1. Serien oder Filme, die Drogenhandel oder –konsum
thematisieren sind wichtig, wenn es nicht diese dämlichen Kifferkomödien sind.
Ich finde zum Beispiel, dass Leonardo DiCaprios Rolle als Jim Carroll noch
immer eine seiner besten Rollen ist. Und Breaking Bad zeigt den Verfall der
Süchtigen auch grandios, auch wenn hier zynischer und provokanter damit
umgegangen wurde.
2.Werbung empfinde ich als anstrengend, denn sie nimmt den
ganzen Reiz, die Atmosphäre, die Konzentration auf einen Film. Ich weiß, nicht
unbedingt die gewollte Antwort, aber ich habe gestern mal wieder versucht einen
Film (siehe unten) auf ProSieben zu gucken. Eine Qual.
3. Arztserien gibt es einfach zu viele. Nicht, dass mich die
Thematik langweilen würde, aber außer Emergency Room (ernst), Dr. House (Kult)
und Scrubs (Satire) hätte es nicht auch noch die ganzen deutschen Kopien geben
müssen. Auch kein Grey’s Anatomy, Chicago Hope und was weiß ich, was es da noch
alles gibt.
4. Ich würde mir ja mal einen Tatort wünschen, der gründlich
untersucht und gereinigt wird. Ach so, dieses TV-Dingens? Hat mich noch nie
gereizt, vielleicht weil Bild und Co das pushen wie ein Helene Fischer Album.
5.Nymphomaniac schreit schon nach Kunstfilm, erscheint mir aber
nur prätentiös, weil Lars von Trier als Typ, Sex als Thema und viele bekannte
Darsteller in „besonderen“ Rollen mehr auf Kasse und Hype aus sind, als sie der
Öffentlichkeit gegenüber eingestehen.
6.Angelina Jolie ist nicht nur attraktiv, sondern überzeugt
auch in ihren Rollen, speziell in Durchgeknallt und Der fremde Sohn. Hatte
kurz überlegt Jennifer Lawrence für ihre Leistungen in Silver Linings und
American Hustle zu adeln. Aber ich will nicht auf diesem J-Law-Hype
mitschwimmen.
7. Zuletzt gesehen habe ich Das Gesetz der Rache und das war
wieder einmal grandios, weil ich erstens die Thematik super interessant finde, zweitens
der Film schöne moralische Fragen aufwirft und drittens, weil ich finde, dass Gerald
Butler besser ist, als seine Rollenwahl.
Filmblogger Christian Grenzel veröffentlicht demnächst sein
Regie-Debüt Die Muse als Video on Demand. Ich durfte mir den Film bereits
anschauen, meine Gedanken dazu findet Ihr HIER. In diesem kleinen Interview
erfahrt Ihr nun noch etwas mehr über Christians Beweggründe, diesen Film zu
drehen.
Hallo Christian, Glückwunsch zu einem wirklich gelungenen
Regie-Debüt. Meine erste Frage würde gleich mal auf den Filmtitel 'Die Muse'
anspielen - was hat Dich dazu inspiriert, diese Geschichte zu verfilmen?
Ich mag Kammerspiele - Geschichten, die sich auf sehr
kleinem Raum abspielen und sich dabei ganz auf die Figuren konzentrieren. Mich
interessiert die psychologische Dynamik zwischen Menschen - in diesem Fall
zwischen Täter und Opfer. Da versuchen zwei Leute, in den Kopf des jeweils
anderen hineinzukommen, und beide sind auf ihre Art Gefangene. Und ich finde es
immer spannend, was Menschen antreibt, warum sie das tun, was sie tun -
deswegen wollte ich keine Geschichte über einen eindeutig verrückten
Filmpsychopathen erzählen, sondern über einen vielschichtigen Mann, der trotz
seiner verbrecherischen Taten auch ein Mensch bleibt. Außerdem interessiere ich
mich sehr dafür, wie Kreativität funktioniert, wie Ideen entstehen, wie der
Prozeß abläuft, in dem etwas entsteht - so entstand die Konstellation des
Schriftstellers und seiner Muse.
Henriette Müller und Thomas Limpinsel wird, wie bei einem
Kammerspiel üblich, extrem viel Leinwandzeit geboten. Gab es Dinge, bei denen
es Dir besonders wichtig war, dass die beiden sie richtig vermitteln?
Ich hatte immer den Gedanken, dass Fischer ein Mensch ist,
von dem die Nachbarn später sagen würden: "Der war so ein netter Mann.
Ganz unauffällig. Ein bisschen zurückgezogen." Wir haben daher immer daran
gearbeitet, wie bedrohlich er sein würde, wie freundlich, wie überlegt er
sprechen würde, wo man Risse in seiner Façade sehen wird. Diese Balance
zwischen einem höflichen, etwas unscheinbaren Auftreten und all dem, was
darunter liegt - die Abgründe, die Verzweiflung - war mir bei Thomas sehr
wichtig.
Katja ist ja lange Zeit gewissermaßen ein unbeschriebenes
Blatt - wir wissen nicht viel über sie, und wir wundern uns ebenso wie sie,
warum ausgerechnet sie Fischers Muse sein soll. Ich wollte bei Henriette daher
eine gewisse alltägliche Qualität haben, hinter der sich alle Facetten der
Figur verbergen können - vom verängstigten Opfer hin zur wehrhaften Frau, von
der ganz rational alle Möglichkeiten durchgehenden Person hin zu jemand, der
wie ein eingesperrtes Tier gefährlich werden kann. All das sollte quasi
gleichzeitig glaubwürdig in der Figur drinstecken und doch erst spürbar werden,
wenn die Umstände es hervorrufen.
Welche Pläne hast Du für die nahe Zukunft, was kann man von
Dir erwarten demnächst?
Ich arbeite an der Finanzierung meines zweiten Spielfilms
Brot und Spiele. Das ist eine Komödie über Freundschaften, Rivalitäten, alte
Kindsköpfe und ebenso alte Computerspiele. Thomas Limpinsel und Götz Otto werden
die Hauptrollen spielen. Auf Vimeo gibt's einen kurzen Teaser dazu. Nebenher
habe ich auch immer mal kleinere Projekte, die ich zwischendurch angehe - da
kommt in Bälde auch etwas...
Wer mit der gefühlt hundertsten „Schweiger- oder Schweighöfer“-Komödie
nichts anfangen kann, dem wird leider selten alternatives Genre-Kino geboten. Jedenfalls
wird damit nicht großartig geworben. Mit Filmen wie Stereo traut sich der
deutsche Film endlich mal wieder mehr zu, die meisten dieser Versuche verweilen
aber im Geheimtipp-Status. Die Muse ist ein solcher Geheimtipp. Filmblogger und
Regisseur Christian Genzel (Schlaflos, Tutmosis, u.a.) veröffentlicht sein
Debüt demnächst als Video on Demand und ich hatte das Vergnügen, mir seinen
Film schon vorher ansehen zu dürfen.
Kurz und knapp zur Story: Studienabbrecherin Katja (Henriette
Müller, Berlin Calling u.a.) wacht in einem Käfig auf. Schriftsteller Peter (Thomas Limpinsel, Shoppen u.a.) hält
sie dort gefangen. Er möchte sie dazu bringen ihn bei seinem neuen Werk als
Muse zu dienen. Freiwillig, denn sein neues Werk sei so bedeutend, dass sie es
verstehen müsse. Katja ist „not a muse(d)“…Gott, entschuldigt das schlechte
Wortspiel. Jedenfalls entsteht ein Machtkampf
zwischen den beiden, der es in sich hat.
„Wozu sind wir denn hier, wenn wir nicht etwas hinterlassen,
dass unsere Existenz rechtfertigt?“
Gleich zu Beginn punktet der Film durch seine düstere Atmosphäre,
untermalt von orchestralen und jazzigen Musikeinwürfen. Ohne viel Vorgeplänkel startet
Katjas Albtraum in Gefangenschaft. Verwirrt und eingesperrt aufzuwachen muss
ein schlimmes Erlebnis sein, ich fühlte mich hier ein wenig an Saw erinnert.
Die Muse ist aber kein Horrorschinken, sondern ein Kammerspiel. 90 Prozent des
Streifens spielen sich im Keller ab. Ein Aufeinandertreffen zweier
Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. „Mich interessiert die psychologische Dynamik zwischen
Menschen - in diesem Fall zwischen Täter und Opfer. Da versuchen zwei Leute, in
den Kopf des jeweils anderen hineinzukommen, und beide sind auf ihre Art
Gefangene“, so Genzel, der auch das Drehbuch schrieb.
Auf der einen Seite haben wir die verängstigte Entführte,
die versucht Herr ihrer Sinne zu bleiben und trotz ihrer Verzweiflung Mut zu
Befreiungsplänen entwickelt. Gegenüber am Schreibtisch sitzt ihr Peiniger, der die bürokratische
Ruhe eines Psychologen in sich trägt. Mit Geduld und der Bitte um Verständnis
versucht er Katja die Situation als logisch und unausweichlich klarzumachen.
Thomas Limpinsel trägt den Film mit seiner nüchternen Spielweise, die von
Beginn an authentisch beängstigend wirkt. Seine Figur ist es allerdings auch, der
mehr Tiefe verliehen wird. So erfährt der Zuschauer mehr über dessen Bewegründe,
als Opfer Katja.
Schön psychopathisch, wie er Katja im höflichen Ton erklärt, warum
er sie auswählte und sie mit ihrem Alltagstrott erniedrigt: „So trostlos das auch
für sie ist, nach Hause zu kommen ist noch viel schlimmer.“ Dabei kommt immer mehr ans Licht, dass es eigentlich Peter ist, der unter seinem Leistungsdruck und der finanziellen Notlage seelisch zerbricht.
Weitere gut inszenierte Momente sind die, in denen Peter (von Katja ausschließlich „Fischer“ genannt) ihr den Rücken zu
wendet, als wolle er sie mit Ignoranz bestrafen. Oder die kleineren
Überraschungen, wie die Handy-Szene und den Messertest. Ja, Genzel lässt den
Zuschauer mit Katja zusammen ausharren, was die ein oder andere Überlänge mit
sich bringt. Trotzdem bleibt der Spannungsbogen erhalten und mündet in ein
Finale, dass Spannung pur bietet – dem nüchternen Charakter des Gesamtfilms
aber treu bleibt.
Wenig Hollywood - zum Glück
Wer Filme wie Misery mit Kathy Bates oder Extremities mit Farrah Fawcett gesehen hat, der weiß,
dass die Grundidee des Films nicht sonderlich neu ist. Anders ist aber die
Herangehensweise. Zum Glück vermeidet Genzel es auf altbewährte Klischees wie
das Stockholm-Syndrom, klingelnde Cops oder suchende Freunde zu setzen. Selbst
die blutigen, „Action“-lastigen Momente sind eher dezent eingestreut, wodurch Die
Muse glücklicherweise nicht auf den trendigen Torture-Porn und Rape’n’Revenge Wellen
mit surft. Schön zu sehen, wenn ein deutscher Film gar nicht erst versucht amerikanisch zu sein.
Fazit: Die beiden Hauptdarsteller liefern ganze Arbeit und
können dank eines guten Drehbuchs an der typisch übertriebenen
Hollywood-Theatralik vorbei, authentisch und menschlich spielen. Zwar hat der Film
so seine Längen, doch das bissige Kopfduell der beiden Figuren wird zu keiner
Zeit langweilig. Die Muse ist durch und durch ein Filmtipp. Allein deshalb,
weil Genzel beweist, dass deutsches Independent Kino funktionieren kann.
HIER geht es zum Interview mit Regisseur Christian Genzel!
ich bin leider ein bisschen spät dran mit meinen
Empfehlungen und deshalb starte ich wieder mit dem Beginn des Wochenendes.
Soviel schon mal vorab: Die Primetime ist relativ enttäuschend, doch ab 22 Uhr
wird‘s richtig interessant :D
RTL II läutet heute Nacht die Endzeit ein mit Dawn of the Dead um 23:00 Uhr. Ein Horrorfilm mit Splatter, schnellen Zombies und einer
ordentlichen Portion schwarzem Humor. Laut Micha kann der Film, trotz Lachern, mit
Genre-Kollegen wie 28 Days Later oder Resident Evil mithalten.
Doch mein TV-Highlight dieser Woche ist wohl das
Abendprogramm von RTL. Die Primetime startet mit Ratatouille. Habe bisher viel
Gutes darüber gehört. Von sechs Oscarnominierungen gewann der Pixar-Film die
Auszeichnung „Bester Animationsfilm“ im
Jahr 2008. Werde ihm ein Versuch geben.
Feiernde Kinder und rächende Väter
Anschließend läuft um 22:20 Uhr die Handkamera-Komödie Project
X. Der Plan: Drei 12-Klässler inszenieren eine Party. Der Ausgang: Verheerend!
Ich habe diesen Film im Stile eines Handkamera-Hangover schon gesehen und kann nur sagen:
Absolut empfehlenswert! Wahrscheinlich werdet Ihr danach das dringende Bedürfnis
haben, Feiern zu wollen ^^
Am Sonntag läuft einer meiner liebsten Filme und meiner
Meinung nach Gerald Butler in seiner besten Rolle – Gesetz der Rache. Ich weiß,
da sind vermutlich 300 von Euch anderer Meinung, aber ich steh nun mal auf
Rachefilme (definitiv mein Lieblingsgenre!), und dieser ist wirklich ein
Musterbeispiel auf diesem Gebiet :) Um 23:00 Uhr auf Prosieben.
Ein Film über einen Baustellen-Manager. 85 Minuten lang
zeigt die Kamera nur ihn, wie er Auto fährt. In Echtzeit, von Birmingham nach
London. Kaum Schnitte, dafür zig Telefonate. Der Inhalt von Stevens Knights
Kammerspiel Locke klingt nicht gerade nach einem massentauglichen Blockbuster.
Und er ist es auch nicht. Er ist viel besser.
Ivan Locke startet sein Auto, wirkt ruhig und entschlossen. In
welche Richtung es geht ist noch nicht klar. Doch er erhält Anrufe, viele
Anrufe, die in der ersten Hälfte des Films das Mosaik der Story nach und nach
zusammenflicken. Eigentlich müsste Ivan am nächsten Morgen eine Betonlieferung
empfangen, die das Fundament seines gigantischen Bauprojektes bilden soll. Doch
er fährt nicht nach Hause zu seiner Familie, er fährt nach London. Er hat sich etwas
in den Kopf gesetzt, dass sein ganzes Leben verändern wird.
Ich mochte Tom Hardy schon dank seiner Nebenrollen in
RocknRolla, Inception oder The Dark Knight Rises. Was der Brite aber hier
abliefert ist schauspielerisches Kino vom feinsten. Die neue Red-Epic-5k-Digitalkamera
weicht zu keiner Zeit von seinem Gesicht, so dass der Zuschauer jedes
Wimpernzucken, jeden Blick, jede Mimik dokumentiert bekommt. Hardy lässt sich
davon aber nicht aus der Fassung bringen. Im Gegenteil. Seine Worte und seine
Gestik bilden einen harten Kontrast, der Kampf die Nerven zu behalten ist
spürbar. Die Balance zwischen Tränen unterdrücken und zweckmäßiger Euphorie
zelebriert er gerade zu.
Tom Hardy triumphiert
Nein, hier ist nichts kitschig. Steven Knight präsentiert
eine Geschichte ganz nah am normalen Alltag eines normalen Menschen, der alles
ist, nur nicht perfekt. Lockes Handeln und seine Motivation lassen ihn zuerst
sympathisch wirken, seine Bewegründe dafür regen aber zur Moraldiskussion an.
Weil es hier um diese eine Person geht ist der Titel Locke auch so gut gewählt.
Der deutsche Titel No Turning Back ist dagegen einmal mehr unkreativ und
spoilert in gewisser Weise – klarer Fall von Titelkrampf. Und wo wir gerade bei
den negativen Aspekten sind: Was zum Teufel haben sich die Studios bei den
deutschen Synchronstimmen gedacht? Außer Hardys üblicher Stimme Tobias Kluckert, empfand ich
tatsächlich alle anderen als deplatziert und nervig.
Auf den ersten Blick bietet Locke natürlich kaum Abwechslung - er könnte auch als Hörspiel einwandfrei
funktionieren - und es kommt auch trotz der langen Autofahrt weder zu Staus,
noch zu Verfolgungsjagden oder Unfällen. Das hier ist eben kein Film mit Jason
Statham (Sorry, Jason) oder transformierenden Blechbüchsen. Die Abwechslung und
die Spannung passiert hier auf Gefühlsebene und im bärtigen Gesicht Hardys. Größere
Preise hätten dieses Werk und vor allem sein Darsteller verdient gehabt. Denn
Tom Hardys Ivan Locke kämpft mit menschlichen Fehlern und Problemen, die sich
ausschließlich auf ihn und sein Umfeld auswirken. Das sind die wahren
Baustellen.
Nach einer kreativen Pause von einer Woche nehme ich nun
wieder am Media Monday teil und ich muss sagen, er hat mich gefordert.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir hier von einem Montag reden.
Keine Ahnung. Wie dem auch sei, es freut mich, dass mit Filmtiteln sogar ein
Thema angesprochen wurde, dass in mein Blog-Gebiet fällt. Welchen sieben Fragen
ich mich stellen musste und welche Antworten ich darauf gegeben habe, das sehr
Ihr hier:
1. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne
Ende: Eine meiner liebsten Serien ist noch immer The Walking Dead und ich
hoffe, dass es noch ein paar Staffeln gibt. Trotzdem soll man dann aufhören,
wenn es am schönsten ist. Mit einem gut durchdachten Knalleffekt als Ende
könnte ich auch gut leben.
2. Mit den Filmen der 40er & 50er als Dekade konnte ich
bisher wenig anfangen, weil ich einfach bessere Technik gewohnt bin und mich
irgendwie schwer – wenn auch zunehmend – damit auseinandersetzen kann. Ich
weiß, Schande über mein Haupt.
3. Ich fände es ja toll, wenn es zu Captain Tsubasa neue
Abenteuer und Geschichten gäbe und sei es als Comic oder mit echten
Darstellern, denn jetzt als Weltmeister wird es noch mehr Spaß machen sich
wenigstens in diesen Stories von den Japanern abziehen zu lassen:)
4. Seit ich von Penny Dreadful so viel Gutes auf diversen Film- und Serienseiten habe lesen können, drängt es mich richtiggehend, mir diese kleine
Serienperle anzuschauen. Bin gespannt!
5. Ich verachte Michael Bay für seine Transformers…Generell
sehe ich ungern Filme um des reinen Effekts willen, denn Handlung gehört dazu.
Das letzte Mal, dass ich geflasht (in anderen Zusammenhängen würde ich so ein
Wort niemals benutzen) war von den Effekten, das war glaube ich bei 300, Sin
City und Der Hobbit.
6. Dieser unsägliche Zwang, englische Filmtitel mit
dämlichen deutschen Untertiteln zu versehen, fand bei Hot Tub – Der
Whirlpool…ist `ne verdammte Zeitmaschine seinen Höhepunkt, weil es einfach mies
klingt, viel verrät und abschreckt. Für blöde Filmtitel habe ich aber tausend
Beispiele auf meinem Blog
http://derfilmtipp.blogspot.de/search/label/Titelkrampf.
7. Zuletzt gelesen habe ich Sharknado: The Second One und
das war einfach großartig, weil ich als alter Wetterfrosch endlich mehr über
Hainiederschlagsraten und Windgeschwindigkeiten von 1 Hai pro Sekunde erfahren
habe.
Genug gesagt? Rund vier Millionen Zuschauer sahen die amerikanische
TV-Premiere des Sharknado-Sequels Sharknado: The Second One. Absoluter
Quotenrekord für den Sender SyFy. Hinzu gesellen sich rund eine Milliarde (ja,
eine Milliarde) Twitter-Impressions. Das Trash-Produktionsteam The Asylum hat
offenbar den Nerv vieler Filmfreunde getroffen und schon vor Start des zweiten
Teils die Dreharbeiten zu Nummer drei bestätigt.
Als passionierter Filmkritiker muss ich mich entschuldigen,
denn auch ich hatte wieder meinen Spaß. Auch wenn ich schon den ersten Teil
zerriss, ich muss beide empfehlen. Aber warum? Was macht den Erfolg aus? Für
mich ganz klar die Selbstironie, die dem ganzen Stumpfsinn Charme verleiht.
Shark happens, again.
Zum Glück sind wieder Ian Ziering (Beverly Hills, 20210,
u.a.) als Fin Shepard und Tara Reid (Eiskalte Engel, Scrubs, u.a.) als April
Wexler (oder „die Zwei gegen den Hai“) unterwegs. Beide spielen so herrlich
dämlich, das hätte niemand sonst so hinbekommen. Hoffe ich jedenfalls. Dieses
Mal sorgt die globale Erwärmung für einen monströsen Twister, der auf New York
zusteuert. Dieser drückt die Wassermassen in die U-Bahn-Schächte, saugt Haie
auf und lässt sie über der Metropole niederprasseln. Natürlich haben die Tiere
in diesem Moment nichts anderes zu tun, als beim Sturz sofort zuzubeißen.
Man merkt dem Film sein höheres Budget an, so konnten
bekannte Gesichter wie Vivica A. Fox (Independence Day, Kill Bill, u.a.) oder
Judd Hirsch (Independence Day, A Beautiful Mind, u.a.) für den Streifen gewonnen
werden. Ein Höhepunkt für mich sind aber die eingestreuten Wetternachrichten
der echten Moderatoren und Meteorologen Al Roker, Matt Lauer und Stephanie
Abrams. Hai-Niederschlagsraten in Hai pro Minute, Hai-Geschwindigkeiten von 5
Inches und digitale Wetterkarten mit Sharknado-Icons - alles ist dabei und wird
wissenschaftlich erklärt. Großartig!
Dieser "Kenn ich doch"-Moment...
Dieses Mal muss Fin auch die Familie
seiner Schwester retten. Ihr Name: Ellen Brody. Der Name ihres Mannes: Martin
Brody. Das sind wahrscheinlich nur rein zufällig exakt die Namen der Hauptcharaktere
aus Der Weisse Hai. Dass Sohnemann Vaughn so heißt wie der Bürgermeister und Freundin
Chrissie den Namen des ersten Opfers aus dem Klassiker trägt…ach lassen wir
doch diese Verschwörungstheorien. Schauen wir uns lieber die völlig
offensichtlichen Fakten an.
Wie zum Beispiel das Product Placement von Subway, das in
seiner penetranten Art und Weise seinesgleichen sucht. Sogar The Subway Guy
Jared Fogle hat einen Cameo-Auftritt. Autsch. Da kommt der Konami-Klassiker
Frogger als lebensrettende Idee schon deutlich sympathischer rüber. Apropos
Cameo: Wil Wheaton (The Big Bang Theory, u.a.), Kelly Osbourne und Ex-MTV-Vjane Kari Wuhrer tauchen auch irgendwann,
irgendwo auf.
Wer hier Logik sucht, dem ist nicht zu helfen. Sharknado: The Second One
vergewaltigt das Hirn und das mit purer Absicht. Wie bei einem Unfall. Grausam,
aber man kann auch nicht weggucken. Alle Fehler aus Teil 1 werden nicht nur
wiederholt, sondern auf die Spitze getrieben. Mit Blick auf das Empire State
Building sogar wortwörtlich. Von einer heroischen Rede á la Independence Day
über eine umfunktionierte Prothese als Waffe wie in Planet Terror bis hin zu
schlechten Wortspielen wie „Hailiger Scheiß“ – Trash-Freunden wird alles
geboten. Und ja, auch die Kettensäge feiert ein grandioses Comeback.
Die Gewinner sind hier eindeutig der Lachmuskel und das
Verständnis von Selbstironie. Deshalb schließe ich auch mit einem Dialog zwischen
Ian Ziering und Judd Hirsch ab:
„Hier ist meine Karte, ich fahre nicht nur Taxi, ich bin auch
Schauspieler. Vielleicht spiele ich ja mal irgendwann Dich.“
„Wenn jemand mich in einem Film spielt, dann bin das ich.“
ich unterstütze Micha, in dem Euch ich einmal die Woche
über die Highlights des Fernsehprogramms berichte. Falls Ihr jetzt eine Zusammenfassung Eurer TV-Zeitschrift erwartet, liegt Ihr falsch. Wir alle wissen,
dass im Fernsehen manchmal nur >>Fäkalwort<< läuft. Deshalb werde ich Euch nur Filme oder
Sendungen empfehlen, die ich selbst gucken würde. Wenn meiner Meinung nach
nichts läuft, lautet meine Empfehlung sehr wahrscheinlich: "Läuft nichts!
Schaut Euch Michas Empfehlung an." ;)
Mein Filmtipp für dieses Wochenende ist die herzzerreißende
Geschichte eines kleinen Jungen, der seine Mutter und Geschwister bei einem
Gewaltverbrechen verliert und selbst nur haarknapp überlebt. Einige Jahre später
wird er von Wesen einer anderen Welt entführt. Sein Vater setzt alles daran ihn
wieder zurückzuholen. Unterstützung findet er von einer Frau, dessen großes
Geheimnis jedoch ihr selbst im Weg steht.
Und? Habt Ihr es erraten?
Jaaa, Findet Nemo! Am Samstag, den 2.
August 2014 um 20:15 Uhr auf RTL. Schaut ihn Euch an, den wohl besten Film
seines Genres…! Das Warten auf diesen Film hat mal wieder viel zu lange
gedauert.
Am Sonntag zeigen uns Brad Pitt (Inglorious Basterds, Fight Club, u.a.) und Jonah Hill (21 Jump Street, The Wolf of Wall Street, u.a.) dann noch Die Kunst zu
gewinnen – Moneyball. Der Film erhielt 2012 sechs Oscarnominierungen, u. a. Brad
Pitt für die „Beste männliche Hauptrolle“. Ihr könnt Euch ja denken, wie es
ausgegangen ist :)
Nichts desto trotz: Sehr guter Film,
auch von Micha gibt es 85% von 100%. Seine komplette Review zum Film findet Ihr HIER. Bis bald, Eure Cansu.
wir sind hier heute versammelt, um den beknacktesten Filmtitel
in der Kategorie „Doofdeutsch“ für den Monat August im Jahre 2014 zu küren.
Häufig brauchen wir Deutschen eine Übersetzungshilfe, wenn unserem Verständnis der
englischen Sprache Grenzen aufgezeigt werden. Manchmal brauchen wir eine
ergänzende Erläuterung, die uns in ihrer totalen Penetranz erklärt, worum es in
dem Meisterwerk geht, welches wir zu schauen planten. Und manchmal möchten wir
einfach den Dichter und Denker in uns entfesseln – lyrischen Tiefsinn suchen
oder aber selbst preisgeben.
Meine Damen und Herren, die folgenden vier Filme
erfüllen all diese Begehren. Es ist mir eine Freude, diese zu präsentieren.
The
Nominees are...
Svecenikova Djeca heißt übersetzt Die Kinder des Priesters
und geht bei uns am 7. August an den Start mit dem unglaublich witzigen, ach
was sage ich, humorrevolutionärem Titel Gott, verhüte. Wortspiel verstanden?
Ein Brüller. Und jede Nominierung wert.
Weil in Deutschland niemand etwas mit dem bloßen Filmtitel Belle
(14.08.2014) anfangen kann, hat man ihn zum Glück umgetauft in Dido Elizabeth
Belle. So weiß wenigstens jeder, um wen es geht. Wie jetzt? Noch immer
keine Ahnung? Na gut, aber jetzt lockt er Euch ins Kino, oder? Nein? Mmh...
Zugegeben, der Filmtitel Begin Again (28.08.2014) ist nicht
besonders spannend. Der Film aber wahrscheinlich auch nicht, auch wenn ich
Keira Knightley und Mark Ruffalo schätze. Purer Kitsch. Für’s Land der
Rosamunde Pilcher aber nicht kitschig genug. Titel hier: Can A Song Save Your Life?.
Immerhin auf Englisch, wie modern.
Zuerst dachte ich beim 28. August an eine Nominierung für
Into The Storm, bei uns bekannt als die trashigen Storm Hunters. Tatsächlich passt dieser
Titel aber sogar besser. Also fiel meine Entscheidung auf Madame Mallory und
der Duft von Curry. So heißt The Hundred-Foot Journey nämlich bei uns. Der
Geschmack von Apfelkernen, Rost und Knochen ist sicherlich nicht so gut, wie
der Duft von Curry. Trotzdem dürften die Kinos leer…gähn…bleiben.
Ich habe lange überlegt, wer sich in die Reihe neben Schadenfreundinnen
und Einmal Hans mit scharfer Soße einreiht. Ich mache es kurz - and the winner is:
Gott, verhüte!
Hier wird RTL-Ballermann-Humor ganz offensichtlich als
Instrument genutzt, um überhaupt irgendwen in die Kinos zu locken. In diesem
Fall ist das aber so offensiv penetrant (und nebenbei einfach nicht witzig,
nein!), dass der Sieg im Monat August völlig verdient ist. Glückwunsch!
Das Kinojahr 2014 hat in den vergangenen Wochen größere Pausen
eingelegt, doch manchmal ist ein Schritt rückwärts nur der Anlauf. Jetzt
wandern seit Tagen beinahe stündlich neue Trailer durchs Netz, was unter
anderem der Comic Con zuzuschreiben ist. Ich freue mich jetzt schon wie ein
Kleinkind auf die kommenden Blockbuster und habe Euch mal zur Übersicht eine
kleine Liste vorbereitet. Here we go:
Planet der Affen: Revolution (07.08.2014)
Regie: Matt Reeves (Cloverfield, Let Me In u.a.)
Darsteller u.a.:
Jason Clarke (White House Down, Zero Dark Thirty, u.a.)
Andy Serkis (Herr der Ringe Trilogie, King Kong u.a.)
Gary Oldman (The Dark Knight Trilogie, Das 5. Element, u.a.)
Ich fand den ersten Teil mit James Franco schon klasse, sicherer Kinogang!
Guardians of the Galaxy (28.08.2014)
Regie: James Gunn (Super, Slither u.a.)
Darsteller u.a.:
Chris Pratt (Moneyball, Zero Dark Thirty, u.a.)
Zoe Saldana (Avatar, Star Trek: Into Darkness u.a.)
Michael Rooker (The Walking Dead, Jumper, u.a.)
Kannte die Guardians vorher nicht, wirkt alles sehr schrill. Mal abwarten.
Dwayne Johnson (Snitch, Get Smart, u.a.)
John Hurt (Der Elefantenmensch, Contact u.a.)
Joseph Fiennes (American Horror Story, Luther, u.a.)
Johnsons unvergleichbare Selbstironie allein ist das Kinogeld wert.
Sin City: A Dame To Kill For (18.09.2014)
Regie: Robert Rodriguez (Sin City, Machete u.a.)
Darsteller u.a.:
Jessica Alba (Sin City, Machete, u.a.)
Eva Green (Casino Royale, 300: Rise of an Empire u.a.)
Josh Brolin (Hollow Man, OldBoy, u.a.)
Darauf warte ich seit Jahren - ganz klar Vorpremiere, bester Platz Mitte!
Dracula Untold (02.10.2014)
Regie: Gary Shore
Darsteller u.a.:
Luke Evans (Der Hobbit: Smaugs Einöde, No One Lives, u.a.)
Dominic Cooper (Dead Man Down, Mamma Mia u.a.)
Sarah Gadon (Cosmopolis, Enemy, u.a.)
Trailer wirkt interessant, hoffentlich nicht nur ein weiteres Underworld-Spektakel.
Hüter der Erinnerung - The Giver (02.10.2014)
Regie: Phillip Noyce (Salt, Das Kartell u.a.)
Darsteller u.a.:
Brendan Thwaites (The Signal, Maleficent, u.a.)
Meryl Streep (Sophies Entscheidung, Julie & Julia u.a.)
Jeff Bridges (Crazy Heart, The Big Lebowski, u.a.)
Kenne das Buch nicht, aber Darsteller machen den Film interessant.
Teenage Mutant Ninja Turtles (16.10.2014)
Regie: Jonathan Liebesman (Darkness Falls, Battle: Los Angeles, u.a.)
Darsteller u.a.:
Megan Fox (Jennifer's Body, Transformers, u.a.)
Noel Fisher (Battle: Los Angeles,Red u.a.)
William Fichtner (Elysium, Lone Ranger, u.a.)
Hier ist meine Meinung gespalten. Hoffe auf Spaß mit Köpfchen.
Interstellar (06.11.2014)
Regie: Christopher Nolan (Inception, The Dark Knight Trilogie, u.a.)
Darsteller u.a.:
Matthew McConaughey (Dallas Buyers Club, Tropic Thunder, u.a.)
Anne Hathaway (Les Miserables,Der Teufel trägt Prada u.a.)
Jessica Chastain (The Help, Zero Dark Thirty, u.a.) Ein Nolan-Film ist immer ein Muss. Dann noch dieser Cast, grandios!
Die Tribute von Panem: Mockingjay 1 (20.11.2014)
Regie: Frances Lawrence (I Am Legend, Constantine, u.a.)
Darsteller u.a.:
Jennifer Lawrence (Silver Linings, American Hustle, u.a.)
Josh Hutcherson (Red Dawn,7 Tage in Havanna u.a.)
Julianne Moore (Evolution, Vergessene Welt: Jurassic Park, u.a.) Jetzt schon genervt von einem Finish in 2 Teilen, bislang aber Panem-Fan!
Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere (10.12.2014)
Regie: Peter Jackson (Herr der Ringe Trilogie, In meinem Himmel, u.a.)
Darsteller u.a.:
Martin Freeman (Sherlock, Per Anhalter durch die Galaxis, u.a.)
Ian McKellen (X-Men,Herr der Ringe Trilogie u.a.)
Luke Evans (No One Lives, Dracula Untold, u.a.)
Hier bin ich gespannt auf die 3D-Effekte. Hoffe es wird episch.
Exodus: Götter und Könige (25.12.2014)
Regie: Ridley Scott (Alien, Gladiator, u.a.)
Darsteller u.a.:
Christian Bale (The Dark Knight, American Psycho, u.a.)
Joel Edgerton (Zero Dark Thirty,The Thing u.a.)
Sigourney Weaver (Alien, Avatar, u.a.)
Hoffe Bale spielt besser als Scott dreht, verspreche mir viel.
Herz aus Stahl (01.01.2015)
Regie: David Ayer (End of Watch, Street Kings, u.a.)
Darsteller u.a.:
Brad Pitt (Inglorious Basterds, Fight Club, u.a.)
Logan Lerman (Percy Jackson,Noah u.a.)
Jon Bernthal (The Walking Dead, The Wolf of Wall Street, u.a.)
Klarer Fall von Titelkrampf (im Original Fury), der Trailer sieht klasse aus.
Jupiter Ascending (05.02.2015)
Regie: Lana & Andy Wachowski (Matrix, Cloud Atlas, u.a.)
Darsteller u.a.:
Mila Kunis (Black Swan, Ted, u.a.)
Channing Tatum (21 Jump Street, White House Down u.a.)
Sean Bean (Equilibrium, Herr der Ringe, u.a.)
Kaum an Tatum gewöhnt, hat er Spock-Ohren. Bin ja irgendwie gespannt drauf.
Fifty Shades of Grey (12.02.2015)
Regie: Sam Taylor-Johnson (Nowhere Boy, Destricted, u.a.)
Darsteller u.a.:
Dakota Johnson (Need for Speed, The Social Network, u.a.)
Jamie Dornan (Once Upon A Time, u.a.)
Jennifer Ehle (The King's Speech, RoboCop, u.a.)
Habe das Buch nicht gelesen, aber der Trailer ist heiß. Mal "schauen".
Mad Max: Fury Road (14.05.2015)
Regie: George Miller (Happy Feet, Mad Max Trilogie, u.a.)
Darsteller u.a.:
Tom Hardy (Inception, Warrior, u.a.)
Charlize Theron (Monster, Young Adult, u.a.)
Nicholas Hoult (Warm Bodies, X-Men: Erste Entscheidung, u.a.)
Mad Max ist Kult meiner Jugend. Tom Hardy ist spitze. Wird geguckt!
Und last but not least ist sogar ein erstes Teaserposter zu
Quentin Tarantinos neuem Meisterwerk – ich bin mir sicher es wird eins –
aufgetaucht: