht die Welt! Damit bin ich eigentlich glücklich. Allerdings begleitet mich das Expanded Universe von STAR WARS seit 23 Jahren und ich bin tottraurig, dass ich jetzt weder Admiral Thrawn noch Mara Jade oder Anakin Solo je auf der Leinwand sehen werde. Daneben ist „Spin“ von Robert Charles Wilson einer meiner absoluten Lieblingsromane, ich hoffe, der wird mal verfilmt – und natürlich die „Sandman“-Comics von Neil Gaiman.
Bianca:
Auf die „Der Schwarm“ Verfilmung hab ich mich sehr gefreut, ich fand das Buch sauspannend! Uma Thurman hatte wohl die Rechte gekauft, aber leider ist nix draus geworden. Ich hätte die Verfilmung von „Meg“ gern gesehen, ein Bestseller von Steve Alten über ein „freigelegtes“ Megalodon. Regie sollte Jan De Bont führen, aber der ist dann ausgestiegen oder ausgestiegen worden. Mittlerweile scheint das Projekt ad acta zu liegen. Vielleicht auch besser so – Haifilme tendieren ja grad weniger zum Highlight, und nach dem Desaster mit SPEED 2 war De Bont eh weg. Tatsächlich hatte ich neulich Gänsehaut und Pipi in den Augen, als ich erste Bilder zu DER KLEINE PRINZ gesehen habe! Ein wunderbares Buch, ich bin sehr gespannt!

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"Erstaunlicherweise sind wir meistens einer Meinung"
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Micha: Duoscope und Micha, das passt zusammen irgendwie. Das stelle ich immer wieder fest, wenn ich lese, was ihr so über Godzilla, 12 Years a Slave oder American Hustle schreibt. Ist es schwierig ein Blog zu zweit zu führen, bei unterschiedlichen Ansichten zum selben Film?

Bianca: Yay, danke für das Lob! Öh, nein, es gestaltet sich einfacher als wir dachten.


Marco: Ursprünglich sah unser Konzept mehr Konflikt vor. Diskussionen und Streit und so. Viel Haareziehen und Schmollen.


Bianca: Erstaunlicherweise sind wir meistens einer Meinung.


Marco:
Seit wir angefangen haben, konnten wir uns nur in einem einzigen Fall überhaupt nicht einigen: GONE GIRL hat uns tief gespalten! Ich hab tatsächlich ein bisschen geschmollt! Wir versuchen, in den Fällen, wo wir unterschiedlicher Meinung sind, beide Ansichten in den Artikel einfließen zu lassen. So wird das Ergebnis ziemlich objektiv.
Bianca:
Wir ergänzen uns generell perfekt! Marco kennt fast jeden großen Film seit 1975 und hat einen guten Zugang zum modernen Action- und Fantasyfilm. Action ist selten meins – Fantasy schon eher, aber Marco ist da definitiv der Kenner von uns beiden!
Marco:
Wir sind da wie die Band „Die Ärzte“: Zwei grundverschiedene Typen, die dennoch auf einer Wellenlänge liegen. Biancas Stärken sind die Klassiker: Wenn der Film zwischen 1920 und 1970 gedreht wurde, hat sie ihn gesehen. Mehrfach! Wenn sie loslegt, spürt man, wie das Goldene Hollywood vor einem wieder lebendig wird. Das fasziniert mich jedes Mal! Gemeinsam decken wir die gesamte Filmgeschichte ab. Inhaltlich interessiert mich meist das Theoretische, Strukturelle, die Wirkung und das soziale Umfeld eines Films. Ich hab halt Kulturwissenschaft und Geschichte studiert.
Bianca:
Ich bin gelernte Schauspielerin, deshalb habe ich den Blick mehr auf den Akteuren und den Bedingungen, unter denen ein Film entsteht. Wie und wieso kann ein Film emotional berühren? Mit welchen Techniken agieren die Schauspieler? Ich liebe es, wenn ein Film endet und ich erst dann bemerke, dass ich gar nicht über die Spieltechniken oder Ähnliches nachgedacht habe. Dann haben die Schauspieler alles richtig gemacht!
Marco:
Wir diskutieren tatsächlich viel über die Filme, aber unsere Artikel spiegeln nicht, wie ehedem geplant, die Diskussion wider, sondern das Ergebnis!
Bianca:
Nur manchmal entspinnen wir unsere Diskussion vor den Augen der Leser, wenn sie uns interessant erscheint. Das ergibt sich dann im Schreibprozess! Das Haareziehen lassen wir aber weg.

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Audrey geht immer: aktueller Screenshot von duoscope.blogspot.de
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Micha: Was unterscheidet Duoscope von anderen Filmblogs?

Marco:
Wir sind quasi der Audiokommentar unter den Filmblogs. Als ich meinen ersten DVD-Spieler hatte, habe ich mir von all meinen Lieblingsfilmen die DVD gekauft und nur die Audiokommentare laufen lassen, immer wieder. Das war für mich spannender als der Film: welche Gedanken und Geschichten liegen dahinter? Genau das möchten wir mit unserem Blog für Filmfans leisten.
Bianca:
Wenn wir über Filme gesprochen haben, haben wir immer Anekdoten, Geschichten und Zusammenhänge ausgetauscht, die wir über die Filme und Schauspieler kannten. Wir haben jeden, der uns nach einem Film gefragt hat, mit dem gesamten Hintergrundwissen überhäuft, das wir dazu hatten.
Marco:
Wir wollen keine gängigen „Filmrezensionen“ schreiben, sondern kleine Reportagen zu den Filmen. Ein üblicher Filmblog bietet in der Regel einen sehr aktuellen Service: Man liest die Meinung des Rezensenten, seine Bewertung, und weiß dann, ob man den Film schauen will oder nicht. Wir hatten den Wunsch, eine Art Lexikon zu schreiben, mit Artikeln die zeitlos sind und viel Inhalt bieten, vor allem für Cineasten und ganz speziell die Fans eines bestimmten Films. Deshalb stecken wir bis zu 15 Stunden Arbeit in unsere Artikel. Wir versuchen, den Fans und Liebhabern einen Mehrwert zu bieten. Jeder Film, den wir besprechen, ist aus irgendeinem Grund sehenswert, jeder Star hat das Business entscheidend geprägt.
Bianca:
Oft erwähnen wir mit keinem Wort den Inhalt des Films. Bei GHOSTBUSTERS etwa – kennt doch eh jeder, ist doch viel spannender, wie es zu dem Film kam und wie er die Art, Komödien zu drehen, bis heute verändert hat. Oder wusstest du, dass Charlton Heston einer der ersten Hollywoodstars war, der sich öffentlich für Menschenrechte eingesetzt hat? Er ist für die Rechte der Schwarzen ganz vorne mit nach Washington gelaufen, hat sich für homosexuelle Kollegen eingesetzt und ist einer der ersten sozialen und liberalen Stars in Hollywood, der sich öffentlich politisch für die Gleichbehandlung der Schwachen eingesetzt hat!
Marco: Weiß heute keiner mehr!


Bianca: Richtig, dank Michael Moore! Aber genau um sowas geht‘s bei uns.

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Die Frau mit den meisten Oscars ist...na, wer weiß es?
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Marco:
Oder wer kennt Edith Head? Die Frau hat ACHT Oscars gewonnen! Keine Frau der Filmgeschichte hat mehr! Als Kostümdesignerin hat sie an über 1000 Filmen mitgewirkt. Heute weiß jeder, dass praktisch alle Kostümdesigner Frauen sind, aber Edith Head war die erste. Sie hat in den Vierzigern eine rein männliche Domäne beim Film erobert, und heute kann man sich männliche Kostümdesigner fast nicht mehr vorstellen! Jeder große Film und jeder große Star hat die Filmgeschichte verändert und geprägt. Das fasziniert uns.
Bianca:
Zusätzlich möchten wir mehr Aufmerksamkeit für kleinere Independetproduktionen erregen. Da gibt es wirklich sooooo tolle Filme, die kaum jemand sieht, was wirklich schade ist! Die meisten davon sind spannender, kraftvoller und berührender als jedes Effektspektakel. Da steckt auch die erzählerische Innovation im Kino, die heute viele nur noch beim Fernsehen sehen.

Micha: Mein Gott, der norddeutsche Touch in der Begrüßung war nicht beabsichtigt und fällt mir gerade erst auf. Irgendwie kommt’s plump rüber. :D

Marco:
Norddeutsch und plump? Das geht doch gar nicht ... So, und nu ma Budder bei die Fische ... ;-)

Micha: Alles klar, zurück zum Thema. Sagt mir doch mal jeweils drei 2015er Filme, die ihr ohne schlechtes Gewissen jedem Filmfan empfehlen würdet. Mit Begründung selbstverständlich.

Bianca:
Ich bin zwar ein Indie-Verfechter, aber nun folgen tatsächlich drei Mainstream-Empfehlungen! Los geht’s: JAMES BOND – SPECTRE, weil der letzte Bond so grandios war und der Cast für den neuen so kongenial ist, dass der eigentlich nur gut werden kann! JURASSIC WORLD, weil ich da wohl bekomme, was ich erwarte: hervorragendes Popcorn-Kino mit guten Effekten, hanebüchener Story und Dinos, die sich gewaschen haben. THE HATEFUL EIGHT, weil es ein Tarantino ist – die Begründung muss reichen! J
Marco:
2015 hat exzellente Titel in der Pipeline! Ich hab schon jetzt über zwanzig Filme, auf die ich gespannt bin, und es kommen etliche Kracher, an denen ohnehin kein Cineast vorbei kommt. Ich meine, hey: STAR WARS! Hallo!?! Drei Filme, die ich für besonders empfehlenswert halte, sind aber:
ENTOURAGE: Absolute Fanware, aber jede Sekunde wert! Die HBO Serie ist eine der witzigsten und smartesten Aufarbeitungen des Filmgeschäfts, die es gibt! Nach acht Staffeln war Schluss, und jetzt kommt noch ein Film hintendran. Der Trailer verspricht schon das unvergleichliche Flair der Serie. TOMORROWLAND: Brad Birds neuer (Real-)Film verspricht ein Feuerwerk der Fantasie und des filmischen Einfallsreichtums. Wenn der Film das einlöst, was das bisherige Promomaterial verspricht, könnte das eines der absoluten Highlights des Jahres werden! THE LOST CITY OF Z bietet auch alles, was einen exzellenten Kinoausflug ausmacht: Eine wahre Geschichte, ein mysteriöses Abenteuer mitten im Dschungel, exotisches Amazonasflair (die Geschichte hielt sogar schonmal als Hintergrund für einen Indiana Jones Roman her!) und Benedict Cumberbatch! Ich halte James Gray außerdem für einen herausragenden Regisseur, dessen Filme grundsätzlich sehenswert sind!

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"12 Years a Slave war eine meiner größten Enttäuschungen 2014"
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Micha: Bianca, 12 Years a Slave, Argo oder The Artist?

Bianca:
Ah, die drei Besten Oscarfilme der letzten Jahre! Auf jeden Fall THE ARTIST! Ach, das war genau mein Ding! Gefühle ohne Sprache, ach was, eine komplette wunderbare Geschichte ohne Sprache, wie früher! Oft wird heute zuviel geredet in den Filmen, jede Handlung nochmal verbalisiert. Toll sind doch die Filme, die Charaktere nur durch Handlungen beschreiben.
Marco:
Wenn ich kurz darf: Das ging in den Siebzigern verloren! Bis dahin, und noch in TERMINATOR, war ganz wenig Text. Und jetzt? In ATTACK OF THE CLONES sehen wir den Attentäter einen Pfeil auf jemanden schießen, der sofort tot zusammenbricht. Und Obi Wan beugt sich runter, zieht den Pfeil raus, mustert ihn und sagt bedeutungsschwanger: „Ein Giftpfeil!“ Was soll der überflüssige Mist?
Bianca:
Weißt du, was wir bezüglich 12 YEARS A SLAVE gelesen haben? Viele Academy-Mitglieder haben den Film gar nicht gesehen, fühlten sich aber verpflichtet, das Rassismus-Drama zu prämieren! So viel zu der Auszeichnung „Bester Film“. Und unter uns: Ich fand, dass der Film in so unendlich vielerlei Hinsicht an seinen Chancen vorbeigestiefelt ist, dass er eine meiner größten Enttäuschungen 2014 ist!

Wie ich schon sagte. Eine Wellenlänge und so. Marco, du findest Enemy gut. Hab ihn auch gesehen. Erklär ihn mir bitte. :D

Marco:
Kein Problem, ich muss nur noch kurz die Farbe von Pi auf dem Theremin spielen ... Spaß beiseite – weder kann ich das, noch sollte ich es, weil der Film davon lebt, dass jeder selbst ihm eine Deutung gibt. Das Ding ist ein Meisterwerk! Ich habe meine Interpretation zwar öffentlich geäußert, aber tatsächlich finde ich es viel interessanter, Deutungen auszutauschen, als sie vorzusagen und höre viel lieber eine Deutung, als eine abzugeben. Wie hast du ihn denn verstanden? Erwähnte ich, dass Villeneuve vom Team eine Verschwiegenheitserklärung hat unterschreiben lassen, dass niemand etwas zu seinen Absichten sagt? Er selbst meinte, es macht mehr Spaß, wenn jeder selbst das Rätsel löst.

Micha. Na, daran haben sich alle Beteiligten allerdings gehalten! Worauf werdet ihr achten, wenn ihr Euch die fertige Nominiertenliste vom #derFilmtipp Award anschauen werdet und eine Entscheidung treffen wollt?

Bianca:
Ich glaube, am meisten auf das, was die Filme im ersten Moment in mir auslösen: Wohlwollen, Freude oder eher ein schüttelndes „Brrrrr“? – und danach werde ich ihn bepunkten. Ja, ich glaube, so wird das wohl laufen. Wir haben in diesem Jahr bereits so viel analysiert und auseinandergenommen, dass das alles jetzt zwar mitschwingt, aber der Bauch entscheiden darf! Yay!

Marco:
Ich mag keine Erwartbarkeiten. Mir ist oft am wichtigsten: Bringt der Film was Neues,  und wenn ja, wie gut? Das ist immer das, was ich an einem Film am tollsten finde, deswegen liebe ich auch strittige Werke wie SNOWPIERCER: Der hatte eine unglaublich kreative Wucht und war bis unters Dach vollgestopft mit neuen Sachen. Da sitze ich mit leuchtenden Augen wie gebannt im Kino, als wäre es das allererste Mal! Ich liebe Überraschungen auf der Leinwand, egal ob gute oder schlechte!
Ein Film wie GRAND BUDAPEST HOTEL lässt mich da beispielsweise deutlich kälter: Der Film ist zwar kurzweilig und astrein gemacht, aber halt Wes Anderson-Standardware – der Kerl kopiert sich selbst so konsequent, dass er fast zur Parodie seiner Selbst wird und mich auf gewisse Art langweilt.

Micha: Ich danke Euch für Eure Zeit und Eure Worte!

Montag, 12. Januar 2015

Media Monday #185: „Warum wird Ryan Gosling für seine zwei Gesichtszüge geliebt?“

Hallo Filmfreunde,

auch an dieser Stelle noch einmal ein frohes neues Jahr allen Lesern. Wir schreiben den Media Monday Runde 185 und wieder hatte das Medienjournal einige interessante Fragen vorbereitet. Wie vertreibe ich mir den Januar-TV-Blues? Warum finde ich Affleck cool? Was sage ich zu Preisverleihungen? Außerdem oute ich mich als Fanboy von Chloe Grace Moretz und den Guardians of the Galaxy - was ich von Tree of Life nicht behaupten kann. Lest selbst:

1. Das neue Jahr fing ja schon mal schlecht an in punkto Medien, schließlich müssen wir überall den geistigen Dünnpfiff der Pegiden lesen und hören. Mit Herz aus Stahl bin ich außerdem schlecht ins Kinojahr 2015 gestartet und da SchleFaz und Heute Show noch nicht wieder angelaufen sind ist auch im TV Ebbe für mich. AAAber: Mein Mittel dagegen heißt Postillon, True Detectives und Media Monday (schleim…) ;)
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2. Ben Affleck hat zwar nur immer ein und denselben Gesichtsausdruck im Repertoire, aber mittlerweile nimmt er auch nur noch Rollen an, die darauf zugeschnitten sind und passen. Abgesehen davon ist er als Regisseur und kreativer Kopf ein wichtiger Typ in Hollywood, der völlig zu Unrecht so viele Kritiker besitzt. Vor allem dann ungerecht, wenn ich mir die zwei Gesichtszüge von Ryan Gosling anschaue und er dafür geliebt wird.

3. Keine zwei Stunden, nachdem dieser Media Monday online gegangen ist, beginnen die Golden Globe Verleihungen. Spannend, uninteressant, schlicht egal? Wie ist deine Meinung zu derartigen bzw. speziell dieser Veranstaltung(en)? Ich bin nicht so naiv zu glauben es gebe Überraschungen. Und ich denke auch, dass das alles nur noch reine PR Shows sind. Der Faszination und dem Spaß an der Sache kann ich mich aber doch nicht entziehen. Bei den Oscars wird auch mal eine Nacht dafür durchgemacht. Schade finde ich, dass bestimmte Genres gar nicht berücksichtigt werden, andere Filme aber allein durch Cast oder Thematik punkten.

4. Ein Buch oder Film, das oder den ich nicht bis zum Ende durchgehalten habe? Metro 2033 und Tree of Life. Steinigt mich. In beiden Fällen war es die Erzählweise, wobei ich mir bei Metro bis heute nicht sicher bin, ob es vielleicht einfach nur an der sterilen deutschen Übersetzung lag. Thematisch eigentlich total mein Ding.

5. Jeder, der mal völlig aus seiner Komiker- oder Loverboy-Rolle fällt ist sicherlich prädestiniert, den Bösewicht zu spielen, schließlich ist das tausendmal interessanter als zum x-ten Mal der gleiche Böse. Beispiele: Heath Ledger (The Dark Knight), Eddie Redmayne (Jupiter Ascending) oder auch Leo DiCaprio (Django Unchained). Jack Nicholson darf aber immer Schweine spielen. Immer!

6. Wenn Chloe Grace Moretz nicht ihren großen Durchbruch feiert, dann weiß ich auch nicht, denn sie spielt für ihr Alter schon sehr reif und abgeklärt und immer mit exakt der richtigen Nähe zur Figur. Sei es das selbstironische Hit-Girl, die blutdurstige Abby oder sogar die teuflische Carrie im sonst hundsmiserablen Remake. Hoffentlich verfällt sie nicht irgendwann dem Wahn mindestens zehn seichte Liebeskomödien in der Karriere gedreht haben zu müssen.

7. Zuletzt gesehen habe ich Guardians of the Galaxy und das war bereits das vierte Mal seit Ende August, weil mir dieser Film einfach Spaß macht. Er ist dauerhaft spannend und witzig und irgendwie sehr viel unbeschwerter als viele andere Comic-Verfilmungen. Klar, es ist kein tiefsinniger Erguss, aber das Gesamtpaket stimmt. Irgendwie so 90er. 

Der Filmtipp Award 2014: Das sind die Nominierten - Gone Girl vorne!

Hallo liebe Filmfreunde,

nun ist es endlich soweit! Die Liste meiner Nominierten für den Filmtipp Award 2014 steht fest und wird auch nicht mehr umgeschrieben. Ich habe, wie bereits angekündigt, nur Kino- und DVD-Filme bedacht, die ich selbst gesehen habe. Leider habe ich es nicht mehr geschafft rechtzeitig Filme wie Maps To The Stars,The Drop oder Die Entdeckung der Unendlichkeit zu sehen.

roßer Sieger dabei ist Gone Girl - Das perfekte Opfer mit insgesamt neun Nominierungen. Knapp dahinter folgen Boyhood, Nightcrawler und Godzilla, der vor allem in technischen Belangen punkten konnte. Entgegen meiner Erwartungen fallen Die Tribute von Panem: Mockingjay 1 ganz raus, auch meine Vorfreude auf Sin City 2: A Dame To Kill For und Transcendence konnte leider nicht bestätigt werden.

Verteile schon mal ein paar Attrappen
1. Bester Film 2014
2. Beste Hauptdarstellerin 2014
Margot Robbie, Leonardo DiCaprio und Martin Scorsese am Set von Wolf of Wall Street © Universal Pictures
3. Bester Hauptdarsteller 2014
4. Beste Nebendarstellerin 2014
Ben Affleck & David Fincher am Set von Gone Girl © 20th Century Fox
5. Bester Nebendarsteller 2014
6. Beste(r) Newcomer(in) 2014
Aaron Johnson & Gareth Edwards am Set von Godzilla © Warner Bros.
7. Beste Regie 2014
8. Beste Kamera Arbeit 2014
Dan Gilroy & Jake Gylenhaal am Set von Nightcrawler © Concorde Filmverleih GmbH
9. Bester Sound 2014
10. Beste Effekte 2014
Der gesamte Cast von Pride © BBC Films/Pathé
11. Bestes Drehbuch 2014
12. Beste Ausstattung 2014
Christopher Nolan & Matthew McConaughey am Set von Interstellar © Warner Bros.

13. Beste(s) Maske/Make-Up 2014
14. Bester Endzeit Film 2014
Nicolas Cage in Joe © Lionsgate/Roadside
15. Bester Found Footage Film 2014
16. Bester Trailer 2014
Darsteller & Regisseure von Afflicted: Derek Lee & Cliff Prowse © Sony Pictures Home Entertainment

17. Bester Film Moment 2014
18. Bestes Film Zitat 2014
  •   "Verkaufen Sie mir diesen Stift." (Wolf of Wall Street)
  •   "Ich würde niemanden bitten etwas zu tun, das ich nicht selbst tun würde." (Nightcrawler)
  •   "Absolute Ehrlichkeit ist weder die diplomatischste noch die sicherste Art der Kommunikation im Umgang mit emotionalen Lebewesen." (Interstellar)
  •   "Ich arbeite nur in Schwarz! Und manchmal in ganz, ganz dunklem Grau!" (The Lego Movie)
  •   "Ich bin Groot." (Guardians of the Galaxy)
  •   "Worum es allgemein geht? Ich hab sowas von keine Ahnung. Ich meine keiner von uns weiß das. Wir alle improvisieren. Das Gute ist doch, dass Du das spürst. Und das musst Du Dir bewahren." (Boyhood)*
  •   "Was haben wir uns angetan?" (Gone Girl)
Andy Serkis verkörpert Caeser in Planet der Affen: Revolution © 20th Century Fox
19. Bestes Film Poster 2014
20. Titelkrampf 2014
  •  Sex on the Beach - Down Under brennt der Busch (The Inbetweeners 2)
  •  Gott, verhüte! (The Priest's Children)
  •  Einmal Hans mit scharfer Soße
  •  Die Schadenfreundinnen - Drei sind zwei zuviel (The Other Woman)
  •  Ein Schotte macht noch keinen Sommer (What We Did On Our Holiday)
*Nominierte Filme ohne Verlinkung: hier reiche ich meine Reviews nach!



Die Jury
Zusammen mit Cansu und einer Jury aus Filmbloggern werde ich bis Ende Januar entscheiden, welcher Film welche Titel bekommt. Ich freue mich schon auf unsere Diskussionen und Eure Votings! Unsere Jury besteht aktuell aus:

Sonja Hartl von Zeilenkino - Interview

Gina Dieu Armstark von Passion Of Arts - Interview

Bianca Wegener und Marco Mewes von Duoscope

Mathias Grunewald von MyOFB

Stefan Rybkowski von Equilibirum

Manuel Jäger von krittiq

Christian Hoja von Cellurizon - Interview

Florian Erbach von Filmverliebt

Wulf Bengsch von Medienjournal - Interview

Thomas Nemcik von Filmrisse

Alle Nominierten auf einen Blick:
Gone Girl: IIIII IIII
Godzilla: IIIII III
Boyhood: IIIII III
Nightcrawler: IIIII III
Dallas Buyers Club.: IIIII II
Wolf of Wall Street: IIIII II
Stereo: IIIII I
Guardians of the Galaxy: IIIII
Interstellar: IIIII
Exodus: IIIII
Grand Budapest Hotel: IIII
12 Years a Slave: IIII
American Hustle: IIII
Pride: III
Planet der Affen: Revolution: III
The Lego Movie: III
The Retur: II
Transcendence: II
The Rover: II
WER: II
Afflicted: II
Sin City 2: A Dame To Kill For: I
Bad Neighbors: I
No Turning Back: I
Joe: I
Das erstaunliche Leben des Walter Mitty: I
X-Men: Zukunft ist Vergangenheit : I
Open Grave: I
The Purge 2: Anarchy: I
The Frankenstein Theory: I
The Tunnel: I
Paranormal Activity: Die Gezeichneten: I
Der Hobbit 3 - Die Schlacht der fünf Heere: I
Sharknado 2: The Second One: I
Enemy: I
The Drop: I
Grand Piano: I
Katakomben: I

Samstag, 10. Januar 2015

Der Filmtipp: Herz aus Stahl - Krieg hat keine Helden, außer fünf Amerikaner

Die bissige Selbstironie machte Inglorious Basterds für mich zu einem absoluten Lieblingsfilm. Kein Wunder also, dass ich große Erwartungen hatte, als ich hörte, dass Brad Pitt (Fight Club, World War Z, u.a.) einmal mehr auf Nazi-Jagd gehen würde. Nicht falsch verstehen, mir war klar, dass Herz aus Stahl eine ganz andere Stimmung transportieren würde. Trotzdem hätte ich ehrlich nicht erwartet, dass mich dieser Kriegsfilm mit solchen Darstellern derart unzufrieden aus dem Kinosessel entlässt.

Worum geht es überhaupt: Die Alliierten starten im April 1945 einen letzten Großangriff auf Deutschland. Sozusagen an vorderster Front rollt dabei der Sherman-Panzer „Fury“ über die Grenze. An Bord befinden sich General Don Collier und seine Truppe, die er heile durch zahllose Gefechte geführt hat. Doch der Krieg hat in allen Köpfen seine Spuren hinterlassen. Waffentechnisch sind die deutschen Truppen noch immer überlegen und ein unberechenbarer Gegner, der nichts mehr zu verlieren hat. Noch dazu wird „Furys“ bester Schütze getötet und durch einen unerfahrenen Neuling ersetzt.

Traurigerweise liefert die Geschichte dem Kriegsfilm-Genre unzählige Drehbuchvorlagen. Was also hat Fury zu bieten, was wir nicht schon in Apocalypse Now, Der Soldat James Ryan oder Der Untergang gesehen haben? Nun, in der ersten Hälfte des Streifens bietet uns Regisseur David Ayer (Training Day, End of Watch, u.a.) durchaus „neue“ Sichtweisen. Oder zumindest so hart inszeniert, dass sie wie unerwartet wirken. Zwar ist die Botschaft „im Krieg gibt es keine Helden“ nicht neu, doch wenn „Wardaddy“ Pitt seinen Neuling zwingt einen Gefangenen zu erschießen, dann zielt das durchaus Richtung Magengrube.

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Graue Landschaft, schwarze Seelen
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Die größten Stärken des Films sind eindeutig die Optik und die Atmosphäre. Der graue Filter, der sich über die Bilder legt. Ohne Ausnahme dreckige, vom Krieg gezeichnete Gesichter. Von Panzern überrollte Leichen in aufgeweichten Schlammpfützen. Eine klebrige Gesichtshälfte auf dem Bedienfeld im Inneren des Panzers. Deutsche Flüchtlinge, die exekutiert oder geopfert werden. Ein brennender Soldat, der sich selbst erschießt, während die Flammen sein Gesicht zerfressen. Ayer gibt sich Mühe den Krieg als surreale Hölle darzustellen. Der Hass auf die Deutschen wird spürbar und intensiv vermittelt, ebenso die kaputten Seelen der Kämpfer.

Gleich weint er wieder. Shia LaBeouf in Herz aus Stahl
© Sony Pictures
Leider scheinen alle Beteiligten mit jedem weiteren Drehtag den Blick auf das Wesentliche verloren zu haben. Aus einem wirklich passablen Antikriegsdrama verkommt der Film zum pathetischen Actionfilm. Die Hauptpersonen sind ohnehin das zusammengewürfelte Musterklischee schlechthin. Wir haben den Draufgänger, den Gläubigen, den Latino, den unschuldigen Neuling und wir haben den vom Krieg zerfressenen General, der im Herzen ein netter Typ ist. Diese Jungs nennen sich „Bibel“, „Maschine“ und Co. Sie streiten sich, weinen (Shia LaBoeuf fast ohne Pause), drücken sich Männersprüche und feiern jeden toten Nazi. Und sie alle rufen „Der beste Job, den ich je hatte.“ Alter.
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Von World War Z zu World War 2
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Keine Frage, der Film hat seine starken Momente. Zum Beispiel ein Panzer-Duell auf offenem Gelände, bei dem die Effekte die Leuchtspurmunition super inszenieren. Oder ein im Film sehr langgezogener Moment, in dem Panzerführer Pitt zwanghaft versucht ein Stückchen Ruhe zu erzwingen und durch seine eigene Gefolgschaft rücksichtslos aus der Verdrängung in die Realität zurückgeholt wird. Insgesamt fehlt aber die klare Linie. Klar, Krieg folgt keinem roten Faden und es geschehen Dinge, die wir unter normalen Umständen als unrealistisch abstempeln würden. Das allein lasse ich als Argument aber nicht durchgehen. Schon gar nicht bei der rasanten Entwicklung von Logan Lermans Figur.

Das Imperium schlägt zurück? Nein, aber die Alliierten.
© Sony Pictures
Es folgt der traurige Abschluss dieses heroischen Bockmists. Ein kaputter Panzer gegen eine ganze Truppe SS-Soldaten. Die deutschen Kämpfer besitzen im Film bestenfalls die Intelligenz von Zombies und lassen sich reihenweise umnieten. Und Pitt brüllt in der deutschen Fassung auch noch „Bringt mir mehr Schweine zum Schlachten.“ Berge von Leichen um einen Panzer versammelt. Einer überlebt und als er gefunden wird ruft ihm ein Soldat zu „Weißt Du eigentlich, dass Du ein amerikanischer Held bist?“.

Fazit:

Der dämliche deutsche Titel Herz aus Stahl ließ schon nichts Gutes vermuten. Im ersten Drittel liefert Fury noch interessante, verkommene Charakterzüge und schonungslose Kriegsszenen. Der Einsatz der Alliierten ist vielleicht Amerikas letzter von der Weltallgemeinheit akzeptierter Krieg. Und das kosten die Macher dann in der zweiten Hälfte voll aus. Krieg stumpft ab? Dieser Film auch.


Donnerstag, 8. Januar 2015

Let's Be Cops - Die Partybullen: Sichert Euch ein Fan-Paket zum Film!

Hallo liebe Filmfreunde!

Heute startet die Buddy-Komödie Let’s Be Cops – Die Party Bullen mit Jake Johnson und Damon Wayans Jr. in den deutschen Kinos. Aus diesem Anlass habe ich ein Fan-Paket für Euch auf Lager, dass ihr gewinnen könnt. Dieses Fan-Paket besteht aus...

2 Kinotickets
1 Poster
1 Cap
1 Dosenkühler


Was ihr dafür tun müsst? Schnell sein! Postet einfach unter diesen Artikel, oder unter die dazugehörige Facebook-Meldung den Namen von Jake Johnsons Serienfigur aus New Girl.

Unter allen richtigen Antworten lose ich bis Freitag, 23.59 Uhr, einen Gewinner aus und benachrichtige ihn persönlich.


Viel Glück!


Mittwoch, 7. Januar 2015

Interview: Gina Dieu Armstark über Passion of Arts, Filmfavoriten und ihren Künstlernamen: "Tom Hardy kann ich gar nicht leiden."

2014 ist Geschichte. Nur die Dezemberfilme haben noch etwas Laufzeit, damit sie fair mit in die Wertung für #derFilmtippAward aufgenommen werden können. Bis es soweit ist - die Jury wird schon diese Woche loslegen können - stelle ich Euch weiterhin alle Jurymitglieder vor. Dieses Mal begrüße ich Newcomerin Gina Dieu Armstark.
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Nein, das ist nicht Gina. Das ist Nina.
In Ginas Augen ist Nina Audrey Hepburn sehr ähnlich. Wir reden von Nina Dobrev.

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Micha: Hallo Gina, vielen lieben Dank, dass Du Dich als Jurorin zur Verfügung stellst. Erzähl meinen Lesern und mir doch bitte kurz, warum Passion of Arts toll ist und wie Du ans Bloggen geraten bist.

Gina: Hallo, erst einmal vielen Dank, dass du mich mit dabei haben möchtest. Das ganze Projekt klingt schon sehr spannend und ich freu mich, ein Teil davon sein zu dürfen! Passion of Arts ist toll, weil es hierbei nicht nur um Filme und Serien geht, sondern auch die Rubrik "Vogue - Fragen ohne Antwort", die schon auf meinem Moviepilot-Blog gut ankam, mit dabei ist. Außerdem können sich die Leser auch auf diverse Gedichte und Kurzgeschichten meinerseits freuen und natürlich wird auch viel von meiner Kunst zu sehen sein. Ans Bloggen bin ich eigentlich durch meine Freunde und Verwandten gekommen, die immer meinten: "veröffentliche deine Kurzgeschichten" doch irgendwo. Auch Moviepilot brachte mich dazu, denn auf der Seite kann man ja Filmkritiken schreiben.

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"Also nannte ich mich Gott, aber unauffällig und ganz dezent auf Französisch."
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Micha: Was hat es mit Deinem Namen auf sich? Ich bin mir fast sicher Du heißt anders und als ich „Straße zum Glück, Wonderland“ gegooglet habe, hat mir Google Maps den Movie Park in Bottrop vorgeschlagen. Verdächtig.

Gina: Witzig, dass du fragst, das fragt nämlich im Grunde nie jemand. :D Eigentlich ist es ganz banal, denn ich wollte mich nach langem Dagegenschwimmen endlich bei Facebook anmelden und wollte dies aber unter keinen Umständen mit meinem richtigen Namen tun. Also habe ich überlegt und erst fiel mir nichts Originelles ein. Dann nahm ich einfach "Gina", was mehr oder weniger die Abkürzung meines richtigen Vornamens "Regine" ist und vielleicht hörte ich gerade einen Song von "Green Day" und dachte mir, warum nicht den Namen einer meiner Lieblingssänger nehmen? Ich übersetzte ihn einfach und so wurde aus "Armstrong", "Armstark". Das "Dieu" kam erst vor ca. ein oder zwei Jahren dazu. Ich blödelte mit meiner damals noch besten Freundin im Hallenbad rum und sie meinte ich sei "Gott". Also nannte ich mich Gott, aber ich machte das unauffällig und ganz dezent auf Französisch. So wurde Gina Dieu Armstark zu meinem Künstlernamen. Ahem ja, also im Movie Park in Bottrop wohne ich wirklich nicht, aber ich mache jeden Tag zu meinem persönlichen Glück und ja ich bin oft in Gedanken und somit auch im eigenen Wonderland :D 

Kann auch Kunst, die Kollegin. Hier ein schickes Ölgemälde.


Micha: Auf Deinem Blog ist zu lesen, dass Du Remakes und Reboots nicht leiden kannst. Überspitzt gefragt: Gibt es überhaupt einen Film in den kommenden 12 Monaten, auf den Du Dich freust?

Gina: Oh ja, so einige. Zum Beispiel habe ich noch immer nicht Die Entdeckung der Unendlichkeit gesehen und hoffe, dass ich diese Woche noch dazu komme. Dann natürlich The Imitation Game, Big Eyes, Avengers 2, Die Gärtnerin von Versailles und Fack ju Göthe 2.

Micha: Ich blende mal aus, dass auch 30 Seconds To Mars angegeben wurden und lobe Dich für Deinen musikalischen Geschmack (Farin Urlaub und die Ärzte). Schon „Faszination Weltraum“ gehört?

Gina: Danke. Nein, hab eben rein gehört, leider eine CD von Farin Urlaub, die ich noch immer nicht besitze. Ich sollte das mal ändern!

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"Die Dr. Hunter-Reihe von Simon Beckett würde 
mich als Film interessieren, aber nur, wenn Jake Gyllenhaal Dr. Hunter spielt."
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Micha: Von „Faszination Weltraum“ zackig den Bogen gespannt zu Fantasy- und Thriller, Deinen Genre-Lieblingen in Sachen Buch. Gibt es Bücher, die Du gerne mal auf der Leinwand wiederfinden möchtest?

Gina: Im Grunde nicht. Die meisten Buchverfilmungen, von denen ich das Buch las waren eine Katastrophe und jetzt habe ich auch noch gelesen, dass Kind 44 von Tom Rob Smith mit Tom Hardy verfilmt wurde. Den kann ich so gar nicht leiden :( Das schlimme ist eigentlich - haltet mich für verrrückt - aber ich drehe beim Lesen immer meinen eigenen Film und besetze die Charaktere auch mit Darstellern die ich mag, kenne und finde, dass die passen. Das macht es schwer, dem dann gerecht zu werden. Ja ich weis, ich bin anspruchsvoll, aber als eigene Schreiberin darf ich das auch. Im Moment würde mich die Dr. Hunter-Reihe von Simon Beckett als Film interessieren, aber nur, wenn Jake Gyllenhaal auch Dr. Hunter spielt. :D

Micha: Du liest nicht gerne Geschichten, in denen Mädchen die Hauptperson sind. Trifft das bei Dir auch auf Filme zu?

Gina: Komischerweise nicht. Es kommt meistens auf den Charakter der Dame an. Ist es eine Carrie Bradshaw (Sex and the City) oder eine Rosie (Love, Rosie) befinden wir uns ja noch im grünen Bereich. Sobald es aber eine Superfrau a la "ich kann alles und weiß alles" wird, wünsche ich mir einen Bus, der sie ausknipst. Das gilt auch für nervtötende Ladys wie Bridget Jones (Schokolade zum Frühstück), die ständig nur jammern. Schwer zu sagen, ich weis vorher ja nie, wie die Frau drauf ist, also kriegt sie wenigstens eine Chance.

Micha: Was wäre, wenn Tom Cruise mal ein Mädchen spielen würde?

Gina: Der ist viel zu maskulin, aber ich würde es mir ansehen. Das muss man doch mal gesehen haben! Immerhin war James McAvoy als Frau klasse und Jared Leto hat dies sogar noch übertroffen.

Micha: Worauf wirst Du achten, wenn Du als Jury-Mitglied Deine Votes abgibst?


Gina: Je nach Kategorie werde ich darauf achten, wieviel Eindruck bei mir hinterlassen wurde. So bewerte ich auch die Filme, die ich sehe. Wenn mich ein Film von anfang an mitreißt und auch danach noch in meinen Gedanken hängt, erzielt er natürlich eine höhere Punktzahl, als einer, der nach 20 Minuten noch immer nicht richtig unterhalten kann. Wir werden sehen, ich werde fair sein!

Micha: Da bin ich mir sicher. Ich danke Dir für das Interview und gespannt auf Deine Votes:)

Sonntag, 4. Januar 2015

Titelkrampf: 3 Türken und ein Herz aus Pupspulver

Gleich zu Jahresbeginn sprang mir ein Filmtitel vor die Linse, der es ohne Zweifel zu den ganz großen des Jahres hätte schaffen können: Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach. Mein erster Gedanke war: „Der Originaltitel ist bestimmt ‚Anna‘ oder ‚Life“ oder sowas.“ Leider (oder zum Glück?) handelt es sich dabei tatsächlich um die wortwörtliche Übersetzung vom Schwedischen ins Deutsche. Also außer Wertung.

Genau wie die zig beknackten Nebentitel. Ich sag nur „Die Party-Bullen“, „Jeder dreht mal durch“ oder „Die Fasanentöter“. Ein besonderer Leckerbissen ist Pixars neues Werk Big Hero 6. Bei uns heißt es – jetzt bitte auf den Nebentitel achten: Baymax – Riesiges Robowabohu. Alter...

Männer, die sie (wie ein) Pferd nannten


Kann sich jemand noch an dieses schwarze, kultige Serienpferd aus den 50ern erinnern? Fury? Ich schon. Warum ich das frage? Nun. Aktuell hängt ein Filmplakat an den deutschen Kinos. Brad Pitt und viele andere bekannte Jungs. In Uniformen, dreckig, vor einem Panzer. Würde dieser Film bei uns nun Fury heißen - würde ich automatisch an den Gaul und seine Abenteuer denken? Wohl kaum. Damit ich aber gar nicht auf den Gedanken komme – im Original heißt der Film nämlich Fury – wurde das Kriegsfilmchen bei uns ganz unheroisch und modern Herz aus Stahl getauft. Da rollt der Panzer vor Stolz!

Michael Keaton feiert aktuell ein grandioses Comeback. Er ist einer der Hauptfavoriten auf den Oscar. Der viel gelobte Film heißt schlicht und ergreifend Birdman. Einfach nur Birdman. Jedenfalls in den USA. Bei uns heißt er Birdman und die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit. Wow! Ich habe tatsächlich keine Ahnung was das soll. Ist das vielleicht Tiefsinn? Oder sind lange Titel wieder Mode? Falls ja, ein weiterer Vorschlag: Boyhood oder das zweieinhalbstündige Aufwachsen eines Durchschnitsjungen. Oder vielleicht Godzilla oder das überraschende Plattwalzen westamerikanischer Küstenstädte.

Warum eigentlich immer nur ein Baby?


Dann wäre da noch 3 Türken und ein Baby. Ein sehr kreativer Titel. Aus deutschem Dichter-und-Denker-Hause. Klingt tatsächlich ganz anders als die Filme Zwei Männer und ein Baby, Drei Männer und ein Baby, Noch Drei Männer, Noch ein Baby, Drei Schweinchen und ein Baby, Drei Särge und ein Baby und Zwei Männer und (k)ein Baby. Hin und wieder musst Du Dich einfach aus der Masse hervorheben. Wenn dann noch große Namen wie Eko Fresh mitspielen, dann ist der Erfolg doch eine sichere Sache.

Als kleiner Junge habe ich immer davon geträumt fliegen zu können, am besten mit Raketenantrieb. So Interstellar-mäßig. Wenn ich jetzt also von einem Film höre, bei dem es um eine Erfindung geht, die genau das ermöglicht und dessen Buchvorlage von Kultautor Jo Nesbo stammt, dann kann doch eigentlich nichts mehr schiefgehen. Wie lautet diese bahnbrechende Erfindung? Turbo-Tech-Flight 3000? Fire-Rocket? Nein... Pupspulver. Sie heißt Pupspulver. Und der Film heißt Doktor Proktors Pupspulver. Einfach so.


Endlich 2015! Frohes neues Kinojahr und danke, danke, danke!

Hallo liebe Filmfreunde,
ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr und hoffe Ihr seid alle entspannt gerutscht! Weil wir in den vergangenen Wochen so viele Rückblicke und Resümees lesen durften erspare ich Euch das hier einfach mal. Gut, wäre auch etwas spät, zugegeben. Na und? Stattdessen möchte ich Euch ganz offen ein paar Daten und Fakten zu meinen ersten zehn Monaten als Filmblogger präsentieren. Zuvor aber noch eine kleine Aussicht auf die kommenden Wochen und Monate für Euch auf Lager.

Natürlich wird es wieder meine ausführlichen Filmkritiken und Cansus gewissenhafte TViews geben. Weiterhin werde ich Euch Found Footage und Endzeitfilme näher bringen. Erster Vorsatz: Hier ein wenig konsequenter in den Genres graben. Auch in Sachen Interviews bleibe ich dran. Zweiter Vorsatz: Wieder etwas regelmäßiger über die miesen deutschen Filmtitel meckern. Das hat erstens Spaß gemacht und zweitens hatte es einen satirischen Charakter und wirkte tiefsinnig :) Ende Januar werde ich Euch dann endlich die Gewinner des #DerFilmtippAwards 2014 präsentieren. Ich plane noch ein paar zusätzliche Neuerungen, über die ich Euch zu passender Zeit auf dem Laufenden halte werde. Wenn Nordkorea nicht schneller ist als ich, jedenfalls.

Nun aber Zahlen und Fakten: Die meisten Seitenaufrufe erzielte 2014 meine Filmkritik zu Christopher Nolans Science-Fiction Brainchrusher Interstellar (264). Das erstaunt mich. Ich selbst hab gar nicht alles verstanden. Muss ich gut drumherum geschrieben haben. Schön! Auf Platz 2 und 3 landeten meine Filmkritik zu 300: Rise of an Empire (184) sowie mein Zukunftsausblick zu The Walking Dead: Staffel 5 (175). Das kann ich mir leichter erklären, Stichwort Schlagbegriffe. "Fickst". "Zombies". Boom, da klickt's! Tatsächlich haben mehr User den Weg zu meiner Seite über Facebook gefunden, als über Google. Allerdings mit schwindend geringem Abstand. Übrigens ist Filmherum der einzige Filmblog in der Top Ten aller Verlinkungen auf meiner Seite. Finde ich klasse! Gruß an dieser Stelle an Dominik.

12.910 Seitenaufrufe machen im Schnitt 1.291 Besucher pro Monat. Auf Facebook folgen mir knapp über 300 User, auf Twitter 120. Da ist natürlich überall noch ordentlich Luft nach oben, aber das ist auch schön für mich. Ich kann das alles noch ohne Tool, quasi an den Fingern abzählen und trotzdem stolz sein! Die perfekte Mitte. Ich meine, für meine ersten zehn Monate als Filmblogger bin ich mit diesen Zahlen absolut zufrieden. Abgesehen davon wäre ich irgendwie beim falschen Hobby gelandet, wenn ich mich nur an Zahlen messen würde.

Ich möchte mich bei meinen Lesern bedanken. Für Euch zehn ist dieser Blog! Und vor allem bei allen Mitwirkenden, Tippsgebenden, Kommentierenden, Korrigierenden, Mitschreibenden, Fragenstellenden, Antwortenden und Folgenden. 2015 wird es weitergehen. So oder so, weil’s Spaß macht :)

Also auf ein neues filmreifes Jahr, Euer Micha!