Montag, 11. August 2014

Media Monday #163 - Zu viele Arztserien, zu viel Werbung, zu viel Tatort

1. Serien oder Filme, die Drogenhandel oder –konsum thematisieren sind wichtig, wenn es nicht diese dämlichen Kifferkomödien sind. Ich finde zum Beispiel, dass Leonardo DiCaprios Rolle als Jim Carroll noch immer eine seiner besten Rollen ist. Und Breaking Bad zeigt den Verfall der Süchtigen auch grandios, auch wenn hier zynischer und provokanter damit umgegangen wurde.

2. Werbung empfinde ich als anstrengend, denn sie nimmt den ganzen Reiz, die Atmosphäre, die Konzentration auf einen Film. Ich weiß, nicht unbedingt die gewollte Antwort, aber ich habe gestern mal wieder versucht einen Film (siehe unten) auf ProSieben zu gucken. Eine Qual.

3. Arztserien gibt es einfach zu viele. Nicht, dass mich die Thematik langweilen würde, aber außer Emergency Room (ernst), Dr. House (Kult) und Scrubs (Satire) hätte es nicht auch noch die ganzen deutschen Kopien geben müssen. Auch kein Grey’s Anatomy, Chicago Hope und was weiß ich, was es da noch alles gibt.


4. Ich würde mir ja mal einen Tatort wünschen, der gründlich untersucht und gereinigt wird. Ach so, dieses TV-Dingens? Hat mich noch nie gereizt, vielleicht weil Bild und Co das pushen wie ein Helene Fischer Album.

5. Nymphomaniac schreit schon nach Kunstfilm, erscheint mir aber nur prätentiös, weil Lars von Trier als Typ, Sex als Thema und viele bekannte Darsteller in „besonderen“ Rollen mehr auf Kasse und Hype aus sind, als sie der Öffentlichkeit gegenüber eingestehen.

6. Angelina Jolie ist nicht nur attraktiv, sondern überzeugt auch in ihren Rollen, speziell in Durchgeknallt und Der fremde Sohn. Hatte kurz überlegt Jennifer Lawrence für ihre Leistungen in Silver Linings und American Hustle zu adeln. Aber ich will nicht auf diesem J-Law-Hype mitschwimmen.

7. Zuletzt gesehen habe ich Das Gesetz der Rache und das war wieder einmal grandios, weil ich erstens die Thematik super interessant finde, zweitens der Film schöne moralische Fragen aufwirft und drittens, weil ich finde, dass Gerald Butler besser ist, als seine Rollenwahl.

6 Kommentare:

  1. Ich habe zwar "Chicago Hope" seinerzeit leider verpaßt (wegen mieser deutscher Sendezeiten), weiß aber, daß das alles andere als eine durchschnittliche Arztserie war. Bei Schöpfer David E. Kelley ("Picket Fences", "Boston Legal") wäre Massenware ja auch extrem überraschend ...

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    1. Ich sage nicht, dass die alle schlecht waren - ich sage nur, es gibt zu viele davon:)

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  2. Lars von Trier scheint mir generell recht prätentiös zu sein. Aber muss man eben mögen. Wahrscheinlich.

    "Das Gesetz der Rache" fand ich ganz interessant, aber letztendlich nicht so clever, wie er gerne sein möchte.

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    1. Ja leider driftet der Film am Ende zu sehr ab, die ersten zwei, drei Gespräche zwischen Jamie Foxx und Gerald Butler sind die Höhepunkte! Und die erste Gerichtsverhandlung ("Wie bescheuert sind sie eigentlich?") :)

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  3. Ohja, es gibt nichts schrecklicheres als Werbung. Selbst bei einem Fußballspiel denke ich mir immer, vergeudet doch nicht die Zeit mit Werbung, sondern fangt an wild herum zu analysieren und floskeln rauszuhauen, aber bitte keine Werbung! :D

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  4. Ganz genau! Und dann ist das auch noch meistens so Werbung für diesen Trash TV Mist oder für Dating Portale ("Tscheff, ich heiße Tscheff").. -.-

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